00:00
Misha Fomin im Concertgebouw
Seit seinem spektakulären Debüt im Amsterdam Concertgebouw 2002 ist der Pianist Misha Fomin ein unverzichtbarer Bestandteil des niederländischen Musiklebens geworden. Im In- und Ausland lobt die Presse sein Spiel für seine fließende natürliche Virtuosität, seine reiche Farbpalette und seine große musikalische Intelligenz. In diesem Konzert, das im Concertgebouw Amsterdam aufgenommen wurde, spielt Fomin mehrere Stücke, so auch Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung (1874). Die Sätze werden durch die Promenade getrennt: ein wiederkehrendes variationsreiches Thema, das an das Schlendern von einem Bild zum nächsten erinnert. Die verschiedenen Promenaden sind Variationen eines Themas, das auch in zwei anderen Sätzen wieder auftaucht. (Cum mortus in lingua mortua (Mit den Toten in einer toten Sprache) und Das Heldentor (In der Hauptstadt Kiew)). Mussorgski schrieb diesen Zyklus 1874 innerhalb von drei Wochen. Als er die Ausstellung des befreundeten, wenngleich schon verstorbenen Viktor Hartmanns besuchte, schrieb er in einem Brief an einen Freund: „Klänge und Ideen hängen in der Luft, ich verschlinge sie und überfresse mich, ich vermag sie kaum zu Papier zu bringen.“
02:08
Mahler - Rückert-Lieder
Die Rückert-Lieder sind eine Sammlung von fünf Kunstliedern von Mahler nach Gedichten von Friedrich Rückert. Sie zeigen seine Gabe für intimen und zutiefst persönlichen musikalischen Ausdruck in einem Stil, der Einfachheit mit tiefgreifender emotionaler Komplexität in Einklang bringt.
02:32
Clara Haskil - Das Geheimnis der Interpretin
Die Dokumentation "Clara Haskil - Das Geheimnis der Interpretin" (2017) erzählt die bemerkenswerte Lebensgeschichte der rumänischen Pianistin Clara Haskil (1895-1960). Geboren in Bukarest in einer jüdischen Familie, begann sie ihre Karriere als Wunderkind und wurde in sehr jungem Alter am Bukarester Konservatorium aufgenommen. Später wechselte sie nach Wien und Paris, um ihre musikalischen Studien fortzusetzen. Haskil litt unter chronischen Gesundheitsproblemen und lebte während zweier Weltkriege, was ihre Karriere beeinträchtigte. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Haskils Karriere sich deutlich zu entwickeln und sie genoss endlich internationale Anerkennung. Sie trat weltweit als Solistin mit den führenden Orchestern auf und arbeitete mit mehreren renommierten Musikern zusammen, wie Eugène Ysaÿe, George Enesco und Pablo Casals.
03:27
Mahler - Symphonie Nr. 6
Das Publikum schätzt an der Symphonie vor allem ihre tiefgreifende emotionale Ehrlichkeit, ihre unerbittliche Auseinandersetzung mit dem Schicksal und die kraftvolle, fast körperlich spürbare Wirkung der dramatischen Hammerschläge im Finale.
04:51
Mozart - 23. Klavierkonzerte, KV 488
Regarded as one of the finest interpreters of Romantic repertoire, Francesco Attesti (*1975) gave his first recital at age 11 and by the time he was 23, had earned the highest honours in piano from Florence’s Conservatorio Luigi Cherubini. In this recording of his 2016 Deeply Mozart concert tour, Attesti performs Wolfgang Amadeus Mozart’s piano concertos KV 449 and KV 488 with the Italian OIDA Orchestra and conductor Paolo Belloli.
06:00
IVC 2021 - Finale: Schubert, Hahn, Ullmann u. a.
Der Bassbariton Matthias Hoffmann (Österreich, 1991) und die Pianistin Lisa Ochsendorf (Deutschland, 1991) führen „Il modo di prender morale“ aus Franz Schuberts „Drei Liedern“, Op. 83, D. 902, auf; „Le faune“ aus Claude Debussys „Fêtes galantes II“, L. 114; „Du alte Ananasbirne“ aus Miroslav Srnkas „Dreizehn Liedern“; Alphons Diepenbrocks „Simeons lofzang“, RC 120; Carl Loewes „Odins Meeresritt“, Op. 118; „Nach dem Gewitter“ aus Alexander von Zemlinksys „Acht Liedern“, Op. 5; „L’heure exquise“ aus Reynaldo Hahns „Sept chansons grises“; „Silent noon“ aus Ralph Vaughan Williams’ „The house of life“; „Ich mag euch alle nicht“ aus Wolfgang Rihms „Neuen Alexanderliedern“; „Betrunken“ aus Viktor Ullmanns „Liederbuch des Hafis“, Op. 30; und Robert Schumanns „Belsazar“, Op. 57. Diese Aufführungen stammen aus dem Finale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde in der Verkadefabriek in ’s-Hertogenbosch, Niederlande, aufgezeichnet.
06:33
Debussy - La Mer
Claude Debussys sinfonische Skizzen für Orchester, allgemein bekannt unter dem Namen 'La Mer', beschwören das Meer in seiner vielfältigen Gestalt herauf. Komponiert hat Debussy 'La Mer' zwischen 1903 und 1905. Der erste Teil ('De l’aube á midi sur la mer') beschreibt einen Morgen und einen Nachmittag am Meer, der zweite Teil ('Jeux de vagues') imitiert das Spiel der Wellen und der dritte und letzte Teil ('Dialogue du vent et de la mer') ahmt das Duett von Wind und Wellen nach. Debussy kannte sein Mittelmeer gut, von seinen Besuchen als Kind in Cannes und später von seinen Reisen nach Italien.
07:01
Bach - Partiten für Violinsolo (BWV 1001-1006)
Gidon Kremers Wiederkehr zu J. S. Bachs Partiten ist ein außergewöhnliches Ereignis. Kremers erste Aufnahmen dieser Werke wurde vor nahezu einem Vierteljahrhundert veröffentlicht. In dieser Aufnahme von 2006 stellte sich Gidon Kremer erneut einer der wohl größten Herausforderungen eines jeden Pianisten: Bachs "Sonaten und Partiten für Violine solo" (BWV 1001-1006), die Kremer selbst als das "Himalaya-Gebirge" der Geigenmusik bezeichnet. Mit diesen Musikstücken ist es Bach gelungen, das technische Potential der Geige als Soloinstrument zu manifestieren. Die Partiten dienten später als Ausgangsform für etliche Solo-Violinstücke ganzer Generationen von Komponisten. Die Performance zeigt deutlich Kremers einzigartigen Sinn für Spontaneität und seine Bereitschaft, Risiken einzugehen. Dennoch ist stets der Sinn für Struktur des einmaligen Künstlers zu spüren, der sowohl der polyfonen Bandbreite der Kompositionen, als auch deren Nebeneinanderstellung von tänzerischen Elementen und innewohnender Tiefgründigkeit gerecht wird.
08:16
Shusha Renaissance (2023)
„Shusha, die Renaissance“ ist eine musikalische Reise mit dem Pianisten Murad Huseynov. Die Stadt Shusha gilt oft als Wiege der Musik und Poesie Aserbaidschans und als eines der führenden Zentren der aserbaidschanischen Kultur. Im Januar 2021 wurde sie zur Kulturhauptstadt Aserbaidschans erklärt. Auf dem Programm stehen folgende Werke: Fikret Amirovs (1922-1984) Zwölf Miniaturen für Klaviersolo: I. Ballade - II. Ashigsayagi – III. Nocturne – IV. Humoreske – V. Lyrischer Tanz – VI. Jagd - VII. Wiegenlied – VIII. Walzer – IX. Barcarole – X. Toccata – XI. Elegie – XII. Marsch; Adil Babirovs (1934-2021) Präludium & Scherzo; Gara Garayevs (1918-1982) Sonatine: I. Allegro – II. Moderato assai – III. Vivo; Tofik Kouliyevs (1917-2000) „Gaytagi“ und F. Amirovs Romantische Sonate: I. Allegro energico - II. Andante espressivo - III. Allegro non troppo. Diese Aufführung wurde im Oktober 2023 in Shusha und im Dezember 2023 im Heydar Aliyev Center in Baku aufgezeichnet. Geschrieben und inszeniert von Michel Swierczewski.
09:08
Hans van Manen – Moving to Music
Der niederländische Choreograf Hans van Manen (1932) wird international als einer der großen Meister des zeitgenössischen Balletts anerkannt. Er schuf mehr als 150 Ballette, die alle seine unverkennbare Handschrift tragen, gekennzeichnet durch eine klare Struktur, raffinierte Einfachheit und eine Abneigung gegen dekorative Schnörkel. In der Dokumentation „Hans van Manen – Moving to Music“ (2022) spricht der Choreograf über sein Leben und Werk und darüber, woher seine Inspiration für von Drama und Erotik geprägte Ballette kam. Der Film zeigt eine Auswahl von Clips seiner erfolgreichsten Ballette, wie das damals kontroverse Metaforen (1965) mit dem ersten männlichen Pas de Deux, Adagio Hammerklavier (1973) und Sarcasmen (1981). Der Filmregisseur Reiner E. Moritz hat auch Beiträge von Freunden und Kollegen wie Ted Brandsen (Dutch National Ballet), Martin Schläpfer (Wiener Staatsballett) und Van Manens Partner Henk van Dijk aufgenommen, um das Porträt des großen Choreografen zu vervollständigen.
10:00
Beethoven - 9. Sinfonie in d-Moll, Op. 125
Karita Mattila (Sopran), Violeta Urmana (Alt), Thomas Moser (Tenor), Eike Wilm Schulte (Bass), Schwedischer Rundfunkchor, Eric Ericson Kammerchor, Berliner Philharmoniker; Leitung: Claudio Abbado. Ludwig van Beethoven (1770-1827): Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125. Die Europakonzerte der Berliner Philharmoniker sind ein Beitrag des renommierten Orchesters zur europäischen Vereinigung. Sie finden jedes Jahr am 1. Mai (der Wiederkehr des Gründungstages 1882) in einem anderen europäischen Ort statt; im Jahr 2000 spielten die Musiker das 10. Europakonzert "zu Hause" in der Berliner Philharmonie.
11:07
Bach - Brandenburgischen Konzerte, BWV 1046-1051
J. S. Bachs Reihe der sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist verfasste die Reihe in den Jahren 1711-1720 und widmete sie im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 spielten der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 alle sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten ein. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Diese Aufführung wurde im Spiegelsaal des Köthener Schlosses aufgezeichnet.
12:44
Die drei Leben der Clara Schumann
Der Dokumentarfilm „Die drei Leben der Clara Schumann“ verfolgt die faszinierende Lebensgeschichte von Clara Schumann, die am 13. September 1819 in Leipzig als Clara Wieck geboren wurde. Clara war eine außergewöhnlich talentierte Pianistin, die eine beeindruckende internationale Musikkarriere hatte. Schon in jungen Jahren lernte sie Robert Schumann kennen, den sie 1840 heiratete und mit dem sie acht Kinder bekam. Der Film nähert sich Claras Persönlichkeit aus verschiedenen Blickwinkeln: durch ihre Briefe und Tagebücher, durch ihre Kompositionen und durch Musiker, die sie intensiv studiert haben. Der Dokumentarfilm zeigt auch die verschiedenen Orte, an denen sie lebte, und die Städte, die sie als Pianistin bereiste. Dieser Film von Andreas Morell und Magdalena Zięba-Schwind wurde im Jahr 2019 erstmals veröffentlicht.
13:41
Schubert - Rosamunde Ouvertüre (D. 644)
Andreas Spering leitet die Philharmonie Zuidnederland in einer Performance von Franz Schuberts (1797-1828) Rosamunde Ouvertüre (D. 644). Aufgenommen 2015 im Muziekgebouw Eindhoven, Niederlande.
14:01
Sinfonie Nr. 3, in D-Moll
Gustav Mahlers Dritte Symphonie, komponiert zwischen 1895 und 1896, ist ein monumentales, programmatisches Werk, das Themen wie Natur, Menschheit und spirituelle Erhebung erforscht. Sie beeindruckt mit einem riesigen Orchester, einem Frauenchor, einem Kinderchor und einer Mezzosopran-Solistin, die eine gewaltige Klangwelt schaffen, die von der Schönheit der Natur bis hin zu tiefgründigen philosophischen Fragen über die Existenz reicht. Die Symphonie ist in sechs Sätze gegliedert, die vom „Erwachen der Natur“ zu einem spirituellen Abschluss führen, inspiriert von Nietzsche und Volksdichtung.
15:47
Bach - Brandenburgisches Konzert Nr. 2
J. S. Bachs Reihe der sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist verfasste die Reihe in den Jahren 1711-1720 und widmete sie im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 spielten der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 alle sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten ein. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Bei dieser Darbietung im Spiegelsaal des Köthener Schlosses präsentieren Luks und sein Collegium 1704 Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 2 in F-Dur, BWV 1047. Trompete, Violine, Blockflöte und Oboe haben jeweils Soli in diesen Stücken. Besonders die hohen, virtuosen Trompetenpassagen fallen in diesem Konzert auf.
15:59
Prokofjew - Cinderella
Prokofjews „Cinderella“ in einer Darbietung des Malandain Ballet Biarritz. Sergei Prokofjew schrieb das Ballettstück zu einem Libretto von Nikolai Wolkow. Diese Choreografie stammt aus der Feder von Thierry Malandain. Es spielt das Orquesta Sinfónia de Euskadi, dirigiert von Josep Caballé Domenech. „Cinderella“ gehört zu Prokofjews beliebtesten und schönsten Werken. Der Komponist schrieb es während des Zweiten Weltkriegs, während seiner Arbeit an der Oper „Krieg und Frieden“. Die Uraufführung fand am 21. November 1945 am Bolschoi-Theater in Moskau statt, unter der Leitung von Yuri Fayer. Das Besondere an diesem Ballettstück sind die fröhliche Musik, das üppige Bühnenbild und die lustigen Doppelrollen. Aufgenommen im Oktober 2013 an der Königlichen Oper des Schlosses von Versailles. Regie: Sonia Paramo.