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Beethoven – Sinfonie Nr. 5 in c-Moll, op. 67
Sir Simon Rattle dirigiert das London Symphony Orchestra in einer Aufführung von Ludwig van Beethovens berühmter 5. Symphonie in c-Moll, Op. 67. Eine spannende Frage: Hat Beethovens berühmte Fünfte immer noch die Kraft, uns zu überraschen? Wir wetten, dass sie das kann – dank Sir Simon Rattles schelmischer Begeisterung klingt selbst dieses große Meisterwerk plötzlich wieder ganz neu. Aufgenommen am 23. September 2020 in St Luke’s, London.
00:33
Bach - Brandenburgischen Konzerte, BWV 1046-1051
J. S. Bachs Reihe der sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist verfasste die Reihe in den Jahren 1711-1720 und widmete sie im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 spielten der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 alle sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten ein. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Diese Aufführung wurde im Spiegelsaal des Köthener Schlosses aufgezeichnet.
02:10
Approaching the Maelström
"Ein Abstieg in den Mahlstrom" (1841) ist eine Kurzgeschichte des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe, die die Geschichte von zwei Fischern erzählt, die in den tosenden Strudeln zwischen den bergigen Inseln von Lofoten, innerhalb des arktischen Kreises von Nordnorwegen, kämpfen. Ein tückischer Strudel zieht ihr Boot in die Tiefe und nur einer von ihnen überlebt. Basierend auf dieser Geschichte komponierte der amerikanische Komponist Philipp Glass ein Chorwerk für das Australian Dance Theatre, das nur einmal beim Adelaide Festival of Arts im Jahr 1986 aufgeführt wurde. Beacon Isle Films nahm ein Arrangement von Glass' Werk für Sinfonieorchester auf, gespielt vom Arctic Philharmonic Orchestra und Chor, und der Sopranistin Berit Norbakken Solset, unter der Leitung von Tim Weiss. Die Aufnahme fand in der Umgebung statt, die Poe zu seiner Geschichte inspirierte: die spektakuläre Landschaft von Lofoten. Diese Dokumentation aus dem Jahr 2019 handelt vom gesamten Prozess der Entstehung von Ein Abstieg in den Mahlstrom, einschließlich eines der seltenen Interviews mit Glass.
03:00
Puccini - Madama Butterfly
Die italienische Dirigentin Beatrice Venezi leitet das Orchestre national de Metz Grand Est und den Choeur de l'Opéra-Théâtre de Metz Métropole in einer Aufführung von Giacomo Puccinis tragischer Oper Madama Butterfly (1904). Die Geschichte dreht sich um Cio-Cio-San, die junge japanische Geisha „Butterfly“, die den amerikanischen Offizier Pinkerton heiratet. Treu wartet sie auf seine Rückkehr und kann nicht akzeptieren, dass Pinkerton sie verlassen hat. Die Inszenierung der Regisseurin Giovanna Spinelli aus dem Jahr 2021 verlegt die Geschichte 35 Jahre nach den Ereignissen der ursprünglichen Oper von Puccini. Sie beginnt in einem Krankenzimmer, in dem ein kranker Pinkerton, von Reue geplagt, auf seinem Sterbebett liegt. Beobachtet von seiner amerikanischen Frau Kate und ihrem Sohn Dolore, enthüllt Pinkerton das lang gehütete Geheimnis über die wahre Herkunft seines Sohnes und dessen Mutter. Während er die Vergangenheit erzählt, erwacht der Raum mit seinen Geistern zum Leben und präsentiert die Geschichte gleichzeitig in zwei Zeitebenen. Durch die Verschiebung der Erzählperspektive liefert Spinelli eine fesselnde und bewegende neue Interpretation dieses klassischen Werks. Zu den Solisten gehören Francesca Tiburzi, Thomas Bettinger, Vikena Kamenica, Jean-Luc Ballestra, Daegweon Choi und Aurore Weiss. Diese Aufführung wurde 2021 im Opéra-Théâtre de Metz Métropole, Frankreich, aufgezeichnet.
05:15
Chopin - Fantaisie in f-Moll, op. 49
Der italienische Pianist Andrea Molteni (1998) führt Frédéric Chopins Fantaisie in F-Moll, Op. 49 aus. Molteni begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel. Er absolvierte das Conservatorio di musica Giuseppe Verdi di Como mit Auszeichnung und besonderer Erwähnung und erhielt einen Masterabschluss Magna cum Laude in Advanced Performance Studies vom Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano. Er trat im Wiener Saal der Universität Mozarteum in Salzburg, im Skrjabin-Museum in Moskau, im National Opera Center in New York und an zahlreichen weiteren internationalen Spielstätten auf. Diese Aufführung wurde im Jahr 2022 im Oberlin Conservatory of Music, Ohio, USA, aufgezeichnet.
06:00
IVC 2019 - Finale: Haydn, Schubert et al.
Die Mezzosopranistin Ema Nikolovska (Kanada, 1993) und der Pianist Michael Sikich (USA, 1993) spielen im Finale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2019 – Lied Duo – „The sailor's song“ aus Joseph Haydns Sechs Original-Canzonetten, Buch 2, Hob. XXVIa, Franz Schuberts „Auf dem See“, Op. 92 Nr. 2 (D. 543), „Botschaft“ aus Johannes Brahms' „Fünf Lieder“, Op. 47, „Röselein, Röselein!“ aus Robert Schumanns „Sechs Gesänge“, Op. 89, „Ein Mädchen“ und „Pan ist tot“ aus Robert Heppeners „Vier Lieder auf Gedichte von Ezra Pound“, „La Flûte de Pan“ und „La chevelure“ aus Claude Debussys „Trois chansons de Bilitis“, L. 90, Pauline Viardots „Haï luli!“ sowie „Produzhdeniye vesnï“ (Frühlingserwachen) und „Kreytserova sonata“ (Kreutzer-Sonate) aus Dmitri Schostakowitschs „Satirï“ (Satiren – Bilder der Vergangenheit), Op. 109. Diese Aufführung wurde im Theater aan de Parade im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:35
Copland - Appalachian Spring
Der mexikanische Dirigent Carlos Miguel Prieto leitet die Orquesta Sinfónica de Minería in einer Aufführung von Aaron Coplands Appalachian Spring Suite. Copland komponierte Appalachian Spring (1944) als Ballett für Martha Graham und ihre Tanzkompanie. Ursprünglich für ein dreizehnköpfiges Ensemble orchestriert, arrangierte Copland die Partitur in verschiedene Suiten, darunter eine Version für volles Orchester. Diese Aufführung wurde 2021 im Auditorio Nacional in Mexiko-Stadt aufgenommen.
07:00
First Snow
‘Salvatoris Hodie’ ist eines der ältesten bekannten Weihnachtslieder und ältesten schriftlichen Werke für vier Stimmen überhaupt. Magister Perotinus schrieb es im 12. Jahrhundert nieder. Heute eröffnet es das stimmungsvolle Weihnachtskonzert der Brüsseler Philharmoniker mit dem Titel ‘First Snow’. Doch Dirigent Bo Holten versteht sich nicht nur auf die ‘Ars Antiqua’. Das Programm umfasst auch zwei zeitgenössische Stücke, basierend auf Texten des isländischen Dichters Gunnar Gunnarsson (1889-1975). Ein paar handverlesene Perlen polnischer und französischer Weihnachtslieder runden das erbauliche Konzert ab.
08:41
Ravel - Sonate für Violine und Klavier in G-Dur
Der japanische Geiger Naoya Nishimura und der italienische Pianist Andrea Bacchetti interpretieren Maurice Ravels Sonate für Violine und Klavier (Nr. 2) in G-Dur, M. 77. Dieses Werk wird häufig als Nr. 2 bezeichnet, da der Komponist eine frühere Sonate schrieb, die erst 38 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wurde. Die Sonate besteht aus drei Sätzen. Diese Aufführung wurde in der Munetsugu Hall in Nagoya, Japan, aufgezeichnet.
09:00
In the Organ's Stomach
Olivier Latry, der aktuelle Titularorganist der Großen Orgel von Notre-Dame, führt die Zuschauer mit seinem Instrument auf eine Reise durch Landschaften, die Geschichte und unglaubliche Abenteuer, deren das Instrument Zeuge war oder in denen es die Hauptrolle spielte, aber hauptsächlich musikalischer Art. Zwischen der ursprünglich religiösen Funktion und dem Interesse von Komponisten aller Epochen, war die große Orgel von Cavaillé-Coll Gegenstand jeglicher Trends und zeugt von absoluter Modernität ... Latry gilt als einer der größten Organisten seiner Generation, sowohl in Frankreich als auch international. Er selbst betrachtet sich als Botschafter französischer Musik vom 17. bis zum 20. Jahrhundert sowie als Verfechter der Kunst der Improvisation. Im Film werden folgende Stücke gespielt: Pierre Cochereaus Boléro, Louis Viernes „Carillon de Westminster“ und Scherzo aus Sinfonie Nr. 2, Alexandre Guilmants Sonate Nr. 1, Charles-Marie Widors „Symphony Gothique“, Marcel Dupres „Cortège, Litanie“ and J. S. Bachs Passacaglia und Fuge.
09:52
Chopin - Nocturnes op. 62
Roberto Prosseda (1975) spielt Mozarts 5. Klaviersonate und vier Impromptus, Op. 90 von Franz Schubert. Prosseda bringt das Konzert mit einer Interpretation des technisch anspruchsvollen Ballade No. 4, Op. 52 von Chopin zu einem krönenden Abschluss. Er ist besonders für seine Interpretationen einiger kürzlich entdeckter Werke von Mendelssohn und seine 9-teilige CD-Serie über Klavierwerke des Komponisten bekannt. Seit 2012 gibt der Italiener zudem Lehrkonzerte mit dem klavierspielenden Roboter TeoTronico. Sein Ziel ist es dabei, den Unterschied zwischen der direkten Umsetzung des Roboters und der menschlichen Interpretationskunst zu verdeutlichen.
10:05
Beethoven - 9. Sinfonie, Op. 125
Sir Simon Rattle leitet das London Symphony Orchestra und den Chor in einer Aufführung von Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 in d-Moll, Op. 125. Die Solisten sind Iwona Sobotka (Sopran), Anna Stephany (Mezzosopran), Robert Murray (Tenor) und Florian Boesch (Bariton). Mit unvergleichlicher symphonischer Finesse gestaltet, ließ Beethoven Überlegungen zu Schicksal und Heldentum beiseite, um seine vollkommen musikalische und durchweg befriedigende Neunte Sinfonie zu komponieren. Es ist ein monumentales Werk, das für seinen innovativen Einsatz eines Chors und von Vokalsolisten im letzten Satz bekannt ist, die eine Vertonung von Friedrich Schillers Gedicht „Ode an die Freude“ singen. Die Uraufführung fand 1824 statt, und es bleibt eines der am häufigsten aufgeführten und bekanntesten Stücke der klassischen Musik. Diese Aufführung wurde am 16. Februar 2020 in der Barbican Hall in London aufgenommen.