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Gluck - Iphigénie en Tauride
„Iphigénie en Tauride“ (1779) ist eine tragische Oper des in Deutschland geborenen Komponisten Christoph Willibald Gluck. Das für die französische Bühne verfasste Werk wurde im Jahr 1779 mit großem Erfolg an der Pariser Königlichen Musikakademie uraufgeführt. Sie spielt in der Zeit nach dem Trojanischen Krieg. Iphigénie, die von ihrem Vater Agamemnon geopfert werden sollte, wurde von Diana gerettet und nach Tauris gebracht, wo sie zur Hohepriesterin einer Göttin wurde. Diego Fasolis leitet in dieser Inszenierung das Orchestre National des Pays de la Loire und den Chœur d’Angers Nantes Opéra. Zu den Solistinnen und Solisten gehören Marie-Adeline Henry, Charles Rice, Sébastien Droy, Jean-Luc Ballestra und Élodie Hache. Diese Aufführung wurde 2020 im Grand Théâtre d’Angers in Frankreich aufgezeichnet.
01:50
Die Berliner Philharmoniker in Japan
Claudio Abbado brillierte bei diesem Konzert mit den Berliner Philharmonikern, das 1994 in der Suntory Hall in Tokio stattfand. Abbados Japantour gehörte zu den Highlights seiner Musikkarriere – und dieses Konzert war eines der besten! Auf dem Programm stand die Originalfassung von Mussorgskis „Nacht auf dem Kahlen Berge“ und eine Version von Strawinskys Ballett „Der Feuervogel“ mit 7 der ursprünglich 19 Teilen des Werkes. Der krönende Abschluss war eines der beliebtesten Werke Tschaikowskis: seine 5. Sinfonie.
03:28
Die Stimme der Geige
Wie lässt sich die intime Verbindung eines Künstlers und seines Instrumentes beschreiben? Der weltbekannte Violinist Frank Peter Zimmerman bezeichnet seine 1711 Stradivarius "Lady Inchiquin" als die "Liebe seines Lebens". Doch wie erlangt ein ehemaliges Stück Holz solch unschätzbaren Wert? Nachdem er das geliebtes Instrument, das der West LB-Bank gehörte, zurückkgeben musste, wendete sich Zimmerman an Martin Schleske, einen Violinmacher, der von Vielen als der "Stradivari des 21. Jahrhunderts" bezeichnet wird. Geschichte der Trennung und Wiedervereinigung des weltweit gefeierten Violinisten Frank Peter Zimmermans und seiner geliebten 1711 Stradivarius ist eng verwoben mit der Suche eines anderen Meisters nach Perfektion: Meister-Violinmacher Martin Schleske bietet Einblicke hinter die Kulissen seiner Arbeit. Dieser Dokumentarfilm befasst sich mit der Reise eines filigranen Instrumentes, von der Werkstatt bis in den Konzertsaal.
04:20
Tschaikowski - Sinfonie Nr. 4 in f-Moll, op. 36
Les Dissonances ist ein Künstlerkollektiv, das 2004 vom Geiger David Grimal gegründet wurde. Das Ensemble ohne Dirigent besteht aus Musikern der renommiertesten europäischen Orchester, internationalen Solisten und jungen Talenten. In dieser Aufführung führt Les Dissonances die Symphonie Nr. 4 in f-Moll, Op. 36 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski auf. Der Komponist schrieb die Symphonie zwischen 1877 und 1878 und widmete sie Nadezhda von Meck - einer außerordentlich reichen Witwe und großen Bewunderin der Musik Tschaikowskis, die der Komponist als 'meine beste Freundin' bezeichnete. Der Komponist erklärte in seinen Briefen, dass die Symphonie eine Charakterisierung des Schicksals ist. Das Werk beginnt mit einem kraftvollen Motiv in den Hörnern und Fagotten, das das Schicksal repräsentiert. Der zweite Satz drückt Melancholie aus, der dritte präsentiert 'flüchtige Bilder, die durch den Kopf gehen, wenn man ein wenig Wein getrunken hat'. Obwohl das 'Schicksals'-Motiv gegen Ende des letzten Satzes wieder auftaucht, hat der Satz einen festlichen Charakter. Diese Aufführung wurde 2016 in La Cité de la musique aufgezeichnet.
05:06
IVC 2021 - Halbfinale: Debussy, Messiaen u. a.
Sopranistin Sara Gouzy (Frankreich, 1991) und Pianist Seri Dan (Südkorea, 1992) präsentieren ‚Chevaux de bois‘ aus Claude Debussys ‚Ariettes oubliées‘, L. 63; Franz Schuberts ‚An den Mond‘, Op. 57, No. 3, D. 193; ‚Le collier‘ aus Olivier Messiaens ‚Poèmes pour Mi‘; ‚Margaritki‘ (Daisies) aus Sergei Rachmaninoffs ‚Six Romances‘, Op. 38; ‚Quelle aventure!‘ und ‚La reine de coeur‘ aus Francis Poulencs ‚La courte paille‘; Bart Vismans ‚Vermeer's gold‘; und ‚Wie Lange schon war immer mein Verlangen‘ sowie ‚Ich hab' in Penna einen Liebsten wohnen‘ aus Hugo Wolfs Italienischem Liederbuch zum Halbfinale der Internationalen Gesangswettbewerbs 2021 – Lied-Duett. Diese Aufführung wurde im Het Noordbrabants Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
Mozart - Streichquartett Nr. 14 'Frühling'
Dieses im Mai 2005 im wunderschönen Barockschloss Rammenau in Sachsen aufgenommene Konzert zeigt das älteste Streichquartett der Welt, das Gewandhaus-Quartett. 1808 gegründet, kann das Quartett als bemerkenswerter Teil der Geschichte der westlichen Musik angesehen werden, da es seine Konzertaktivitäten mit großem Erfolg ununterbrochen seit fast 200 Jahren von Generation zu Generation fortführt.
06:32
Strawinsky - Sinfonie in drei Sätzen
Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker und Solist Vadim Repin anlässlich des Europakonzerts von 2008 im Moskauer Tschaikowski Konservatorium. Die erste Ausgabe des Europakonzerts fand 1991 statt. Seitdem gilt die Veranstaltung, die jedes Jahr in einer anderen kulturell bedeutungsvollen Stadt Europas gehalten wird, als Feier, die an die Gründung der Berliner Philharmoniker am 1. Mai 1882 erinnert. Das Orchester eröffnet die Feierlichkeiten mit einer herausragenden Interpretation von Strawinskys Sinfonie in drei Sätzen.
06:55
Beethovens Violinkonzert und Bizets Symphonie in C
Der junge venezolanische Dirigent Glass Marcano ist ein kommender Star in der Welt der klassischen Musikdirigenten. In diesem Konzert aus dem Jahr 2021 leitet Marcano das Orchestre Symphonique Région Cenre-Val de Loire/Tours bei der Aufführung von zwei Meisterwerken aus dem romantischen Repertoire. Das Programm beginnt mit Ludwig van Beethovens Violinkonzert in D-Dur, Op. 61, mit Stéphanie-Marie Degand als Solistin. Das Violinkonzert des Komponisten ist eines der wichtigsten Werke seiner Gattung. Das Programm endet mit Georges Bizets Symphonie in C-Dur, die der Komponist 1855, mit nur 17 Jahren, schrieb. Diese Aufführung wurde im Februar 2021 an der Opéra de Tours aufgezeichnet.
08:20
IVC 2021 - Halbfinale: Finzi, Duparc u. a.
Tenor Ilja Aksionov (Litauen, 1996) und Pianist Gustas Raudonius (Litauen, 1996) präsentieren Bart Vismans ‚Het goud van Vermeer‘; ‚As I lay in the early sun‘ aus Gerard Finzis ‚Oh fair to see‘, Op. 13b; Henri Duparcs ‚Extase‘; Claude Debussys ‚Paysage sentimental‘, L. 55; ‚Mausfallensprüchlein‘ aus Hugo Wolfs ‚Sechs Lieder‘; ‚Krysolov‘ (Der Rattenfänger) aus Sergei Rachmaninoffs ‚Sechs Romanzen‘, Op. 38; Franz Schuberts ‚Rastlose Liebe‘, Op. 5, Nr. 1, D. 138; und Alphons Diepenbrocks ‚De klare dag‘, RC 4, zum Halbfinale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2021 – Lied-Duett. Diese Aufführung wurde im Het Noordbrabants Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
08:43
Meisterwerke entdecken - Konzert für Orchester
Mit der Serie "Meisterwerke Entdecken" präsentieren wir audiovisuelle Konzertführer der großen Meisterwerke der klassischen Musik. Die Serie enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. In der heutigen Dokumentation geht es um Bela Bartoks ‚Konzert für Orchester‘. Dieses Stück gehört zu den am häufigsten aufgeführten Werken des 20. Jahrhunderts. Pierre Boulez erläutert, wie er diese Komposition mit den Berliner Philharmonikern interpretierte. Außerdem beschreibt er seine Faszination vor dem Hintergrund von Bartoks Biografie.
09:11
PIAM - Halbfinale I: Liszt und Ravel
Der gefeierte Talentscout für klassische Musik, Antonio Mormone (1930–2017), lebt als Namensgeber des Premio Internazionale Antonio Mormone (PIAM), der dem Gewinner des gleichnamigen italienischen Musikwettbewerbs verliehen wird, weiter. Die erste Ausgabe dieses Wettbewerbs, der von 2019 bis 2021 an verschiedenen Orten in Mailand stattfand, war dem Klavier gewidmet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs spielt Josef Edoardo Mossali (Italien, 2001) Franz Liszts „Après une Lecture de Dante: Fantasia quasi Sonata“, Maurice Ravels „Toccata“ aus „Le tombeau de Couperin“, und Etüde Nr. 3 „La Campanella“ aus Liszts sechs „Grandes études de Paganini“. Diese Aufführung wurde im Februar 2020 am Teatro EDI Barrio in Mailand aufgenommen.
10:00
Mahler - Sinfonie Nr. 4
Bernard Haitink leitet die Berliner Philharmoniker 1992 in dieser Interpretation von Gustav Mahlers 4. Sinfonie im Schauspielhaus Berlin. Solistin des Konzerts ist die amerikanische Sopranistin Sylvia McNair. Mahler komponierte seine 4. Sinfonie zwischen 1899 und 1990. Das Werk feierte 1901 in München seine Premiere und enthält das Lied "Das himmlische Leben", das Mahler bereits 1892 geschrieben hatte. Es befasst sich mit einer kindlichen Perspektive auf das Konzept des Himmels und wird von einer Sopranstimme in den vier finalen Sätzen gesungen. Nichtsdestotrotz ist die Melodie schon in den ersten drei Sätzen deutlich zu erkennen.
11:05
Brahms - 3 Violinsonaten, Op. 78, 100 & 108
In diesem wunderbaren Konzert aus der Kirche der schweizer Stadt Verbier vereinen der griechische Violinspieler Leonidas Kavakos und die chinesische Pianistin Yuja Wang ihre musikalischen Kräfte in einer Interpretation dreier Sonaten von Johannes Brahms. Leonidas Kavakos wurde 1985 durch seine Teilnahme und Erstplatzierung beim prestigevollen International Jean Sibelius Violin-Wettebwerb bekannt. Gemeinsam mit Yuja Wang, die selbst im jungen Alter bereits eine erfahrene Musikerin ist, schafft er ein eindrucksvolles Konzert der Kammermusik. Teil des Programmes sind Brahms 1. Sonate für Klavier und Geige, in G-Dur, Op. 78, auch die "Regensonate" genannt, 2. Sonate für Klavier und Geige in A-Moll, Op. 100, die"Thuner Sonate", die ein musikalisches Porträt des schweizerischen Thunersee malt. Das Konzert endet mit einem feurigen Abschluss: Brahms 3. Sonate für Klavier und Geige in d-Dur, Op. 108.
12:27
How to get out of the Cage - A year with John Cage
Der fesselnde Dokumentarfilm 'How to Get Out of the Cage' (2012) des preisgekrönten Filmemachers Frank Scheffer ist ein intimes Portrait von John Cage (1912-1992), einem der besten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1982 und 1992 traf Scheffer immer wieder auf John Cage und es entstand ein umfassendes Archiv mit Interviews, Konzerten und Aufnahmen von den Wirkungsstätten des Komponisten. Bei den Dreharbeiten benutzte Scheffer das alte chinesische Zufallsverfahren I Ging – ebenso oft wie Cage selbst. Beim Filmschnitt allerdings griff er auf die übliche Technik zurück und überließ die Szenenauswahl nicht dem Zufall.
13:23
Brahms - Klavierquartett Nr. 3 in c-Moll, Op. 60
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmete sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Kammermusikrepertoire in einem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgenommen wurde. Die „Grande Dame des Klaviers“ wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet. Im Rahmen dieses Konzerts spielen der Geiger Tedi Papavrami, die Bratschistin Lyda Chen-Argerich, der Cellist Mischa Maisky und die Pianistin Lily Maisky Johannes Brahms’ Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60.