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Dvořák - Rusalka
Der bulgarische Dirigent Pavel Baleff dirigiert das Orchester und den Chor der Opéra de Limoges in einer Aufführung von Antonín Dvořáks Rusalka (1900). Das Libretto des Werkes stammt von dem tschechischen Dichter Jaroslav Kvapil. In dieser lyrischen Märchenoper verliebt sich die flüchtige Wasserfee Rusalka in einen Menschen – den Prinzen, der zufällig in ihrem See schwimmt. Rusalka sehnt sich danach, selbst ein Mensch zu werden, um mit dem Prinzen zusammen sein zu können. Die Hexe Ježibaba ist bereit, Rusalka zu helfen, warnt sie jedoch, dass der Übergang zu einem sterblichen Menschen einen hohen Preis hat: Sie wird die Sprache verlieren. Außerdem, wenn die stumme Rusalka die Liebe eines Menschen nicht gewinnen kann, wird sie ewig verdammt sein. Regisseur Nicola Raab und TV-Regisseur Arnaud Lalanne haben eine wahrhaft filmische Produktion von Dvořáks Meisterwerk geschaffen. Zu den Solisten gehören Ruzan Mantashyan, Adam Smith, Rafal Pawnuk, Marie-Adeline Henry, Marion Lebègue und Alexandra Marcellier. Diese Aufführung wurde im Februar 2021 in der Opéra de Limoges, Frankreich, aufgenommen.
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Live-Konzert aus Genf
Um die politische und ideologische Spaltung ihrer Heimatländer zu überwinden, gründeten Daniel Barenboim, ein argentinischer Jude und Israels bekanntester Pianist und Dirigent, und Edward Said, ein palästinensischer Philosoph und Christ, das West-Eastern Divan Orchestra, ein Ensemble junger Musiker zwischen 13 und 26, darunter genau so viele Israelis wie Araber. Trotz des großen Symbolismus sind die Ziele und Ambitionen des West-Eastern Divan Orchestra zuallererst musikalischer Art: Die politischen Spaltungen des Nahen Ostens werden für die Zeit des Zusammenspiels dieser jungen musikalischen Talente beiseitegelassen. Dies spricht Bände über die Kraft kultureller Interaktion. Diese Darbietung in der Victoria Hall in Genf beinhaltet zwei berühmte Meisterwerke: Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 und Tschaikowskys 5. Sinfonie. Das Konzert endet mit Sibelius‘ Valse triste und dem Auftakt von Verdis La Forza del Destino.
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W.A. Mozart: Der Junge mit der Perücke
„W.A. Mozart: Der Junge mit der Perücke“ erforscht die Faszination von Kindern für den Komponisten. Der 30-minütige Film von Klaus Wischmann zeigt Jungen und Mädchen zwischen acht und elf Jahren, die sein Leben mit Humor und ernsten Interpretationen von Mozarts Biografie nacherzählen. Entdecken Sie Wolfgang Amadeus Mozart durch die Augen von Kindern.
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Mahler - Symphony No. 4
Das Programm des Konzerts wird stimmungsvoll mit einem Text von Claudio Abbado zu Schönberg's Pelleas und Melisande eingeleitet. Jede Melodie wird von einer spezifischen Farbe unterstrichen und intensiviert so den Klang der Musik. Insgesamt sind Abbados Mahler-Interpretationen bekannt für ihr unvergleichliches Ausmaß an Sensibilität und Raffinesse. Gemeinsam mit dem weltbesten Jugendorchester - dem Gustav Mahler Jugendorchester (GMJO) - interpretiert Claudio Abbado 2006 im Wiener Musikverein Gustav Mahlers 4. Sinfonie und Arnold Schönbergs Pelleas und Melisande, Op.5.
05:11
PIAM - Halbfinale: Beethoven und Liszt
Der gefeierte Talentscout für klassische Musik, Antonio Mormone (1930–2017), lebt als Namensgeber des Premio Internazionale Antonio Mormone (PIAM), der dem Gewinner des gleichnamigen italienischen Musikwettbewerbs verliehen wird, weiter. Die erste Ausgabe dieses Wettbewerbs, der von 2019 bis 2021 an verschiedenen Orten in Mailand stattfand, war dem Klavier gewidmet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs spielt Philipp Scheucher (Österreich, 1993) Ludwig van Beethovens Fantasie op. 77, das Menuett „Moderato e grazioso“ aus Beethovens Sonate Nr. 18 Es-Dur op. 31 Nr. 3 und Franz Liszts Transkription des ersten Satzes „Allegro con brio“ aus Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll. Diese Aufführung wurde im Mai 2021 am Nuovo Teatro Ariberto in Mailand aufgenommen.
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Beethovens Oktett und Dvořáks Serenade
Die Berliner Philharmoniker werden zu den besten Orchester der Welt gezählt. 1990 kamen Mitglieder dieses großen Orchesters zusammen, um schöne Kammermusikstücke einzuspielen. Das erste ist Ludwig van Beethovens Oktett in Es-Dur und das zweite Anton Dvoraks Serenade in d-Moll. Beide Kompositionen sind für Blasinstrumente komponiert, obwohl Beethoven sein erstes Streichquartett für diese Komposition überarbeitet und erweitert hat. Dieses Konzert wurde im berühmten Jaspissaal in den Neuen Kammern aufgezeichnet - direkt neben Sanssouci, dem Sommerpalast Friedrichs des Großen, in Potsdam.
06:54
Haydn - Sinfonie Nr. 45, „Abschiedssinfonie“
Unter der Leitung von Conrad van Alphen spielt das Orchester Sinfonia Rotterdam Haydns 45. Sinfonie in der Nieuwe Kerk (Neue Kirche) in Den Haag. Das Stück trägt nach einer lustigen Anekdote den Spitznamen „Abschiedssinfonie“. Haydn und seine Musiker wohnten jedes Jahr auf Wunsch von Fürst Nikolaus von Mai bis Oktober im prächtigen Palais Esterházy. Anfang November 1772 verkündete der Fürst sein Vorhaben, noch zwei weitere Monate im Palais zu verbleiben. Die Musiker teilten daraufhin Kapellmeister Haydn mit, dass sie mit dieser erzwungenen Aufenthaltsverlängerung nicht einverstanden waren. Haydn bot als Lösung an, ein Stück zu komponieren, das eine deutliche Botschaft vermittelte: Am Ende des letzten Satzes der Sinfonie sollten die Musiker die Kerzen auf ihrem Pult löschen und nacheinander den Raum verlassen. Fürst Nikolaus verstand die Botschaft: Am nächsten Tag wartete ein Wagen auf die Musiker, um sie nach Hause zu bringen.