00:00
Puccini - Tosca
Im Rahmen der Osterfestspiele 2017 in Baden-Baden bieten Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker ein Konzertprogramm, das von der bekanntesten und wohl auch brillantesten Oper Puccinis inspiriert ist: Tosca. Das Werk wird ohne Frage seinem Ruf gerecht, ist es doch nicht nur ein echtes musikalisches Kunstwerk, sondern obendrein eine fesselnde Geschichte voller Spannung. Die Oper, basierend auf dem italienischen Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa, feierte 1900 im römischen Teatro Costanzi ihre Premiere. Diese Performance wird spektakulär in Szene gesetzt durch das Bühnenbild von Philipp Himmelmann, das der Oper neues Leben haucht. Mit Kristine Opolais als Tosca und Marcelo Álvarez als Mario Cavaradossi.
02:07
Mahler - Sinfonie Nr. 7
Der niederländische Dirigent Bernard Haitink dirigiert die Siebte Sinfonie von Gustav Mahler, gespielt von den Berliner Philharmonikern. Diese Sinfonie für ein großes Orchester wurde mit dem Komponisten selbst als Dirigenten 1908 in Prag uraufgeführt. Innerhalb von wenigen Wochen wurde die Komposition bereits in den Niederlanden und Deutschland aufgeführt, aber dem Publikum gefiel die Sinfonie nicht auf Anhieb. Die Sinfonie, die aus fünf Sätzen besteht, hat einen komplizierten Tonartenplan und es könnte deshalb im Vergleich zu seinen früheren Sinfonien schwerer sein, zuzuhören. Der zweite und vierte Satz der Sinfonie sind von der Nacht inspiriert und werden 'Nachtmusik' genannt. Eine seiner Inspirationsquellen für die Sätze ist 'Die Nachtwache' des Malers Rembrandt. Das Finale der Sinfonie ist so außergewöhnlich lebendig wie sonst keine von Mahlers Sinfonien und endet auf seltsame aber schöne Weise.
03:30
Meisterwerke entdecken - Strawinsky
Die Serie "Meisterwerke Entdecken" enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. Diese Folge der Serie stellt Igor Strawinskys Le Sacre du Printemps (Die Frühlingsweihe) vor. Man findet kaum ein zweites musikalisches Werk, das einen so starken Einfluss hatte bzw. für so viele Kontroversen sorgte wie Igor Strawinskys Ballettpartitur ‚Die Frühlingsweihe‘. Die Premiere des Stücks am 29. Mai 1913 am Théatre des Champs-Elysées in Paris sorgte für einen Skandal. Der angesehene englische Pianist und Musikwissenschaftler Peter Hill erläutert die Gründe und bringt uns Strawinskys dynamische Musik nahe.
04:00
Berlioz - Symphonie fantastique, Op. 14
Unter der Leitung von Dirigent Eduard Topchjan führt das Armenische Nationalphilharmonische Orchester Hector Berlioz' Symphonie fantastique, Op. 14 auf. Berlioz komponierte dieses Stück der Programmmusik im Jahr 1830, als er noch ein Konservatoriumsstudent war. Inspiriert von der unerwiderten Liebe des Komponisten zur irischen Schauspielerin Harriet Smithson, stellt das fünfsätzige Stück die Träume eines jungen Künstlers dar, der nach einer gescheiterten Liebesaffäre eine Überdosis Opium genommen hat. Berlioz verwendete in jedem Satz des Werkes eine Melodie, die die Geliebte des Künstlers darstellt, eine 'idée fixe' (fixe Idee oder Besessenheit). Das Werk ist für ein großes Orchester geschrieben und bietet eine erstaunliche Palette von Instrumentalfarben, darunter Kirchenglocken, eine Oboe, die abseits der Bühne spielt, und Streicher, die mit dem Holz ihres Bogens spielen (col legno). Diese Aufführung wurde 2021 in der Aram Khachaturian Konzerthalle in Jerewan, Armenien, aufgezeichnet.
04:58
IVC 2021 - Halbfinale: Wolf, Debussy u. a.
Die Sopranistin Sophia Burgos (USA, 1991) und der Pianist Daniel Gerzenberg (Deutschland, 1991) spielen Bart Vismans „Vermeers Gold“, „Nixe Binsefuss“ aus Hugo Wolfs „Mörike-Liedern“ und „Die Bekehrte“ aus den „Goethe-Liedern“, „C'est l'extase langoureuse“ aus Claude Debussys „Ariettes oubliées“; „Crépuscule“ aus Gabriel Faurés „La chanson d'Ève“; „Asturiana“ aus Manuel de Fallas „Siete canciones populares españolas“; und „The night in silence under many a star“ aus George Crumbs „Apparition“ beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
Mozart - 19. Klavierkonzert, KV 459
Als er österreichische Kaiser Leopold II 1790 nach Frankfurt reiste, um zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt zu werden, fuhr auch Mozart in die Messe-Stadt, in der Hoffnung, dass ihm die Ehre einer kaiserlichen Audienz oder eines Auftrags für die Krönungsfeier zuteilwürde. Das Ergebnis war niederschmetternd. Antonio Salieri erhielt den Auftrag für die Krönungsoper – für Mozart eine große Enttäuschung. Doch schließlich wurde er doch gebeten, ein Klavierkonzert zu komponieren und es in der Peripherie der Krönungszeremonien aufzuführen. Obwohl es damals so gut wie ignoriert wurde, entstand ein gebührend majestätisches Werk. Bei diesem Konzert wurde auch das 19. Klavierkonzert, KV 459, gespielt. In dieser Folge dirigiert David Zinman die Deutsche Kammerphilharmonie, Solist ist Radu Lupu. Die Aufnahme entstand im Kaisersaal der Münchner Residenz.
06:31
Bach - Brandenburgisches Konzert Nr. 1
J. S. Bachs Reihe der sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist verfasste die Reihe in den Jahren 1711-1720 und widmete sie im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 spielten der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 alle sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten ein. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Bei dieser Aufführung im Spiegelsaal des Köthener Schlosses präsentieren Luks und sein Collegium 1704 Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 1 in F-Dur, BWV 1046. Die Besetzung dieses Konzerts besteht aus Streichern, Holz- und Blechbläsern, mit Soloinstrumenten in jeder Gruppe.