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Händel - Il trionfo del Tempo e del Disinganno
Emmanuelle Haïm dirigiert Le Concert d’Astrée bei einer Darbietung von G. F. Händels zweisätzigem Oratorium „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ („The Triumph of Time and Truth”). Das Stück mit einem Libretto von Benedetto Pamphili wurde 1707 in Rom uraufgeführt. Regisseur Krzysztof Warlikowski hat sich Händels erstem Oratorium, das der Komponist im Alter von nur 22 Jahren schrieb, mit einer tiefgehenden, liebevollen Inszenierung gewidmet. In diesem Oratorium versuchen die Figuren Time und Disillusion, Beauty davon zu überzeugen, Pleasure zugunsten weniger flüchtiger Freuden zu verlassen. Sabine Devieilhe ist eindeutig der Star der Aufführung und beeindruckt mit Technik, Stimmumfang und Timbre. Ihr Duell und ihre Harmonie mit Franco Fagioli sind umwerfend. Weitere Solisten sind Michael Spyres und Sara Mingardo. Aufgezeichnet 2016 beim Festival d’Aix-en-Provence.
02:19
Abbado dirigiert Mahler und Schönberg
Das Programm des Konzerts wird stimmungsvoll mit einem Text von Claudio Abbado zu Schönberg's Pelleas und Melisande eingeleitet. Jede Melodie wird von einer spezifischen Farbe unterstrichen und intensiviert so den Klang der Musik. Insgesamt sind Abbados Mahler-Interpretationen bekannt für ihr unvergleichliches Ausmaß an Sensibilität und Raffinesse. Gemeinsam mit dem weltbesten Jugendorchester - dem Gustav Mahler Jugendorchester (GMJO) - interpretiert Claudio Abbado 2006 im Wiener Musikverein Gustav Mahlers 4. Sinfonie und Arnold Schönbergs Pelleas und Melisande, Op.5.
04:02
Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker
Seit 1972 sind die „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ eine herausragende Institution in der internationalen Musikszene. Ob klassische Musik, Jazz, Tango oder Avantgarde, Hörer auf der ganzen Welt sind unweigerlich von der Vielfalt der einzigartigen und berauschenden Klangfarben fasziniert, die diese zwölf Cellisten erschaffen können. Ihre Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, aus Tiefe und Leichtigkeit, spricht das Publikum aller Altersstufen an. Unter den zeitgenössischen Komponisten, die speziell für "die 12" geschrieben haben, sind Boris Blacher, Jean Françaix, Iannis Xenakis, Arvo Pärt und Tan Dun. Dieser Dokumentarfilm von Enrique Sánchez Lansch porträtiert das Ensemble der 12 Cellisten, seine Geschichte und ihre einzelnen Mitglieder.
05:01
Elgar - Cellokonzert e-Moll, Op. 85
Seit über zwei Jahrzehnten feiert die Berliner Philharmoniker ihre Gründung am 1. Mai mit dem jährlichen Europakonzert, das 2010 in Oxford stattfand. Unter der Leitung von Daniel Barenboim führen das Orchester und die junge amerikanische Cellistin Alisa Weilerstein, die für ihr leidenschaftliches und zugleich präzises Musizieren große Aufmerksamkeit erregt hat, eine atemberaubende Aufführung von Edward Elgars Cellokonzert, Op. 85, auf.
05:32
Chopin - Polonaise-Fantasie, op. 61
Die in der Ukraine geborene Pianistin Inna Faliks spielt Frederic Chopins Polonaise-Fantaisie Op. 61. Aufgenommen in der Nicols Concert Hall in Evanston, Illinois, USA. Faliks hat sich als eine der kommunikativsten und poetischsten Künstlerinnen ihrer Generation etabliert. Die Polonaise-Fantaise widmete Chopin Mme. A. Veyret, geschrieben und veröffentlicht wurde sie 1846.
06:00
German Brass - Bach on Brass
Das German Brass Ensemble spielt eine Auswahl der beliebtesten Bach-Melodien in hinreißenden Blechbläser-Arrangements. Das Konzert ist eine Liveaufnahme aus der wunderbaren Leipziger Thomaskirche und umfasst zeitlose Werke des legendären Komponisten wie Toccata und Fuge in d-Moll, Adagio in g-Moll und Jesus bleibet meine Freude. Das German Brass gehört zu den berühmtesten Brass Ensembles unserer Zeit und besteht aus Musikern der besten Orchester in Deutschland, unter anderem den Berliner und Münchner Philharmonikern. Die Komplettansicht der Kirche, für die Bach die meisten seiner Werke schrieb, und ihre hervorragende Akustik machen diese hochmoderne Aufnahme zu einem wahren Spektakel für Auge und Ohren – und einem perfekten Erlebnis von Bachs Musik.
07:00
Mendelssohn - Violinkonzert e-Moll, Op. 64
Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker bei der 2016er Ausgabe des Europakonzerts. Diesmal fiel die Wahl auf die wunderschöne Barock-Kirche von Røros, einer norwegischen Bergbaustadt, deren gut erhaltene, pittoreske Altstadt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe macht. Die begabte norwegische Geigerin Vilde Frang ist die Starsolistin in Mendelssohns melodischem Violinkonzert Op. 64, welches sie mit Wärme, Eleganz und müheloser Virtuosität spielt.
07:29
Werke von Beethoven und Saint-Saëns
Im Mai und Juni 2021 feierte die argentinische Starpianistin Martha Argerich ihren 80. Geburtstag mit Musik im Château de Chantilly, Frankreich. Bei diesem Konzert, das Teil des Festivals Les Coups de Cœur de Chantilly ist, wird Argerich von drei ihr nahestehenden Musiker begleitet: dem Cellisten Mischa Maisky, dem Geiger Maxim Vengerov und dem Pianisten Iddo Bar-Shaï. Sie treten mit dem Orchester Les Siècles unter der Leitung des rumänisch-österreichischen Dirigenten Ion Marin auf. Zuerst steht Ludwig van Beethovens Tripelkonzert in C-Dur, Op. 56, auf dem Programm, mit den Solisten Argerich, Vengerov und Maisky. Dieses Werk, 1803 komponiert, ist das einzige Konzert, das Beethoven für mehr als ein Soloinstrument schrieb. Es folgt Camille Saint-Saëns' musikalische Suite Der Karneval der Tiere (Le carnaval des animaux), mit Argerich und Bar-Shaï als Pianisten. Diese Suite, 1886 komponiert, besteht aus 14 Sätzen, die verschiedene Tiere darstellen. Das Werk wurde erst 1922, ein Jahr nach Saint-Saëns' Tod, veröffentlicht, da der Komponist befürchtete, seine humorvollen Tierminiaturen könnten sein Image als ernsthafter Komponist schädigen. Diese Aufführung wurde am 4. Mai 2021 im Château de Chantilly aufgezeichnet.
08:34
Grieg - Streichquartett in g-Moll, op. 27
Das Cuarteto Mendelssohn de BP, in seiner Besetzung von 2018 mit den Geigerinnen Olga Artyugina und Eva Rabchevska, der Bratschistin Bella Chic und dem Cellisten Hayk Sukiasyan, führt Edvard Griegs Streichquartett in g-Moll, Op. 27 auf. Vollendet im Jahr 1878, ist es Griegs zweiter Versuch in diesem Genre. Sein erstes Streichquartett aus den frühen 1860er Jahren ging verloren, und das dritte blieb bei seinem Tod unvollendet. Grieg basierte das Hauptthema des Quartetts auf dem Lied „Spillemaend“ (Spielmänner, aus Sechs Lieder, Op. 25), das in allen vier Sätzen erscheint. Diese Aufführung wurde am 17. Mai 2018 im Auditorio Sony der Musikschule Reina Sofía in Madrid, Spanien, aufgenommen.
09:12
Napoli - die vergessene Hauptstadt der Musik I
Die italienische Stadt Neapel bietet seit Jahrhunderten bemerkenswert fruchtbaren Boden für künstlerische Innovationen aller Art. Die Präsenz der königlichen oder vizeköniglichen Höfe der Vergangenheit, die Ausübung der Musik in Kirchen, Bruderschaften und karitativen Einrichtungen, die finanzielle Unterstützung durch wohlhabende Bürger und die Beliebtheit von Gesang und Tanz im öffentlichen Leben sorgten dort einst für eine außerordentlich vielfältige Musiklandschaft.