01:00
Verdi - Nabucco
Der israelische Dirigent Daniel Oren leitet das Orchester der Arena di Verona in einer großartigen Interpretation von Giuseppe Verdis Nabucco von 2017. Verdis dritte Oper - und sein erster echter Erfolg - wurde 1842 für das Teatro alla Scala in Mailand kreiert, dem damaligen Epizentrum des "Risorgimento" und Hauptstadt des italienischen Nationalismus zu einem Zeitpunkt an dem die Verfechter der italienischen Unabhängigkeit von der österreichischen Besetzung sich nach und nach Gehör verschafften. Ein Auszug aus Va, pensiero, sull'ali dorate (deutsch: "Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen"), den die Juden im dritten Akt singen, nachdem sie durch Nabuchodonosor aus Babylon verbannt wurden und um ihre Heimat trauern, fand schnell Anklang unter den italienischen Nationalisten und gilt seitdem als Symbol der italienischen Nationalidentität. Daniel Oren gilt als echter Kenner Verdis und gern gesehener Gast der Arena di Verona. Er dirigiert dieses "lyrisch epische Werk", das den Italienern so sehr am Herzen liegt, mit großem Elan. Unter den Solisten sind George Gagnidze, Susanna Branchini, Nino Surguladze, Rubens Pelizzari und Stanislav Trofimov. Diese Aufnahme entstand während einer Aufführung 2017 in der Arena di Verona.
03:18
The Galileo Project: Musik der Spheren
Das Tafelmusik Baroque Orchestra, auch unter dem einfachen Namen Tafelmusik bekannt, ist ein aus Toronto stammendes, kanadisches Barockorchester, das sich auf Alte Musik spezialisiert hat. Die Violinistin Jeanne Lamon leitet das Ensemble. Anlässlich des The Galileo Project spielt das Tafelmusik Baroque Orchestra Musik von Monteverdi, Vivaldi, Bach und Händel. Die Performance wird visuell mit beeindruckenden Bildern des Hubble Telescope, der NASA und diverser kanadischer Astronomen untermalt. Verlieren Sie sich in dieser Performance, die mit dank einer Verschmelzung von Kunst, Wissenschaft und Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts an Galileos erste öffentliche Präsentation des Teleskops erinnert. Der Schauspieler Shaun Smyth begleitet das Ganze als fesselnder Erzähler, währen die Musiker sich auf einer zauberhaften Bühne von Marshall Pynkoski aufhalten. Kreiert von Alison Mackay.
04:38
Heavenly Voices – Farinellis Vermächtnis
Der Dokumentarfilm "Heavenly Voices - Farinellis Vermächtnis" (2012) erzählt die Geschichte der Kastraten in der Musik. Kastraten sind, beziehungsweise waren männliche Sänger, die in jungen Jahren kastriert wurden, um ihren hohen Stimmumfang zu erhalten - eine grausame Praxis, die vor allem im 17. und 18. gebräuchlich war. Zwei Jahrhunderte lang zogen die Darbietungen der Kastraten das europäische Publikum in ihren Bann, und erfolgreiche Kastraten wie Farinelli gehörten zu den einflussreichsten und bestverdienenden Musikern ihrer Zeit. Heute werden Rollen, die ursprünglich für Kastraten geschrieben wurden, oft von Countertenören gesungen. In diesem Dokumentarfilm sprechen die Countertenöre Max Emanuel Cenčić, Philippe Jaroussky, Andreas Scholl, Franco Fagioli und Jochen Kowalski über die Opernunterhaltung im Barock. Heavenly Voices" ist ein Film von Gino Pennacchi (Buch) und Alessandro Scillitani (Regie).
05:30
Mozart - 38. Sinfonie, KV, 504
In diesem Konzert aus dem Jahr 2020, das im Gewandhaus in Leipzig aufgezeichnet wurde, nimmt uns Herbert Blomstedt als Dirigent des Gewandhausorchesters mit auf eine musikalische Reise in die Tschechische Republik. Das Programm beginnt mit der Sinfonie in D-Dur, op. 23, des böhmischen Komponisten Jan Václav Hugo Voríšek (1791–1825). Das 1821 komponierte Werk ist die einzige Sinfonie des Komponisten. Obgleich die Komposition zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt wurde, ist sie heute eines seiner meistgespielten Werke. Weiter geht es mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 38 in D-Dur, KV 504. Das Werk wurde 1787 in der tschechischen Hauptstadt uraufgeführt, als der Komponist die Stadt besuchte, und wird daher oft als „Prager Sinfonie“ bezeichnet.
06:09
Chopin - Polonaise-Fantasie, op. 61
Die in der Ukraine geborene Pianistin Inna Faliks spielt Frederic Chopins Polonaise-Fantaisie Op. 61. Aufgenommen in der Nicols Concert Hall in Evanston, Illinois, USA. Faliks hat sich als eine der kommunikativsten und poetischsten Künstlerinnen ihrer Generation etabliert. Die Polonaise-Fantaise widmete Chopin Mme. A. Veyret, geschrieben und veröffentlicht wurde sie 1846.