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Delibes - Lakmé
Frédéric Chaslin leitet das Orchester und den Chor der Opéra Royal de Wallonie-Liège in einer Aufführung von Léo Delibes' tragischen Oper Lakmé (1883). Geschrieben nach einem Libretto von Edmond Gondinet und Philippe Gille, spielt die Oper im britischen Indien des neunzehnten Jahrhunderts. Sie erzählt die Geschichte von Lakmé, der Tochter des Brahmanenpriesters Nilakantha, die sich in den britischen Offizier Gérald verliebt. Doch ihr Vater entdeckt, dass der Offizier ihr heiliges Land betreten hat, und schwört Rache an ihm. Wie viele seiner Zeitgenossen war Delibes von der Exotik fasziniert, die Aspekte fremder Länder und Kulturen heraufbeschwört, in der Tradition von Georges Bizet Les Pêcheurs de perles (1863) und Camille Saint-Saëns Samson et Dalila (1877). Delibes' Oper enthält das berühmte „Blumenduett“, gesungen von Lakmé und ihrer Dienerin Mallika, während sie am Fluss Blumen pflücken, sowie die wunderbare Koloraturarie „Air des Clochettes“. Zu den Solisten gehören Jodie Devos, Philippe Talbot, Lionel Lhote, Pierre Doyen und Marion Lebègue. Diese Produktion wurde 2022 an der Opéra Royal de Wallonie in Lüttich, Belgien, aufgezeichnet.
02:32
Mahler - Das Lied von der Erde
Der in Russland geborene Dirigent Semjon Bytschkow leitet das Sinfonieorchester Köln in einer Aufführung von Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ (1908). Die Mezzosopranistin Waltraud Meier und der Tenor Torsten Kerl sind die Solisten in der Aufnahme aus der Kölner Philharmonie aus dem Jahre 2001. „Das Lied von der Erde“ ist ein sinfonischer Liederzyklus für zwei Stimmen und ein großes Orchester. Der Zyklus besteht aus sechs Sätzen, die jeweils zwischen den zwei Solisten wechseln. Die Sätze sind Vertonungen alter chinesischer Gedichte, wie sie Hans Bethge (1876–1946) für „Die chinesische Flöte“ nachgedichtet hatte. Der Komponist war fasziniert von der Vision irdischer Schönheit und Vergänglichkeit, die in diesen Gedichten zum Ausdruck kam.
03:42
Meisterwerke entdecken - Konzert für Orchester
Mit der Serie "Meisterwerke Entdecken" präsentieren wir audiovisuelle Konzertführer der großen Meisterwerke der klassischen Musik. Die Serie enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. In der heutigen Dokumentation geht es um Bela Bartoks ‚Konzert für Orchester‘. Dieses Stück gehört zu den am häufigsten aufgeführten Werken des 20. Jahrhunderts. Pierre Boulez erläutert, wie er diese Komposition mit den Berliner Philharmonikern interpretierte. Außerdem beschreibt er seine Faszination vor dem Hintergrund von Bartoks Biografie.
04:10
Mahler - Symphony No. 4
Das Programm des Konzerts wird stimmungsvoll mit einem Text von Claudio Abbado zu Schönberg's Pelleas und Melisande eingeleitet. Jede Melodie wird von einer spezifischen Farbe unterstrichen und intensiviert so den Klang der Musik. Insgesamt sind Abbados Mahler-Interpretationen bekannt für ihr unvergleichliches Ausmaß an Sensibilität und Raffinesse. Gemeinsam mit dem weltbesten Jugendorchester - dem Gustav Mahler Jugendorchester (GMJO) - interpretiert Claudio Abbado 2006 im Wiener Musikverein Gustav Mahlers 4. Sinfonie und Arnold Schönbergs Pelleas und Melisande, Op.5.
05:07
IVC 2021 - Halbfinale: Brahms, Britten u. a.
Sopranistin Vassia Alati (Niederlande/Griechenland, 1992) und Pianist Yuto Kiguchi (Japan, 1989) präsentieren „C'est l'extase langoureuse“ aus Claude Debussys ‚Arriettes oubliées‘, L. 63, und „Fantoches“ aus Debussys ‚Fêtes galantes‘, L. 86; Bart Vismans ‚Het goud van Vermeer‘; „Lerchengesang“ aus Johannes Brahms ‚Vier Gesänge‘, Op. 70; Franz Schuberts ‚Gruppe aus dem Tartarus‘, Op. 24, Nr. 1, D. 583; „Jetzt fallen die Blätter schnell“ aus Benjamin Brittens ‚Auf dieser Insel‘, Op. 11; und „I gria zoi“ (Altes Mutterleben) aus Manolis Kalomiris Mayovotana (Zauberkräuter), zum Halbfinale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2021 – Lied-Duett. Diese Aufführung wurde im Het Noordbrabants Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
At Home with Bach
Klaus Mertens und Ton Koopman schaffen mit ihrem Programm „At Home with Bach“ („Mit Bach zu Hause“) eine gesellige Stimmung und präsentieren Werke aus „Schemellis Gesangbuch”, „Notenbuch der Anna Magdalena”, „Andreas Bach-Buch” und „Clavierübungen III”.
07:00
Mozart - 3. Violinkonzert, KV. 216
Jedes Jahr wird das Europakonzert von den Berliner Philharmonikern in einem bekannten Konzertsaal oder an einem besonderen Ort veranstaltet. Das diesjährige Konzert wird in der prächtigen Royal Albert Hall in London aufgeführt. Der niederländische Dirigent Bernard Haitink beginnt mit Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre aus "Romeo und Julia". Das zweite Stück ist Wolfgang Amadeus Mozarts berühmtes Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216 mit dem deutschen Violinsten Frank Peter Zimmermann. Während seiner Karriere spielte dieser mit vielen berühmten Orchestern und Dirigenten, wie dem Boston Symphony Orchestra und Mariss Jansons. Zimmermann hat eine große Leidenschaft für Kammermusik und spielt viele Liederabende mit dem italienischen Pianisten Enrico Pace. Das Konzert schließt mit Strawinskys „Frühlingsopfer“ ab, das der Komponist 1913 für Sergei Diaghilevs Ballets Russes schrieb. Die Premiere sorgte aufgrund der avantgardistischen Natur der Musik und der Choreographie des Stückes für viel Aufsehen und Furore beim Publikum. Das „Frühlingsopfer“ gilt heute als eines der Meisterwerke der klassischen Musikgeschichte und hat viele Komponisten des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Zugabe ist Tschaikowskys Blumenwalzer aus dem Nussknacker.
07:23
Vokale Barockwerke von Cavalli, Strozzi und Bembo
Der argentinische Dirigent und Cembalist Leonardo García Alarcón führt sein Ensemble „Cappella Mediterranea“ durch ein Programm italienischer Barockmusik. Das Ensemble spielt einige der schönsten Barockstücke von Francesco Cavalli, dem berühmten Komponisten aus dem Venedig des 18. Jahrhunderts, sowie zwei seiner bekannten Schüler, Barbara Strozzi und Antonia Bembo, auf. Es singt die argentinische Sopranistin Mariana Flores. Auf dem Programm stehen „Mira questi due lumi“ aus Cavallis „Le nozze di Teti e di Peleo“, „Dimmi, Amor, che farò“ aus L'Oristeo, „Sinfonia della notte“ aus L’Egisto und „E vuol dunque Ciprigna“ aus Ercole Amante. Weiter hören wir „M’ingannasti in verità“ aus Bembos „Produzioni armoniche consacrate a Luigi XIV“, Strozzis „Sino alla morte“, „Che si può fare“, „Lagrime mie“, „L’amante segreto“ und „È Pazzo il moi core“. Von Biagio Marini hören wir „La Romanesca“, von Tarquinio Merula die „Aria Sopra La Cieccona“ und von Dario Castello die „Sonata Seconda“. Aufgenommen wurde das Konzert am 26. August 2020 in der wunderbaren Église Notre-Dame in Sablé-sur-Sarthe (Frankreich).
08:37
IVC 2021 - Halbfinale: Schubert, Ullmann u. a.
Die Sopranistin Ana Carolina Coutinho (Brasilien, 1993) und die Pianistin Megumi Kuroda (Japan, 1989) spielen Franz Schuberts „Die Blumensprache“, D. 519; „Sonnenuntergang“ aus Viktor Ullmanns „Drei Hölderlin-Liedern“; „Verschwiegene Liebe“ aus Hugo Wolfs „Eichendorff-Liedern“; „Il vole“ und „Fleurs“ aus Francis Poulencs „Fiançailles pour rire“, FP 101; „Wasserrose“ aus Richard Strauss‘ Mädchenblumen, Op. 22; Kōsaku Yamadas 風に乗せてうたへる春の歌八章; たたえよ、しらべよ、歌いつれよ;und Bart Vismans „Vermeers Gold“ beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum in ’s-Hertogenbosch, Niederlande, aufgezeichnet.
09:00
Meisterwerke entdecken - Brandenburgische Konzerte
Mit der Serie "Meisterwerke Entdecken" präsentieren wir audiovisuelle Konzertführer der großen Meisterwerke der klassischen Musik. Die Serie enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. Diese Folge der Serie stellt die Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach (1685-1750) vor. Musikbeispiele mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Gottfried von der Goltz. Bachs sechs Brandenburgische Konzerte zählen zu den Favoriten jedes Barock-Fans. Sie sind fester Bestandteil des internationalen Repertoires und spielen auch eine wichtige Rolle in der Musikerziehung. Pianist und Bach-Experte Robert Levin erläutert die Konzerte.