00:00
Verdi - Messa da Requiem
Roberto Abbado dirigiert die Filarmonica Arturo Toscanini, den Coro del Teatro Regio di Parma und vier Gesangssolisten in einer herausragenden Aufführung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem, aufgezeichnet im Parco Ducale di Parma in Italien während des Festival Verdi 2020. Die Solisten sind Sopranistin Eleonora Buratto, Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili, Tenor Giorgio Berrugi und Bass Roberto Tagliavini. Als 1868 sein Komponistenkollege Gioachino Rossini starb, schlug Verdi vor, eine „Messa per Rossini“ zu dessen Ehren zu komponieren, die von ihm selbst und mehreren anderen italienischen Komponisten geschrieben werden sollte. Verdi schrieb den abschließenden Satz, „Libera me“. Als die Premiere abgesagt wurde, wurde das Projekt auf Eis gelegt. Als einige Jahre später der italienische Dichter Alessandro Manzoni verstarb, nahm Verdi seinen Plan wieder auf, ein Requiem zu komponieren – diesmal zu Ehren des Dichters, den er so sehr bewunderte. Als Opernkomponist wusste Verdi besser als jeder andere, wie man das Werk dramatisch gestaltet, was in der überarbeiteten Version seines „Libera me“ deutlich wird. Besonders herausragend ist das berühmte, kraftvolle „Dies Irae“, das die Schrecken des Jüngsten Gerichts darstellt.
01:32
Waldbühne Berlin - American Night
Leonard Bernstein mit der Ouvertüre von "Candide", Prelude, Fuge und Riffs; George Gershwin „Rhapsody in Blue“; Auszüge aus "Porgy and Bess"
02:58
Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker
Seit 1972 sind die „12 Cellisten der Berliner Philharmoniker“ eine herausragende Institution in der internationalen Musikszene. Ob klassische Musik, Jazz, Tango oder Avantgarde, Hörer auf der ganzen Welt sind unweigerlich von der Vielfalt der einzigartigen und berauschenden Klangfarben fasziniert, die diese zwölf Cellisten erschaffen können. Ihre Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor, aus Tiefe und Leichtigkeit, spricht das Publikum aller Altersstufen an. Unter den zeitgenössischen Komponisten, die speziell für "die 12" geschrieben haben, sind Boris Blacher, Jean Françaix, Iannis Xenakis, Arvo Pärt und Tan Dun. Dieser Dokumentarfilm von Enrique Sánchez Lansch porträtiert das Ensemble der 12 Cellisten, seine Geschichte und ihre einzelnen Mitglieder.
03:57
Mahler - Symphony No. 4
Das Programm des Konzerts wird stimmungsvoll mit einem Text von Claudio Abbado zu Schönberg's Pelleas und Melisande eingeleitet. Jede Melodie wird von einer spezifischen Farbe unterstrichen und intensiviert so den Klang der Musik. Insgesamt sind Abbados Mahler-Interpretationen bekannt für ihr unvergleichliches Ausmaß an Sensibilität und Raffinesse. Gemeinsam mit dem weltbesten Jugendorchester - dem Gustav Mahler Jugendorchester (GMJO) - interpretiert Claudio Abbado 2006 im Wiener Musikverein Gustav Mahlers 4. Sinfonie und Arnold Schönbergs Pelleas und Melisande, Op.5.
04:53
IVC 2021 - Halbfinale: Fauré, Wolf u. a.
Sopranistin Alisa Fedorenko (Russland, 1999) und Pianist Evgenii Sergeev (Russland, 1986) präsentieren „Mandoline“ und „À Clymène“ aus Gabriel Faurés ‚Cinq melodies‘ „de Venise“, Op. 58; „Lied der Delphine“ aus Franz Schuberts ‚Zwei Szenen aus dem Schauspiel‘ „Lacrimas“, D. 857; „Son“ (A dream) aus Sergej Rachmaninows ‚Sechs Romanzen‘, Op. 38; „Elfenlied“ aus Hugo Wolfs Mörike-Liedern; „Staccato“ aus Rodion Shchedrins ‚Three solfege exercises‘; und Bart Vismans ‚Vermeers Gold‘, zum Halbfinale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2021 – Lied-Duett. Diese Aufführung wurde im Het Noordbrabants Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
Mozart - 35. Sinfonie, K. 385
Claudio Abbado dirigiert die Berliner Philharmoniker in einer Performance von Mozarts 35. Sinfonie, K. 385, auch bekannt unter dem Titel "Haffner". Die Aufnahme entstant 1991, bei dem allerersten Europakonzert in der Smetana Hall in Prag. Mozart komponierte das Stück im Jahre 1782 ursprünglich als Serenade für die Familie Sigmund Haffners, einem Kindheitsfreund des Komponisten aus Salzburg. Der Komponist nahm im darauffolgenden Jahr einige Abänderungen vor, fügte einige Instrumente hinzu und dirigierte selbst die Premiere des viersätzigen Stückes am 23. März 1783 in Wien. Die "Haffner" Sinfonie, ist repräsentativ für eine Übergangsphase in Mozarts Werk. Sie war als Musik für Salzburger Feierlichkeiten vorgesehen und wurde für das Publikum in Wien zu einer Sinfonie abgeändert.
06:22
Strawinsky - Le Sacre - I. L'Adoration de la Terre
Jedes Jahr wird das Europakonzert von den Berliner Philharmonikern in einem bekannten Konzertsaal oder an einem besonderen Ort veranstaltet. Das diesjährige Konzert wird in der prächtigen Royal Albert Hall in London aufgeführt. Der niederländische Dirigent Bernard Haitink schließt mit Strawinskys „Frühlingsopfer“ ab, das der Komponist 1913 für Sergei Diaghilevs Ballets Russes schrieb. Die Premiere sorgte aufgrund der avantgardistischen Natur der Musik und der Choreographie des Stückes für viel Aufsehen und Furore beim Publikum. Das „Frühlingsopfer“ gilt heute als eines der Meisterwerke der klassischen Musikgeschichte und hat viele Komponisten des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Zugabe ist Tschaikowskys Blumenwalzer aus dem Nussknacker.
06:38
Bach - Partiten für Violinsolo (BWV 1001-1006)
Gidon Kremers Wiederkehr zu J. S. Bachs Partiten ist ein außergewöhnliches Ereignis. Kremers erste Aufnahmen dieser Werke wurde vor nahezu einem Vierteljahrhundert veröffentlicht. In dieser Aufnahme von 2006 stellte sich Gidon Kremer erneut einer der wohl größten Herausforderungen eines jeden Pianisten: Bachs "Sonaten und Partiten für Violine solo" (BWV 1001-1006), die Kremer selbst als das "Himalaya-Gebirge" der Geigenmusik bezeichnet. Mit diesen Musikstücken ist es Bach gelungen, das technische Potential der Geige als Soloinstrument zu manifestieren. Die Partiten dienten später als Ausgangsform für etliche Solo-Violinstücke ganzer Generationen von Komponisten. Die Performance zeigt deutlich Kremers einzigartigen Sinn für Spontaneität und seine Bereitschaft, Risiken einzugehen. Dennoch ist stets der Sinn für Struktur des einmaligen Künstlers zu spüren, der sowohl der polyfonen Bandbreite der Kompositionen, als auch deren Nebeneinanderstellung von tänzerischen Elementen und innewohnender Tiefgründigkeit gerecht wird.
07:52
IVC 2021 - Halbfinale: Ives, Brahms u. a.
Bassbariton Matthias Hoffmann (Österreich, 1991) und Pianistin Lisa Ochsendorf (Deutschland, 1991) präsentieren ‚A. Sehr angenehm' aus Charles Ives Lied ‚Memories‘; ‚Nachtwanderer‘ aus Hans Erich Pfitzners ‚Fünf Lieder‘, Op. 7; ‚Nacht‚‘ aus Hans Sommers ‚Zehn Lieder‘, Op. 9; ‚Da unten im Tale‘ aus Johannes Brahms ‚Deutsche Volkslieder‘, WoO. 33; Henri Duparcs ‚Chanson triste‘; Bart Vismans ‚Vermeers Gold‘; ‚La maîtresse volage‘ aus Francis Poulencs ‚Chansons gaillardes‘, FP 42; Franz Schuberts ‚Gruppe aus dem Tartarus‘, Op. 24, No. 1, D. 583; ‚Na smert' chizhika‘ (On the death of a linnet) aus Sergei Rachmaninoff's ‚Zwölf Romanzen‘, Op. 21; und ‚Sprich, Scheherazade' aus Moritz Eggerts ‚Neue Dichter Lieben‘ zum Halbfinale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2021 – Lied-Duett. Diese Aufführung wurde im Het Noordbrabants Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
08:16
Dokumentarfilm 2017
Dieser kurze Dokumentarfilm folgt den Teilnehmern des 11. Franz Liszt Klavierwettbewerbs, veranstaltet 2017 im TivoliVredenburg, Utrecht. Der Wettbewerb präsentiert und unterstützt aktiv talentierte Pianisten aus aller Welt. Dadurch hat er sich als eine Verantaltung etabliert, die vielen jungen Musikern berufliche Türen öffnet. Der internationale Franz Liszt Wettbewerb fand erstmals 1986 in der Niederlande statt und gilt seither als einer der bedeutendsten Klavierwettbewerbe der Welt.
08:59
Grieg - Klavierkonzert in a-Moll, Op. 16
Dirigent Jan Latham-Koenig leitet das Flanders Symphony Orchestra mit einer Aufführung von Edvard Griegs Klavierkonzert in A-Moll, Op. 16. Der französische Pianist Pascal Amoyel tritt als Solist auf. Grieg komponierte das Werk 1868 und ließ sich dabei von der norwegischen Volksmusik inspirieren. Es ist das einzige Konzert des Komponisten. Die Uraufführung fand am 3. April 1869 in Kopenhagen, Dänemark, mit Edmund Neupert als Solist statt und wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die norwegische Premiere folgte wenige Monate später. Diese Aufführung wurde am 21. April 2016 im Concertgebouw Brugge, Belgien, aufgezeichnet.
10:01
Penderecki - Sinfonie 'Sieben Tore Jerusalems'
Einer der größten Komponisten des späten 20. Jahrhunderts, Krzysztof Penderecki, dirigiert das Prague Radio Symphony Orchestra und den Chor des Slovak Philharmonic in einem Konzert seiner siebten Sinonie: “Die sieben Tore Jerusalems". Das Werk zeugt von einer introperspektivischen Reflektion des Komponisten über den Glauben und ist der Stadt Jerusalem gewidmet. Es basiert auf einem Libretto des Alten Testamentes und wurde für Solisten, Chor und Orchester komponiert. Um seiner Kreativität und künstlerischer Intention ganz Ausdruck zu verleihen, macht Penderecki Gebrauch von ungewöhnlichen Instrumenten: dem Tubafon, diversen selbsterfundenen Schlaginstrumenten und dem Shofar, einem uralten religiösen Instrument des Judentums. Die Solisten des Konzertes sind Iwona Hossa (Sopran), Karolina Sikora (Sopran), Anna Lubanska (Mezzosopran), Adam Zdunikowsk (Tenor), Piotr Nowacki (Bass) und David Švehlík (Sprecher). Aufgenommen 2017 in der Smetana Hall in Prag.
11:32
Klavierwerke von Rachmaninoff, Beethoven, Glazunov
Der russische Pianist Nikolay Lugansky wird weltweit für seine Interpretationen von Sergei Rachmaninoff gelobt. In diesem wunderbaren Rezital präsentiert der großartige Pianist eine Auswahl an Werken des russischen Romantik-Komponisten sowie Kompositionen von Ludwig van Beethoven und Alexander Glazunov. Das Programm beginnt mit Beethovens Klaviersonate Nr. 14 in C-Moll, Op. 27 Nr. 2, 'Mondschein', gefolgt von Alexander Glazunovs Klaviersonate Nr. 2 in E-Moll, Op. 75. Danach spielt Lugansky eine Auswahl an Werken von Rachmaninoff: Rachmaninoffs Klaviertranskription von J. S. Bachs Partita Nr. 3 in E-Dur; eine Auswahl an Études-Tableaux (Nr. 1, 2, 4 und 8, Op. 33, und Nr. 5 und 6, Op. 39); Flieder (Op. 21, Nr. 5); Präludium in C-Moll, Op. 23 Nr. 7; und Rachmaninoffs Transkription von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Wiegenlied (Op. 16 Nr. 1). Diese Aufführung wurde am 4. Juni 2021 in der Tschaikowski-Konzerthalle in Moskau, Russland, aufgezeichnet.
13:02
Documentary: Gianandrea Noseda
Although the great Italian composer Giuseppe Verdi applied unsuccessfully to study at the Milan Conservatory, this renowned college of music was eventually named after him. Today, the ‘Conservatorio Giuseppe Verdi’ counts numerous successful musicians among its alumni: from Giacomo Puccini, Alfredo Catalani, Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Luigi Einaudi and Daniele Gatti, to Gianandrea Noseda. The acclaimed conductor Noseda (*1964) is one of the most important conductors of his generation. Recently, he taught a conducting masterclass at his alma mater for promising students from all over the world. For three days, Noseda joined forces with a hand-picked group of students to work on a varied concert programme. This documentary shows you these young, talented musicians rehearse compositions by Mozart, Tchaikovsky, and Stravinsky under the enthusiastic guidance of Maestro Gianandrea Noseda himself.
13:38
Villa-Lobos - 17. Streichquartett
Das Quarteto Radamés Gnattali spielt Heitor Villa-Lobos' 17. Streichquartett. Das Quartett, bestehend aus Carla Rincón (Violine), Francisco Roa (Violine), Fernando Thebaldi (Viola) und Hugo Pilger (Cello), wurde 2006 gegründet und ist auf brasilianische Musik und pädagogische Aktivitäten spezialisiert. Ihre Aufnahme des kompletten Satzes der Villa-Lobos-Streichquartette wurde ein großer Erfolg und erhielt großes Lob von der internationalen Musikpresse. Abgesehen von den Bachianas Brasileiros ist Heitor Villa-Lobos außerhalb Lateinamerikas wenig bekannt. Nicht nur als Komponist, sondern auch als hoch angesehener Dirigent und Pädagoge in seiner Heimat Brasilien hat Villa-Lobos neben Opern, Sinfonien, Konzerten, Klavier- und Chormusik auch 17 Streichquartette komponiert. Dieses Konzert wurde augenommen im Palácio das Laranjeiras, Rio de Janiero, Brasilien.