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Händel - Il trionfo del Tempo e del Disinganno
Emmanuelle Haïm dirigiert Le Concert d’Astrée bei einer Darbietung von G. F. Händels zweisätzigem Oratorium „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ („The Triumph of Time and Truth”). Das Stück mit einem Libretto von Benedetto Pamphili wurde 1707 in Rom uraufgeführt. Regisseur Krzysztof Warlikowski hat sich Händels erstem Oratorium, das der Komponist im Alter von nur 22 Jahren schrieb, mit einer tiefgehenden, liebevollen Inszenierung gewidmet. In diesem Oratorium versuchen die Figuren Time und Disillusion, Beauty davon zu überzeugen, Pleasure zugunsten weniger flüchtiger Freuden zu verlassen. Sabine Devieilhe ist eindeutig der Star der Aufführung und beeindruckt mit Technik, Stimmumfang und Timbre. Ihr Duell und ihre Harmonie mit Franco Fagioli sind umwerfend. Weitere Solisten sind Michael Spyres und Sara Mingardo. Aufgezeichnet 2016 beim Festival d’Aix-en-Provence.
02:21
Mozart – Große Messe in c-Moll, K. 427
Diese Ausgabe von Mozarts c-Moll-Messe, KV 427 von der Gächinger Kantorei Stuttgart, dem Bach-Collegium Stuttgart und dem Dirigenten Helmuth Rilling wurde im Rittersaal des Schlosses Wolfegg aufgenommen. Solisten sind Ibolya Verebics, Andrea Rost, Uwe Heilmann und Daniel Lichti. Nachdem Wolfgang Amadeus Mozart am 4. August 1782 Constanze Weber geheiratet hatte, versprach er, ihr zu Ehren eine Messe zu komponieren. Er wollte, dass die Messe während des Besuchs der Jungvermählten bei Mozarts Vater in Salzburg aufgeführt wird. Im Januar 1783 schrieb Mozart an seinen Vater, dass seine Messe in c-Moll, die 'Grosse Messe', halb fertig sei, aber als er im Juli des gleichen Jahres in Salzburg ankam, war die Messe noch unvollständig. Die Messe wurde nie beendet. Die Teile der Messe, die Mozart komponieren hatte (Kyrie und Gloria), wurden am 26. Oktober 1783 in Salzburg uraufgeführt, mit Constanze als Solosopranistin.
03:23
Schumann - Sinfonie Nr. 1 in B-Dur
Der deutsche Dirigent Christian Zacharias leitet das Orchestre national de Lille bei einer Aufführung von Robert Schumanns Sinfonie Nr. 1 in B-Dur, Op. 38, auch bekannt als die 'Frühlingssinfonie'. Dieses optimistische Werk wurde 1841 geschrieben und ist die meistaufgeführte seiner vier Sinfonien. Dieses Konzert wurde am 16. Juni 2017 im Auditorium du Nouveau Siècle in Lille, Frankreich, aufgezeichnet.
03:59
Brahms - 3. Violinsonate, op. 108
In diesem wunderbaren Konzert aus der Kirche der schweizer Stadt Verbier vereinen der griechische Violinspieler Leonidas Kavakos und die chinesische Pianistin Yuja Wang ihre musikalischen Kräfte in einer Interpretation dreier Sonaten von Johannes Brahms. Leonidas Kavakos wurde 1985 durch seine Teilnahme und Erstplatzierung beim prestigevollen International Jean Sibelius Violin-Wettebwerb bekannt. Gemeinsam mit Yuja Wang, die selbst im jungen Alter bereits eine erfahrene Musikerin ist, schafft er ein eindrucksvolles Konzert der Kammermusik. Teil des Programmes sind Brahms 1. Sonate für Klavier und Geige, in G-Dur, Op. 78, auch die "Regensonate" genannt, 2. Sonate für Klavier und Geige in A-Moll, Op. 100, die"Thuner Sonate", die ein musikalisches Porträt des schweizerischen Thunersee malt. Das Konzert endet mit einem feurigen Abschluss: Brahms 3. Sonate für Klavier und Geige in d-Dur, Op. 108.
04:29
Tschaikowski - Der Sturm - Fantasia, Op. 18
Das Vasa-Museum in Stockholm, faszinierend und einzigartig aufgrund seiner Lage, seiner Besonderheit und seiner Geschichte, zeigt die Vasa – eine Galeone aus dem 17. Jahrhundert –, die auf ihrer Jungfernfahrt 1628 gekentert und gesunken ist. Mehrere vergebliche Versuche wurden unternommen, das Wrack zu bergen, ehe die Vasa 1953 32 Meter vor der Insel Beckholmen wiedergefunden wurde. Es brauchte Jahre voller Hingabe und unermüdlicher Arbeit, um das unbeschädigte Schiff wieder ans Tageslicht zu heben. Das Vasa-Museum wurde 1990 offiziell eröffnet und ist bis heute eine der bekanntesten Touristenattraktionen in Schweden. Es ist Heimat für das historische Schiff und bekannt als Symbol für die „Ära der schwedischen Großmacht“, die den Besucher auf eine Reise ins Schweden des 17. Jahrhunderts mitnimmt. Das alte Schiff ist 69 Meter lang, fast 12 Meter breit und wiegt 1.210 Tonnen. Dieser ungewöhnliche Ort mit Blick in die Vergangenheit schuf eine außergewöhnliche Atmosphäre für die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Claudio Abbado. Jedes einzelne Stück des Programms schien perfekt auf die maritime Umgebung abgestimmt zu sein. Sowohl die Ouvertüre zu Richard Wagners Der fliegende Holländer als auch Pjotr Tschaikowskys sinfonische Fantasie Der Sturm passten wunderbar zur Hafenszene. Fortgeführt wurde das Konzert mit Claude Debussys Trois Nocturnes, die dem Abend ihre impressionistische Schattierung von Licht und Farbe gaben. Beim letzten Stück des Abends und Hauptwerk des Konzertes – Giuseppe Verdis Quattro pezzi sacri teilten sich die Berliner Philharmoniker die Bühne mit dem Schwedischen Radiochor und dem Eric Ericson Kammerchor und schufen ein denkwürdiges Ereignis, mit dem die musikalische Reise der Berliner Philharmoniker 1998 in Schweden auf eindrucksvolle Weise endete.
04:52
IVC 2021 - Halbfinale: Debussy, Schubert u. a.
Die Mezzosopranistin Ekaterina Chayka-Rubinstein (Deutschland, 1998) und Pianistin Maria Yulin (Israel, 1988) führen „Colloque sentimental“ aus Claude Debussys „Fêtes galantes II“ auf; „Die Geister am Mummelsee“ aus Hugo Wolfs „Mörike-Liedern“; „Bei dir allein“ aus Franz Schuberts „Vier Refrainliedern“, D. 866; Bart Vismans „Vermeers Gold“; „La fleur qui va sur l'eau“ aus Gabriel Faurés „Trois melodies“, Op. 85; „Dance of the moon in Santiago“ aus George Crumbs „Sun and Shadow“ (Spanish Songbook II); und „Den' li tsarit?“ (Ist der Tag schon angebrochen?) aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis „Sieben Romanzen“, Op. 47 beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
Mozart - Streichquartett Nr. 14 'Frühling'
Dieses im Mai 2005 im wunderschönen Barockschloss Rammenau in Sachsen aufgenommene Konzert zeigt das älteste Streichquartett der Welt, das Gewandhaus-Quartett. 1808 gegründet, kann das Quartett als bemerkenswerter Teil der Geschichte der westlichen Musik angesehen werden, da es seine Konzertaktivitäten mit großem Erfolg ununterbrochen seit fast 200 Jahren von Generation zu Generation fortführt.
06:32
Karl Jenkins - The Armed Man: A Mass for Peace
Der walisische Dirigent und Komponist Sir Karl Jenkins leitet das World Orchestra for Peace und rund 2000 Sänger aus knapp 30 verschiedenen Ländern in einem Konzertprogramm, das einem historischen Ereignis gleicht. Diese Performance in der Berliner Mercedes Benz Arena vom 2. November 2018 gilt bis heute als die größte Bühneninszenierung der Klassik aller Zeiten! Gemeinsam mit den Solisten Leah-Marian Jones, Yumeji Matsufuji, Pauline Rathmann, Amir Aziz, Krzysztof Wisniewski (Violine) und Valentino Worlitzsch (Cello) interpretieren hunderte Musiker Jenkins‘ Eigenkomposition „The Armed Man: A Mass for Peace“. Das Werk gilt als das meist aufgeführte Stück zu Lebzeiten des Komponisten und wurde in dieser Auführung filmisch untermalt mit eigens kuratiertem Kriegsarchivmaterial, das die pazifistische Botschaft des Stückes zusätzlich unterstreicht.
07:44
Schostakowitsch - 5. Sinfonie, Op. 47
Im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit des berühmten Komponisten der “Musik der repetitiven Strukturen”, Philip Glass, präsentieren die beiden französischen Pianistinnen Katia und Marielle Labèque die Europapremiere von Glass’ Doppelklavierkonzert unter Begleitung des Orchestre de Paris. Das Programm wird fortgesetzt mit Schostakowitschs 5. Sinfonie, unter der Leitung von Dirigent Jaap van Zweden, dem gegenwärtigen Direkto des Hong Kong Philharmonic Orchestra und nächstem Musical Director der New Yorker Philharmoniker.
08:36
CMIM Piano 2024 – Erste Runde: Derek Wang
Derek Wang (USA, 1998) spielt Wolfgang Amadeus Mozarts Fantasie Nr. 4 in c-Moll, K. 475; Béla Bartóks Drei Burlesken, Op. 8c; und Franz Liszts Réminiscences de Don Juan, S. 418, während der ersten Runde der Klavierausgabe des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM). Diese Aufführung wurde in der Bourgie Hall des Montreal Museum of Fine Arts aufgenommen.
09:17
Schumann - Humoreske, op. 20
Nachdem er alle 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven aufgenommen hatte, um den 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern, entschied sich Riccardo Schwartz dazu, Soloklavierwerke von Robert Schumann aufzunehmen. In dieser Aufführung präsentiert Schwartz die Humoreske in B-Dur, Op. 20. Schumann komponierte das Werk im Jahr 1839 und widmete es Julie von Webenau. Der Titel des Werks bezieht sich auf die ältere Bedeutung von Humor als emotionaler Zustand. Schumann ließ sich von dem deutschen Romantik-Schriftsteller Jean Paul inspirieren, der Humor als "eine Unendlichkeit von Kontrasten", "eine Gegenüberstellung der kleinen Welt mit der großen" definiert und wo "ein Lachen entsteht, das sowohl Schmerz als auch Größe in sich trägt". Die Humoreske ist nicht in einzelne Sätze unterteilt, sondern besteht aus kontrastierenden Abschnitten, die zusammen ein durchgehendes Stück ergeben. Der gefeierte italienische Pianist Riccardo Schwartz (1986) hatte das Privileg, als Solist mit vielen weltbekannten Dirigenten aufzutreten, darunter Gustav Kuhn und Yuri Temirkanov. Zu seinen gefeierten Auftritten zählen Rezitals und Konzerte für Klavier und Orchester in vielen renommierten Konzerthallen.