00:00
Tschaikowsky - Iolanta
Tschaikowskys ‘Iolanta’ und Strawinskys ‘Persephone’ − beide Werke “stellen ein Ideal von Schönheit, Poesie und Hoffnung dar”. Diese Doppelaufführung ist eine Produktion von Peter Sellars aus dem Jahr 2012 am Teatro Real in Madrid. In beiden Werken findet eine Entwicklung aus der Dunkelheit ins Licht statt, die wie ein Initiationsritus wirkt, den die Hauptfiguren durchlaufen und der deren existentielle Gesinnung transformiert. ‘Iolanta’ ist ein reifes Werk Tschaikowskys, das im Jahre 1892 uraufgeführt wurde. Es enthält alle Facetten der Meisterhaftigkeit des Komponisten: schöne Melodien, eine klare Struktur und wahre Leidenschaft in allen Variationen. Der Chor und das Orchester des Teatro Real werden von Teodor Currentzis dirigiert. Die Solisten sind: Ekaterina Scherbachenko (Iolanta), Alexej Markov (Robert), Pavel Cernoch (Vaudémont), Dmitry Ulianov (King René), Willard White (Ibn-Hakia), Vasily Efimov (Alméric), Pavel Kudinov (Bertrand), Ekaterina Semenchuk (Marta), Irina Churilova (Brigita) und Letitia Singleton (Irina Churilova).
01:50
Misha Fomin im Concertgebouw
Seit seinem spektakulären Debüt im Amsterdam Concertgebouw 2002 ist der Pianist Misha Fomin ein unverzichtbarer Bestandteil des niederländischen Musiklebens geworden. Im In- und Ausland lobt die Presse sein Spiel für seine fließende natürliche Virtuosität, seine reiche Farbpalette und seine große musikalische Intelligenz. In diesem Konzert, das im Concertgebouw Amsterdam aufgenommen wurde, spielt Fomin mehrere Stücke, so auch Modest Mussorgskis Bilder einer Ausstellung (1874). Die Sätze werden durch die Promenade getrennt: ein wiederkehrendes variationsreiches Thema, das an das Schlendern von einem Bild zum nächsten erinnert. Die verschiedenen Promenaden sind Variationen eines Themas, das auch in zwei anderen Sätzen wieder auftaucht. (Cum mortus in lingua mortua (Mit den Toten in einer toten Sprache) und Das Heldentor (In der Hauptstadt Kiew)). Mussorgski schrieb diesen Zyklus 1874 innerhalb von drei Wochen. Als er die Ausstellung des befreundeten, wenngleich schon verstorbenen Viktor Hartmanns besuchte, schrieb er in einem Brief an einen Freund: „Klänge und Ideen hängen in der Luft, ich verschlinge sie und überfresse mich, ich vermag sie kaum zu Papier zu bringen.“
03:58
Bach - 2. Partita für Violin (BWV 1004)
Die gefeierte deutsche Geigerin Isabelle Faust spielt J. S. Bachs Partita Nr. 2 in D-Moll BWV 1004. Das Werk ist Teil der bekannten Sonaten und Solo-Partiten für Violine (BWV 1001-1006) des Komponisten. Die Partita Nr. 2 besteht aus vier Tanzsätzen, gefolgt von der berühmten abschließenden Chaconne. Dieser Satz gilt als monumentales Stück innerhalb des Violinrepertoires. In dieser Chaconne wird ein Thema vorgestellt, zu dem Bach eine Reihe kontinuierlicher Variationen entwickelt, die ein komplexes Spektrum harmonischer Möglichkeiten ausloten. Diese Aufführung wurde 2020 in der Thomaskirche in Leipzig aufgezeichnet.
04:31
Beethoven – Streichquartett Nr. 15, op. 132
Das renommierte französische Streichquartett Quatuor Ébène feierte den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit einem außergewöhnlichen Projekt: der Aufnahme aller sechzehn Streichquartette des großen Komponisten. Fünf Jahre lang widmeten sich die Geiger Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme und der Cellist Raphaël Merlin intensiv den 650 Seiten von Beethovens Partituren. Ihre Bemühungen gipfelten in der Aufführung des gesamten Repertoires für Streichquartett, das drei Jahrzehnte von Beethovens musikalischer Kreativität abdeckt, in sechs beeindruckenden Konzerten in der Philharmonie de Paris im November 2020. Dieses Programm präsentiert Quatuor Ébène in der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 15 in a-Moll, Op. 132, aufgenommen am 24. November 2020 in der Philharmonie de Paris.
05:19
Debussy - La Mer
Claude Debussys sinfonische Skizzen für Orchester, allgemein bekannt unter dem Namen 'La Mer', beschwören das Meer in seiner vielfältigen Gestalt herauf. Komponiert hat Debussy 'La Mer' zwischen 1903 und 1905. Der erste Teil ('De l’aube á midi sur la mer') beschreibt einen Morgen und einen Nachmittag am Meer, der zweite Teil ('Jeux de vagues') imitiert das Spiel der Wellen und der dritte und letzte Teil ('Dialogue du vent et de la mer') ahmt das Duett von Wind und Wellen nach. Debussy kannte sein Mittelmeer gut, von seinen Besuchen als Kind in Cannes und später von seinen Reisen nach Italien.
05:47
Mozart - Violinkonzert Nr. 4
Les Dissonances ist ein Künstlerkollektiv, das 2004 vom Geiger David Grimal gegründet wurde. Das Ensemble ohne Dirigenten besteht aus Musikern der renommiertesten europäischen Orchester, internationalen Solisten und jungen Talenten. In dieser Aufführung spielt Les Dissonances Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 4 in D-Dur, K. 218. Grimal, der Geiger, tritt als Solist auf. Mit Ausnahme des ersten Violinkonzerts komponierte Mozart seine anderen vier Violinkonzerte 1775, als er Konzertmeister am Salzburger Hof war. Unter seinen fünf Konzerten ist das Violinkonzert Nr. 4 eines der bekanntesten. Diese Aufführung wurde 2014 in der Cité de la Musique in Frankreich aufgezeichnet.
05:53
CMIM Piano 2024 - Halbfinale I: Carter Johnson
Pianist Carter Johnson (Kanada, 1996) tritt mit dem CMIM-Ensemble auf, das aus drei Hauptstreichern des Orchestre symphonique de Montréal besteht. Gemeinsam interpretieren sie den ersten Satz, Sostenuto assai – Allegro ma non troppo, aus Robert Schumanns Klavierquartett in Es-Dur, Op. 47. Diese Aufführung fand während der Kammermusikrunde des zweigeteilten Halbfinales des Concours musical international de Montréal – Piano 2024 (CMIM) statt und wurde in der Bourgie Hall des Montreal Museum of Fine Arts aufgezeichnet.