00:00
Werke von Bach, Bartók und Brahms
Iván Fischer führt sein Budapest Festival Orchester in einem faszinierenden Konzertprogramm mit Werken von J. S. Bach, Béla Bartók und Johannes Brahms. Das Programm beginnt mit Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 in G-Dur, BWV 1048. Es folgt Bartóks Musik für Streicher, Schlagzeug und Celesta. Das Werk ist eines der bekanntesten Stücke des Komponisten. Besonders hervorzuheben ist die Instrumentierung des Werks: Bartók teilte die Streicher in zwei Gruppen, die auf gegenüberliegenden Seiten der Bühne platziert sind, was zu antiphonalen Effekten führt. Das Programm endet mit Brahms' Sinfonie Nr. 3 in F-Dur, Op. 90. Diese Aufführung wurde am 4. Dezember 2017 in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest, Ungarn, aufgezeichnet.
01:36
Martha Argerich – Eine Geburtstagsfeier - I
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmet sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Kammermusikrepertoire in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgenommen wurde. Die Grande Dame des Klaviers wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, darunter die Pianisten Evgeny Kissin, Iddo Bar-Shaï und Arielle Beck, die Geiger Gidon Kremer, Maxim Vengerov und Tedi Papavrami, der Cellist Mischa Maisky und der Flügelhornspieler Sergei Nakariakov sowie einige ihrer eigenen Verwandten: ihre Tochter und ihr Enkel, Lyda Chen-Argerich (Klavier und Bratsche) und David Chen-Argerich (Klavier). Auf dem Programm stehen Alfred Schnittkes Glückwunsch-Rondo für Klavier und Violine; Präludien Nr. 5, 21 und 24 aus Mieczysław Weinbergs 24 Präludien, Op. 100 (von G. Kremer für Violine solo arrangiert); „Walzer“ und „Slava“ aus Sergei Rachmaninoffs 6 Morceaux, Op. 11, und Romanze für drei Pianisten; Fritz Kreislers Liebesleid; Robert Schumanns Fantasiestücke Op. 73 und Klavierquintett in Es-Dur, Op. 44; und „Laideronnette, impératrice des Pagodes“ aus Maurice Ravels Ma mère l'Oye. Diese Aufführung fand am 11. Juni 2021 statt.
03:02
Music in the air
Bei der Popularisierung klassischer Musik spielt besonders der Einfluss des Fernsehens eine entscheidende Rolle. So hält es nicht nur wertvolle Augenblicke des Musizierens für die Ewigkeit fest, sondern trägt auch dazu bei, die Zukunft der Musik zu gestalten. Das Internationale Musik- und Medienzentrum (IMZ) mit Sitz in Wien ist eine weltweite Vereinigung für alle, die sich mit klassischer und zeitgenössischer Musik, Weltmusik, Jazz und Tanz beschäftigen und feierte 2015 sein 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat der renommierte Filmemacher Reiner E. Moritz den Dokumentarfilm "Music in the air" produziert, der die Geschichte der klassischen Musik im Fernsehen beleuchtet. Der Film taucht tief in die Archive des Fernsehens ein und zeigt, was das Medium zur Verbreitung der Musik beigretagen hat. Er zeigt seltene Aufnahmen von Arturo Toscanini, der das NBC Symphony Orchestra in einem der ersten im Fernsehen übertragenen Konzerte dirigiert, sowie fesselnde Ausschnitte aus Leonard Bernsteins Young People Concerts. Außerdem enthält der Film Ausschnitte großer Aufführungen aus der Vergangenheit, unter anderem von Glenn Gould, Herbert von Karajan, Igor Strawinsky und Pierre Boulez.
04:01
Barbarian Nights
Barbarian Nights ist das zweite Werk des Choreografen Hervé Koubi, präsentiert von zwölf algerischen und burkinischen Tänzern, die sich 2009 bei einem Casting in Algerien bewiesen. Koubi nennt seine Figuren "Barbaren", um den historischen Kontext zu vervollständigen und uns daran zu erinnern, dass das heutige Verständnis der mediterranen Regionen stark von diversen Eroberern aus westlichen, nördlichen und südliche Regionen geprägt ist - und zu seiner Zeit zu mehr Verbindungen, Vermischungen und Heirat statt Feindschaften, Oppositionen und Morden führte. Koubi macht das Unmögliche möglich und schafft es, uralte Weltgeschichte durch eine Ballettchoreografie auszudrücken.
05:05
Liszt - Zwei sinfonische Dichtungen
Franz Liszt (1811 - 1886) composed 13 symphonic poems, largely inspired by literary texts. The composer himself wrote piano duet arrangements for these pieces, showcasing his incredible ability of imitating a full orchestra on the piano. Liszt, one of the 19th century’s most important piano virtuosos, strongly influenced the further development of piano music. The Romantic period was the era of the virtuoso pianists: the piano was the instrument of choice for countless musicians and listeners alike. No house of standing could do without a piano: it was a status symbol. Piano music was played in concert halls, palaces, salons, churches and public houses alike. Liszt’s symphonic poem no. 4, ‘Orpheus’, breathes a meditative atmosphere. No. 3, ‘Les Préludes’, is best known in its symphonic version – the piano version presented here is rarely heard. The work dates back to the period 1848 – 1854 and was initially meant to serve as introduction to a choral cycle to be based on the texts of the poet Joseph Autran, ‘Les quatre éléments’: earth, air, water and fire. In this broadcast, the Italian piano duo of Marco Sollini and Salvatore Barbatano performs these Liszt piano works. These recordings were made at the beautiful 12th century church of San Marco in the small but picturesque village of Ponzano di Fermo, as part of the 2015 edition of the annual, itinerant festival ‘Armonie della sera’ in the Italian province of Le Marche.
06:00
Mahler - 6. Sinfonie
Am 14. November 1987 feierte ein vielversprechender junger Dirigent sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern mit einem Konzert um Mahlers 6. Sinfonie: Simon Rattle. Im Rückblick auf dieses prägende Bühnenerlebnis sagt Rattle selbst: "Es fühlte sich so an, als hätte ich an diesem Tag meine Stimme gefunden." In diesem letzten Konzert der Berliner Philharmoniker mit Sir Simon Rattle als Chefdirigent von 2018 steht nun erneut das facettenreiche Werk Mahlers auf dem Programm. Die 6. Sinfonie ist auch als die "Tragische" bekannt, deren beinah nihilistischer Ton in starkem Kontrast zu Mahlers Lebenssituation zum Zeitpunkt der Entstehung des Werkes steht. Der Komponist veröffentlichte das Werk 1902, kurz nachdem er seine Frau Alma heiratete und das Paar seine zweite Tochter willkommen hieß.
07:36
Shusha Renaissance (2023)
„Shusha, die Renaissance“ ist eine musikalische Reise mit dem Pianisten Murad Huseynov. Die Stadt Shusha gilt oft als Wiege der Musik und Poesie Aserbaidschans und als eines der führenden Zentren der aserbaidschanischen Kultur. Im Januar 2021 wurde sie zur Kulturhauptstadt Aserbaidschans erklärt. Auf dem Programm stehen folgende Werke: Fikret Amirovs (1922-1984) Zwölf Miniaturen für Klaviersolo: I. Ballade - II. Ashigsayagi – III. Nocturne – IV. Humoreske – V. Lyrischer Tanz – VI. Jagd - VII. Wiegenlied – VIII. Walzer – IX. Barcarole – X. Toccata – XI. Elegie – XII. Marsch; Adil Babirovs (1934-2021) Präludium & Scherzo; Gara Garayevs (1918-1982) Sonatine: I. Allegro – II. Moderato assai – III. Vivo; Tofik Kouliyevs (1917-2000) „Gaytagi“ und F. Amirovs Romantische Sonate: I. Allegro energico - II. Andante espressivo - III. Allegro non troppo. Diese Aufführung wurde im Oktober 2023 in Shusha und im Dezember 2023 im Heydar Aliyev Center in Baku aufgezeichnet. Geschrieben und inszeniert von Michel Swierczewski.
08:31
Beethoven - Septett in Es-Dur, op. 20
Die Solisten des Lucerne Festival Orchestra präsentieren Ludwig van Beethovens Septett in Es-Dur, op. 20, für Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Cello und Kontrabass. Das Werk wurde 1799 geschrieben und erfreute sich bereits zu Lebzeiten des Komponisten großer Beliebtheit. Viele Arrangements des Septetts erschienen für verschiedene Instrumentalbesetzungen, z. B. für zwei Gitarren und Klavier zu vier Händen, aber auch ein Trio für Klarinette (oder Violine), Cello und Klavier, das Beethoven selbst arrangierte. Dieser Auftritt wurde im 2020 im Kultur- und Kongresszentrum im schweizerischen Luzern (KKL) aufgezeichnet.
09:19
Schumann - Fantasie in C-Dur, Op. 17
Nachdem er alle 32 Ludwig van Beethoven Klaviersonaten aufgenommen hat, um den 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern, entschied sich der gefeierte italienische Pianist Riccardo Schwartz dazu, Soloklavierwerke von Robert Schumann aufzunehmen. Schumanns Fantasie in C, Op. 17, entstand 1836 und wurde vor der Veröffentlichung 1839 überarbeitet. Sie ist Franz Liszt gewidmet und zählt zu den bedeutendsten Klavierwerken Schumanns und der frühen Romantik. Die Komposition folgt einer freien Sonatenform: Der erste Satz ist rhapsodisch und leidenschaftlich, der mittlere ein großartiges Rondo und das Finale langsam und meditativ. Riccardo Schwartz (1986) hatte das Privileg, als Solist mit vielen weltbekannten Dirigenten, darunter Gustav Kuhn und Yuri Temirkanov, aufzutreten. Er gab gefeierte Klavierrezitals und -konzerte in vielen renommierten Konzerthallen.
10:01
In the Organ's Stomach
Olivier Latry, der aktuelle Titularorganist der Großen Orgel von Notre-Dame, führt die Zuschauer mit seinem Instrument auf eine Reise durch Landschaften, die Geschichte und unglaubliche Abenteuer, deren das Instrument Zeuge war oder in denen es die Hauptrolle spielte, aber hauptsächlich musikalischer Art. Zwischen der ursprünglich religiösen Funktion und dem Interesse von Komponisten aller Epochen, war die große Orgel von Cavaillé-Coll Gegenstand jeglicher Trends und zeugt von absoluter Modernität ... Latry gilt als einer der größten Organisten seiner Generation, sowohl in Frankreich als auch international. Er selbst betrachtet sich als Botschafter französischer Musik vom 17. bis zum 20. Jahrhundert sowie als Verfechter der Kunst der Improvisation. Im Film werden folgende Stücke gespielt: Pierre Cochereaus Boléro, Louis Viernes „Carillon de Westminster“ und Scherzo aus Sinfonie Nr. 2, Alexandre Guilmants Sonate Nr. 1, Charles-Marie Widors „Symphony Gothique“, Marcel Dupres „Cortège, Litanie“ and J. S. Bachs Passacaglia und Fuge.
10:59
Kristine Opolais Konzert
Kritiker loben sie in den höchsten Tönen, das Publikum liebt sie. Kristine Opolais, die Primadonna und der Star der New York Metropolitan Opera tritt in ihrer Heimat Lettland auf. Gemeinsam mit dem Latvian National Symphony Orchestra gab sie 2017 ein großartiges Konzert in der Nationaloper Lettlands. Das Programm enthält Arien aus den Opern, die Kristine zu einem Weltstar machten. Dazu gehören hauptsächlich Italienische Musikstücke, die den Zuschauer zum Träumen bringen. Genießen Sie die schönsten Arien und Instrumentalstücke aus Opern von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Pietro Mascagni, Camille Saint-Saëns, Arrigo Boito und Alfredo Catalani.
12:45
Bach - 2. Partita für Violin (BWV 1004)
Die gefeierte deutsche Geigerin Isabelle Faust spielt J. S. Bachs Partita Nr. 2 in D-Moll BWV 1004. Das Werk ist Teil der bekannten Sonaten und Solo-Partiten für Violine (BWV 1001-1006) des Komponisten. Die Partita Nr. 2 besteht aus vier Tanzsätzen, gefolgt von der berühmten abschließenden Chaconne. Dieser Satz gilt als monumentales Stück innerhalb des Violinrepertoires. In dieser Chaconne wird ein Thema vorgestellt, zu dem Bach eine Reihe kontinuierlicher Variationen entwickelt, die ein komplexes Spektrum harmonischer Möglichkeiten ausloten. Diese Aufführung wurde 2020 in der Thomaskirche in Leipzig aufgezeichnet.
13:18
Schostakowitsch - Concertino für zwei Klaviere
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmet sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Repertoire für Klavier und Violine in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgezeichnet wurde. Die „Grande Dame“ des Klavierspiels wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, unter anderem die Pianisten Evgeny Kissin, Theodosia Ntokou und Cristina Marton-Argerich sowie der Geiger Maxim Vengerov. Das Programm umfasst Dmitri Schostakowitschs Concertino für zwei Klaviere Op. 94; Frédéric Chopins Impromptu Nr. 3 Op. 51, Polonaise Nr. 6 Op. 53 „Heroisch“ und Walzer Nr. 6 Op. 64 Nr. 1; Camille Saint-Saëns’ Polonaise für zwei Klaviere Op. 77; César Francks Sonate für Violine und Klavier in A-Dur; und Fritz Kreislers Liebesleid und Schön Rosmarin. Diese Aufführung wurde am 12. Juni 2021 aufgenommen.
13:28
Rachmaninow - 1. Klavierkonzert, Op. 1
In diesem Konzert wird der Pianist Boris Berezovsky vom Moskauer Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Alexander Sladkovsky in einer Aufführung von Rachmaninovs Klavierkonzert Nr. 1, Op. 1 begleitet. Rachmaninov komponierte sein erstes Konzert im Alter von 18 Jahren, während er am Moskauer Konservatorium studierte. Das Konzert wird mit einer Komposition des jungen russischen Komponisten Elmir Nizamov (1986) eröffnet, die den Titel "Heavenly Movement" trägt. Dieses Konzert wurde am 28. April 2017 im Tschaikowsky-Konzertsaal der Moskauer Philharmonischen Gesellschaft aufgenommen.
13:55
Bach - Brandenburgisches Konzert Nr. 2
J. S. Bachs Reihe der sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist verfasste die Reihe in den Jahren 1711-1720 und widmete sie im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 spielten der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 alle sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten ein. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Bei dieser Darbietung im Spiegelsaal des Köthener Schlosses präsentieren Luks und sein Collegium 1704 Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 2 in F-Dur, BWV 1047. Trompete, Violine, Blockflöte und Oboe haben jeweils Soli in diesen Stücken. Besonders die hohen, virtuosen Trompetenpassagen fallen in diesem Konzert auf.
14:06
Haydn - Die Schöpfung
Regisseur Carlus Padrissa hat eine erstaunliche avantgardistische Produktion von Joseph Haydns Oratorium Die Schöpfung, Hob. XXI:2, mit der international anerkannten katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus geschaffen. Diese Multimedia-Produktion präsentiert dem Zuschauer einen kontinuierlichen Strom von Bildern, Texten und Spektakeln und verwandelt das Meisterwerk des Komponisten in ein mitreißendes Theatererlebnis. Die Show nutzt riesige, mit Helium gefüllte Ballons, einen Bühnenkran und Sänger, die in Aquarien untertauchen. In dieser Aufführung leitet die französische Dirigentin Laurence Equilbey ihr eigenes Insula Orchester und den Chor Accentus. Die Gesangssolisten sind die Sopranistin Mari Eriksmoen, der Bariton Daniel Schmutzhard und der Tenor Martin Mitterrutzner. Diese Aufführung wurde am 12. Mai 2017 in der La Seine Musicale in Paris, Frankreich, aufgezeichnet.