00:00
Verdi - Rigoletto
Riccardo Frizza dirigiert das Orchester und den Chor des Maggio Musicale Fiorentino in einer Aufführung der tragischen Oper Rigoletto (1851) von Giuseppe Verdi. Im Jahr 1850 erhielt Verdi vom Teatro La Fenice den Auftrag, eine neue Oper zu komponieren. Verdi schlug seinem Librettisten Francesco Maria Piave das kontroverse Stück Le Roi s'amuse von Victor Hugo vor. Dieses Stück, das 1832 uraufgeführt wurde, aber nach nur einer Vorstellung verboten wurde, zeigte die Monarchie in ihren schlimmsten Lastern. Verdi war jedoch entschlossen, das Stück zur Oper zu adaptieren, und erzielte einen Kompromiss mit der Zensur. Die Oper dreht sich um Rigoletto, einen buckligen Hofnarren am Hof des lüsternen Herzogs von Mantua. Rigolettos Leben gerät aus den Fugen, als sein neuester Witz eine Vendetta auslöst, die alles andere als amüsant ist und ihn verflucht zurücklässt. In dieser Inszenierung von 2021 folgt der italienische Regisseur Davide Livermore der bekannten Geschichte, versetzt sie jedoch in eine zeitgenössische Umgebung. Zu den Solisten gehören Javier Camarena (Herzog von Mantua), Luca Salsi (Rigoletto), Enkeleda Kamani (Gilda), Alessio Cacciamani (Sparafucile), Caterina Piva (Maddalena) und Valentina Corò (Giovanna). Diese Aufführung wurde 2021 im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, Italien, aufgezeichnet.
02:15
Summer Night Music - Spirits of Music
Spirits of Music ist eine ungewöhnliche musikalische Reise durch die Jahrhunderte mit Halt auf allen Kontinenten. Inspiriert durch die verschiedenen Glaubensrichtungen ihrer Komponisten haben die Stücke einen starken religiösen Hintergrund und sind Beispiele für die emotionale Kraft und Wirkung der Musik. International renommierte Solisten und Ensembles wie Bobby McFerrin (ein zehnmaliger Grammy Award-Gewinner, er ist einer der bekanntesten Vocalisten und Improvisatoren und ein weltberühmter Dirigent), Nigel Kennedy (einer der weltweit führenden Violin-Virtuosen) , Sibylla Rubens (sie hat sich zu einer der überzeugendsten lyrischen Sopranistinnen ihrer Zeit entwickelt) oder das Gewandhausorchester Leipzig werden populäre Werke aus der europäischen Musiktradition mit Bach, Mozart und Verdi aufführen. Viele prächtige Beispiele religiöser Musik kommen von Künstlern wie Kroke (aus dem Bereich der authentischen jüdischen Musik), die Kuumba Singers (widmen sich dem Ausdruck der Kreativität und Spiritualität von Schwarzen durch ihr Liedgut), Mari Boine (eine der beeindruckendsten Folk-Künstlerinnen unserer Zeit), die Bulgarian Voices Angelite (24 Frauen, deren hypnotischer Gesang die ganze Welt verzaubert), Vocal Sampling (eine kubanische Sechs-Mann-A-Cappella-Gruppe, die als ein musikalisches Wunder beschrieben wurde) und das Ensemble Al-Kindi (welches derzeit zu den besten Gruppen der klassischen arabischen Musik gezählt wird). Ein sehr spannendes Zusammenspiel von europäischer und außereuropäischer Musik.
04:52
Prokofjew - 2. Violinkonzert, Op. 63
Iván Fischer dirigiert das Budapest Festival Orchestra in einem Konzert, das 2015 in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest, Ungarn, aufgenommen wurde. Das Konzert beginnt mit Prokofjews Ouvertüre über hebräische Themen, Op. 34. Danach tritt Thomas Zehetmair als Soloviolinist in Prokofjews Violinkonzert Nr. 2, Op. 63 auf. Im zweiten Teil des Konzerts erklingen Werke von Strawinsky, darunter Musik für das Ballett "Jeu de cartes" (1937) und die Feuervogel-Suite Nr. 2 (1919). Jeu de cartes ist eines von Strawinskys neoklassischen Werken und besteht aus drei Teilen ('deals'). Die Feuervogel-Suite Nr. 2 basiert auf der Musik des gleichnamigen Balletts, das für die Ballets Russes von Sergej Diaghilew geschrieben und 1910 in Paris uraufgeführt wurde.
05:21
Schostakowitsch - Concertino für zwei Klaviere
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmet sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Repertoire für Klavier und Violine in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgezeichnet wurde. Die „Grande Dame“ des Klavierspiels wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, unter anderem die Pianisten Evgeny Kissin, Theodosia Ntokou und Cristina Marton-Argerich sowie der Geiger Maxim Vengerov. Das Programm umfasst Dmitri Schostakowitschs Concertino für zwei Klaviere Op. 94; Frédéric Chopins Impromptu Nr. 3 Op. 51, Polonaise Nr. 6 Op. 53 „Heroisch“ und Walzer Nr. 6 Op. 64 Nr. 1; Camille Saint-Saëns’ Polonaise für zwei Klaviere Op. 77; César Francks Sonate für Violine und Klavier in A-Dur; und Fritz Kreislers Liebesleid und Schön Rosmarin. Diese Aufführung wurde am 12. Juni 2021 aufgenommen.
05:32
Smetana – Vltava (Die Moldau) aus Má vlast
Waldbühne 2016: Die georgische Geigerin Lisa Batiashvili und der Québecer Dirigent Yannick Nézet-Séguin führen mit den Berliner Philharmonikern ein wunderbares Konzert auf. Zusammen zeigen sie ein durchweg tschechisches Programm! Deutschland, Österreich und Italien kommen einem in den Sinn, wenn man an große, klassische Komponisten denkt, aber auch die tschechische Republik hat herausragende Komponisten und wunderbare klassische Musik hervorgebracht. Zum Beispiel Dvorák, Bedřich Smetana, Leoš Janáček und Bohuslav Martinů. Das Konzert beginnt mit Smetanas berühmter Moldau aus Má vlast. Lisa Batiashvili spielt Dvoráks Violinkonzert in a-Moll, den Hauptteil des Abends bildet Dvoráks 6. Sinfonie.
05:44
Telemann - Jesus liegt in letzten Zügen, TWV 1:983
Der Film Jaroussky singt Bach & Telemann ist das Portrait eines ganz besonderen Sängers – und das zweier außergewöhnlicher Komponisten. Wenn Philippe Jaroussky mit seiner Engelsstimme, die fast zeitlos scheint und nicht in einen Epoche oder ein Jahrzehnt gehört, Stücke von Telemann und Bach singt, wird klar, dass ihre Musik über die Jahrhunderte nichts von ihrer puren emotionale Kraft und Reinheit verloren hat. Der Film beinhaltet die Aufführungen von Telemanns Jesus liegt in den letzten Zügen und die Symphonie aus der Brockes-Passion sowie Der am Ölberg zagende Jesus und Bachs Symphonie aus Ich hatte viel Bekümmernis und Ich habe genug.
06:00
Mozart - 12. Klavierkonzert, KV 414
Vladimir Ashkenazy ist Solist und Dirigent zugleich in dieser Interpretation von Mozarts 12. Klavierkonzert, KV 414. Er wird begleitet vom Royal Philharmonic Orchestra in der Londoner Great Hall of Lancaster House.
06:28
Beethoven - Streichquartette Nr. 1, 9 & 10
Das renommierte französische Streichquartett Quatuor Ébène feierte den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit einem bemerkenswerten Projekt: der Aufnahme aller sechzehn Streichquartette des großen Komponisten. Fünf Jahre lang tauchten die Geiger Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme und der Cellist Raphaël Merlin in Beethovens 650 Seiten umfassende Partituren ein. Ihre Bemühungen gipfelten in der Aufführung des gesamten Repertoires für Streichquartett, das drei Jahrzehnte von Beethovens musikalischer Kreativität umfasst, während sechs beeindruckenden Konzerten in der Philharmonie de Paris im Herbst 2020. Quatuor Ébène erforschte jede Facette von Beethovens Streichquartett-Repertoire: von den jugendlichen Streichquartetten Opus 18 bis zu den Razumovsky-, Harfen- und Serioso-Quartetten (Opus 59, 74 und 95) aus seiner mittleren Schaffensperiode und schließlich die Tiefe seiner späten Quartette (Opus 127 bis 135). Dieses Programm zeigt Quatuor Ébène bei der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 7 in F-Dur, Op. 59, Nr. 1 „Razumovsky“; Streichquartett Nr. 13 in B-Dur, Op. 130; und der monumentalen Großen Fuge, Op. 133. Diese Konzertaufnahme wurde am 12. Oktober 2020 in der Philharmonie de Paris gemacht.
08:09
Beethoven - Violinkonzert, op. 61
Les Dissonances ist ein Künstlerkollektiv, das 2004 vom Geiger David Grimal gegründet wurde. Das Ensemble ohne Dirigenten besteht aus Musikern der renommiertesten europäischen Orchester, internationalen Solisten und jungen Talenten. In dieser Aufführung spielt Les Dissonances Ludwig van Beethovens Violinkonzert in D-Dur, Op. 61. Grimal, der führende Geiger in dieser Aufführung, tritt als Solist auf. Beethovens Violinkonzert wurde 1806 komponiert und ist das einzige Werk des Komponisten in diesem Genre. Die Premiere war nicht besonders erfolgreich und das Werk wurde in den folgenden Jahrzehnten wenig aufgeführt. Das Violinkonzert erlebte jedoch 1844 eine Wiederbelebung nach einer bemerkenswerten Aufführung durch den 12-jährigen Geiger Joseph Joachim. Seitdem ist es eines der meistgespielten Werke in diesem Genre. Als Zugabe präsentiert Grimal das Allegro aus J. S. Bachs Violinsonate Nr. 2 in a-Moll, BWV 1003. Diese Aufführung wurde 2015 in der Philharmonie de Paris, Frankreich, aufgenommen.
09:03
CMIM Piano 2024 – Erste Runde: Anthony Ratinov
Der Pianist Anthony Ratinov (USA, 1997) präsentiert Alexander Skrjabins Klaviersonate Nr. 5, Op. 53, und Franz Schuberts Fantasie in C-Dur, Op. 15 D. 760 (Wandererfantasie) während der ersten Runde des Klavierwettbewerbs des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM). Dieser Auftritt wurde in der Bourgie Hall des Montrealer Museum der Schönen Künste aufgezeichnet.
09:40
Schubert - Vier Impromptus, op. 90 - I.
Roberto Prosseda (1975) spielt Mozarts 5. Klaviersonate und vier Impromptus, Op. 90 von Franz Schubert. Prosseda bringt das Konzert mit einer Interpretation des technisch anspruchsvollen Ballade No. 4, Op. 52 von Chopin zu einem krönenden Abschluss. Er ist besonders für seine Interpretationen einiger kürzlich entdeckter Werke von Mendelssohn und seine 9-teilige CD-Serie über Klavierwerke des Komponisten bekannt. Seit 2012 gibt der Italiener zudem Lehrkonzerte mit dem klavierspielenden Roboter TeoTronico. Sein Ziel ist es dabei, den Unterschied zwischen der direkten Umsetzung des Roboters und der menschlichen Interpretationskunst zu verdeutlichen.
10:01
My heart is burning
René Pape ist ein Star, der wie kein anderer die neue Generation der Opernsänger repräsentiert: ungezwungen und modern in seiner Erscheinung, hungrig nach neuen Herausforderungen und offen für ambitionierte Experimente. Im Musikfilm Mein Herz brennt singt und spielt René Pape verschiedene Rollen (Oper, Konzert, Crossover), welche auf beeindruckende Weise die Vielseitigkeit des Sängers widerspiegeln und die unterschiedlichen Facetten seiner Persönlichkeit reflektieren. Unter der Regie von Sibylle Muth.
10:50
Mosaïque Project - Klavierquartette aus Kanada
Dieses besondere Konzertevent zahlt der Diversität und Vielfältigkeit Kanadas aus der Perspektive seiner Einwohner Tribut. Das patriotische „Mosaique Project“ des Ensemble Canada beinhaltet eigens in Auftrag gegebene Klavierquartette aus der Feder von 14 verschiedenen Komponisten, jeweils inspiriert durch eine andere Region Kanadas. Das Ensemble, bestehend aus Elissa Lee (Violine) Sharon Wei (Bratsche), Rachel Mercer (Cello) und Angela Park (Klavier) ist derzeit auf dem Weg an die Spitze der kanadischen Klavierquartette.
Ensemble Made In Canada consist of Elissa Lee (violin) Sharon Wei (viola), Rachel Mercer (cello) and Angela Park (piano) and is rapidly gaining recognition as Canada’s premier piano quartet Awarded the 2006 CBC Galaxie Stars Award from the Banff Centre for the Arts, EMIC was featured in 2008 Chatelaine Magazine’s 80th anniversary issue as “Women to Watch” and an ensemble that is leading the next generation of classical musicians. The members of the group have been forging outstanding individual careers and bring together a wealth of experience having already appeared at prestigious festivals such as Marlboro, Ravinia, Orford, Verbier, Prussia Cove, Pablo Casals and Evian. EMIC has performed for Winnipeg Virtuosi, Montreal Pro Musica, SUNY New Paltz, Stratford Music Festival, Ottawa Chamberfest, Parry Sound Festival of the Sound, Jeffery Chamber Music Series, Lindsay Concert Productions, Almonte in Concert, Women’s Musical Club of Toronto, Kawartha Concerts, including multiple work cycles for the Kitchener-Waterloo Chamber Music Soceity. EMIC has provided master classes, chamber music coachings, and lectures at universities across Canada and in the United States and have also participated in outreach programs for public schools in Ontario. The group is grateful for support from FACTOR, the Canada Council for the Arts and the Ontario Arts Council. EMIC has been Ensemble-in-Residence at Western University since 2014.
11:59
Beethoven – Klavierkonzert Nr. 5, op. 73
Beatrice Rana ist die Solistin in Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur, Op. 73, das unter dem Beinamen „Emperor“-Konzert weltberühmt ist. Das Konzert, dirigiert von Gianandrea Noseda mit dem London Symphony Orchestra, wurde am 2. Februar 2022 in der Barbican Hall in London aufgenommen. Die italienische Pianistin wird von der New York Times als „eine der tiefgründigsten und außergewöhnlich begabtesten Künstlerinnen der neuen Generation“ beschrieben. Beethovens fünftes Klavierkonzert beginnt mit einem majestätischen Akkord, gefolgt von einer brillanten Klavierpassage – ein Auftakt, der den Ton für eines der gefeiertsten Werke der Klavierliteratur setzt. Zwischen 1809 und 1811 komponiert, spiegelt es Beethovens heroischen Geist in einer turbulenten Zeit der europäischen Geschichte wider und wird für seine Kühnheit, Lyrik und virtuose Anforderungen bewundert.
12:40
Beethoven - 31. Klaviersonate, op. 110
Kann es uns gelingen, uns in Beethovens kreativen Geist hineinzuversetzen, besonders in der letzten Phase seines Lebens, als er mit schwerem Hörverlust zu kämpfen hatte? Tom Beghins neue Aufnahme von Beethovens Klaviersonaten Opus 109, 110 und 111 ist eine künstlerische Untersuchung dessen, inwiefern Beethovens Musik durch sein direktes Umfeld geprägt wurde, das er sich gemeinsam mit der Hilfe von Kollegen und Freunden schuf. Der Pianist Tom Beghin interpretiert hier nicht nur Beethovens Trilogie pianistischer Meisterwerke auf einem großartigen neuen Replikat Beethovens Broadwood-Klavieres, sondern verwendet dabei auch eine Rekonstruktion der Gehörmaschine, die auf dem Klavier des Komponisten montiert war, damit er weiterhin Musik komponieren und spielen konnte, trotz des schwindenden Gehörsinns. "Sie hören besser, wenn Sie Ihren Kopf unter diese Maschine halten, nicht wahr?", fragte André Stein einst Beethoven. Zwei Jahrhunderte später können auch wir unsere Köpfe unter die Maschine halten und uns fragen: Hören wir Beethoven anders? Beghin zieht uns in das Hörgerät hinein, wo wir die Essenz von Beethovens wilden und unwiderstehlich poetischen musikalischen Eingebungen fühlen und hören. „Inside the Hearing Machine“ lädt uns auf den multisensorischen Spielplatz eines gehörlosen Komponisten ein, für den die Maschine mehr als ein Hörgerät war und der über viel mehr als nur Klang mit seinem Instrument interagierte.
12:58
IVC 2021 - Halbfinale: Wolf, Debussy u. a.
Die Sopranistin Sophia Burgos (USA, 1991) und der Pianist Daniel Gerzenberg (Deutschland, 1991) spielen Bart Vismans „Vermeers Gold“, „Nixe Binsefuss“ aus Hugo Wolfs „Mörike-Liedern“ und „Die Bekehrte“ aus den „Goethe-Liedern“, „C'est l'extase langoureuse“ aus Claude Debussys „Ariettes oubliées“; „Crépuscule“ aus Gabriel Faurés „La chanson d'Ève“; „Asturiana“ aus Manuel de Fallas „Siete canciones populares españolas“; und „The night in silence under many a star“ aus George Crumbs „Apparition“ beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.