00:00
Thomas - Hamlet
Hamlet ist eine Grand opera in fünf Akten vom französischen Komponisten Ambroise Thomas (1811-1896), das Libretto stammt von Michel Carré und Jules Barbier. Es basiert auf der französischen Adaptation von Alexandre Dumas und Paul Meurice von Shakespeares Hamlet. Thomas‘ Opern Mignon (1866) und Hamlet (1866) waren im zwanzigsten Jahrhundert größtenteils in Vergessenheit geraten, in den letzten Jahrzehnten wurden sie aber wieder sehr bekannt. In dieser Aufführung mit Regisseur Serge van Veggel, wird das New European Ensemble von Hernán Schvartzman dirigiert. Hauptsolisten sind Quirijn de Lang (Hamlet), Lucie Chartin (Ophélie), Martijn Sanders (Claudius), Martina Prins (Gertrude), Jan-Willem Schaafsma (Laërte) und Patrick Pranger (Horatio). Aufgenommen in der Koninklijke Schouwburg in Den Haag, April 2018.
02:23
Europakonzert 1994 – Meiningen
Beim Europakonzert 1994 brillierten die Berliner Philharmoniker, Daniel Barenboim und Claudio Abbado in Meiningen: mit Ludwig van Beethovens 5. Klavierkonzert und Johannes Brahms 2. Sinfonie. Beethoven vollendete sein letztes Klavierkonzert 1811 in Wien. Es ist im englischen Sprachraum unter dem Beinamen „Emperor Concerto” bekannt und ein Lieblingsstück von Starpianisten wie Daniel Barenboim. Brahms 2. Sinfonie stammt aus dem Jahr 1877 und wird wegen ihres heiteren und lieblichen Charakters oft mit Beethovens 6. Sinfonie verglichen.
03:51
Dvořák - Sinfonie Nr. 9, Op. 95
Andris Nelsons leitet das Gewandhausorchester Leipzig in einer Aufführung von Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 in e-Moll, Op. 95, „Aus der Neuen Welt“. Dvořák schrieb seine berühmte Sinfonie im Jahr 1893 während seiner dreijährigen Amtszeit als Direktor des Nationalkonservatoriums für Musik in New York. Der nationalbewusste Komponist wurde vom Konservatorium engagiert, um einen neuen nationalen Stil der Kunstmusik für die Vereinigten Staaten zu schaffen. Inspiriert von afroamerikanischer und indianischer Musik nahm Dvořák Elemente dieser Musik, darunter pentatonische Melodien und synkopierte Rhythmen, und wandte sie auf seine Sinfonie an. Diese Aufführung wurde 2017 im Gewandhaus in Leipzig, Deutschland, aufgenommen.
04:38
Ueda - Someone Out There is Praying for Peace III
Der Dirigent Andrea Vitello leitet das Ensemble Bios in einer Aufführung von „Someone Out There is Praying for Peace (Let Us Not Be the Reason) III“ (Jemand da draußen betet für Frieden (Lasst uns nicht der Grund sein) III) der kanadischen zeitgenössischen Komponistin Rita Ueda. Dieses Stück ist für Streicher und Shō, eine japanische Mundorgel mit durchschlagender Zunge, geschrieben, die hier von Naomi Sato gespielt wird. Diese Aufführung wurde in der Chiesa di San Cristo in Brescia, Italien, aufgenommen.
04:57
Bach - Brandenburgisches Konzert Nr. 1
J. S. Bachs Reihe der sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist verfasste die Reihe in den Jahren 1711-1720 und widmete sie im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 spielten der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 alle sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten ein. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Bei dieser Aufführung im Spiegelsaal des Köthener Schlosses präsentieren Luks und sein Collegium 1704 Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 1 in F-Dur, BWV 1046. Die Besetzung dieses Konzerts besteht aus Streichern, Holz- und Blechbläsern, mit Soloinstrumenten in jeder Gruppe.
05:16
IVC 2021 - Finale: Diepenbrock, Fauré u. a.
Der Tenor Zhuohan Sun (China, 1993) und die Pianistin Sara Pavlovic (Serbien, 1996) führen das „Wanderlied“ aus Robert Schumanns Kerner-Liedern, Op. 35, auf; „Der Abend kommt gezogen“ aus Alphons Diepenbrocks „Drie ballades“, Op. 1; Gabriel Faurés „Prison“, Op. 83, No. 1; „Ganymed“ aus Hugo Wolfs „Goethe-Liedern“; Franz Schuberts „Nacht und Träume“, D. 827; Zaiyi Lu's „The bridge in my homeland“; „Mit Myrten und Rosen“ aus Schumanns „Liederkreis“, Op. 24; „C“ aus Francis Poulencs „Deux poèmes de Louis Aragon“, FP 122; und „Scheiden und Meiden“ aus Gustav Mahlers „Liedern und Gesängen aus der Jugendzeit“. Die Aufführungen stammen aus dem Finale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde in der Verkadefabriek in ’s-Hertogenbosch, Niederlande, aufgezeichnet.
06:00
Bach - Suite für Violoncello Nr. 1, BWV 1007
In der St.-Bartholomäus-Kirche in Dornheim, wo der Komponist Johann Sebastian Bach seine erste Frau Maria Barbara heiratete, spielt die renommierte niederländische Cellistin Anner Bijlsma seine Cellosuite Nr. 1 in G-Dur, BWV 1007. Wahrscheinlich hat Bach seine sechs Suiten für Violoncello solo in den Jahren 1717–1723 geschrieben.
06:21
Bach - Motetten
Stephanie Petitlaurent (Sopran), Waltraud Heinrich und Susanne Langner (Alt), Volker Arndt und Christian Mücke (Tenor), Ingolf Horenburg (Bass), RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin; Leitung: Hans-Christoph Rademann. Johann Sebastian Bach (1685-1750): Der Geist hilft unser Schwachheit auf BWV 226 - Sinfonia aus der Kantate BWV 146 - Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 - Concerto aus der Kantate BWV 35 - Jesu, meine Freude BWV 227 - Sinfonia aus der Kantate BWV 188 - Fürchte dich nicht, ich bin bei dir BWV 228 - Sinfonia aus der Kantate BWV 169 - Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225. Aufgenommen in der Gethsemanekirche in Berlin beim Festkonzert zum 60jährigen Bestehen des RIAS Kammerchors. Der Chor genießt weltweite Anerkennung als eines der besten Vokalensembles seiner Art.
07:58
Brahms - 2. Sinfonie, Op. 73
Franz Welser-Möst dirigiert das Cleveland Orchestra in einer Performance von Brahms 2. Sinfonie. In Anbetracht dessen, dass der Komponist zwei Jahrzehnte zur Fertigstellung seiner ersten Sinfonie brauchte, ist es wenig überraschend, dass seine zweite Sinfonie um Einiges leichter ist und sich gekonnt auf die Errungenschaften der ersten stützt. Ausgedehnt und gelassen, so schmeichelt diese Sinfonie mit bunter Abwechslung das Ohr des Zuhörers. Das Werk gehört bereits seiner Veröffentlichung von 1876 zu den beliebtesten Brahms Orchestralkompositionen. Die Performance wurde 2014 im Wiener Musikverein aufgenommen.
08:42
CMIM Piano 2024 – Erste Runde: Elias Ackerley
Der Pianist Elias Ackerley (Vereinigtes Königreich/Südkorea, 2001) spielt Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 6 in F-Dur, Op. 10 Nr. 2; Franz Liszts Après une lecture du Dante: Fantasia quasi Sonata; und Alfred Grünfelds Soirée de Vienne, Op. 56 (Konzertparaphrase über Walzermotive aus Johann Strauss’ Die Fledermaus) in der ersten Runde der Klavierausgabe des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM). Diese Aufführung wurde in der Bourgie Hall des Montrealer Museum der Schönen Künste aufgezeichnet.
09:18
PIAM - Halbfinale I: Liszt und Ravel
Der gefeierte Talentscout für klassische Musik, Antonio Mormone (1930–2017), lebt als Namensgeber des Premio Internazionale Antonio Mormone (PIAM), der dem Gewinner des gleichnamigen italienischen Musikwettbewerbs verliehen wird, weiter. Die erste Ausgabe dieses Wettbewerbs, der von 2019 bis 2021 an verschiedenen Orten in Mailand stattfand, war dem Klavier gewidmet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs spielt Josef Edoardo Mossali (Italien, 2001) Franz Liszts „Après une Lecture de Dante: Fantasia quasi Sonata“, Maurice Ravels „Toccata“ aus „Le tombeau de Couperin“, und Etüde Nr. 3 „La Campanella“ aus Liszts sechs „Grandes études de Paganini“. Diese Aufführung wurde im Februar 2020 am Teatro EDI Barrio in Mailand aufgenommen.
10:04
Rachmaninow - 2. Sinfonie in e-Moll, op. 27
Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker in einer Aufführung von Sergej Rachmaninows Symphonie Nr. 2 in e-Moll, Op. 27. Nach der katastrophalen Uraufführung der Symphonie Nr. 1 des Komponisten im Jahr 1897 war Rachmaninow nicht mehr von seinen Fähigkeiten als Symphoniker überzeugt. Fast ein Jahrzehnt später, im Oktober 1906, begann er mit der Komposition seiner Symphonie Nr. 2. Der Komponist war mit dem ersten Entwurf nicht zufrieden und musste ihn monatelang überarbeiten. Im Sommer 1907 beendete er sein großes Orchesterwerk schließlich, das 1908 äußerst erfolgreich in St. Petersburg uraufgeführt wurde. Diese Aufführung ist Teil des Europakonzerts 2011 in Madrid, aufgezeichnet im prächtigen Teatro Real.
11:12
Fomin spielt Schumann, Beethoven und Tschaikowski
Nach seinem erfolgreichen Debüt 2016 kehrt Pianist Misha Fomin in die intime Atmosphäre der Kleinen Halle des Concertgebouw Amsterdam zurück. Fomin wird sowohl von der einheimischen als auch der internationalen Presse für seine natürliche Virtuosität, reiche Farbgebung und musikalische Intelligenz gepriesen. In dem am 11. November 2017 aufgezeichneten Konzert spielt er zusätzlich zu lyrischen Werken von Schumann (Fantasie in C, op. 17) und Beethoven (Klaviersonate Nr. 30, op. 109) einige Stücke von Tschaikowski, darunter „Mai“, „Juni“ und „Oktober“ aus „Die Jahreszeiten“, op. 37b, sowie eine Liszt-Transkription der „Polonaise“ aus Tschaikowskis Oper Eugen Onegin.
12:47
Meisterwerke entdecken - Konzert für Orchester
Mit der Serie "Meisterwerke Entdecken" präsentieren wir audiovisuelle Konzertführer der großen Meisterwerke der klassischen Musik. Die Serie enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. In der heutigen Dokumentation geht es um Bela Bartoks ‚Konzert für Orchester‘. Dieses Stück gehört zu den am häufigsten aufgeführten Werken des 20. Jahrhunderts. Pierre Boulez erläutert, wie er diese Komposition mit den Berliner Philharmonikern interpretierte. Außerdem beschreibt er seine Faszination vor dem Hintergrund von Bartoks Biografie.
13:15
Rimski-Korsakow - The Tale of Tsar Saltan Suite
In diesem exquisiten Konzert aus der Moskauer Tchaikovsky Concert Hall wird das Russian National Orchestra von Dirigent Michail Pletnjow durch ein Programm mit wunderbaren Suiten von Nikolai Rimski-Korsakow geleitet. Das Konzert ist eine Produktion der Moscow Philharmonic Society, die einst der in Sankt Petersburg geborene Komponist Dimitri Schostakowitsch selbst als eine extrem einflussreiche Instanz "in der Entwicklung des musikalischen Lebens [in Russland]" beschrieb. "Sie ist eine Art universitätsähnliche Institution, die von hunderten Musikfans und tausenden Musikern frequentiert wird", so Dimitri Schostakowitsch. Die Moscow Philharmonic Society wurde 1922 vom damaligen Kulturabgeordneten des Landes, Anatoli Lunatscharski, gegründet und ist inzwischen Russlands führende Instanz für Konzertorganisation.
13:36
IVC 2021 - Halbfinale: Debussy, Haydn u. a.
Die Sopranistin Isabel Weller (Deutschland, 1994) und die Pianistin Yuriko Watanabe (Japan, 1994) spielen Claude Debussys „Nuit d'étoiles“, L. 2, und „Mandoline“, L. 43; Joseph Haydns „Piercing eyes“, Hob. XXVIa, Nr. 35; „Die Mainacht“ aus Johannes Brahms’ „Vier Gesängen“, Op. 43; „Pietà“ aus Paul Hindemiths „Das Marienleben“, Op. 27; Bart Vismans „Vermeers Gold“; und „Lied vom Winde“ aus Hugo Wolfs Mörike-Liedern beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
14:02
Puccini - La Bohème
Dirigent Eivind Gullberg Jensen leitet das Orchester und den Chor der Nationaloper Oslo in einer Inszenierung von Puccinis La Boheme. Die Produktion steht unter der Regie von Stefan Herheim und fand 2012 an der Norwegischen Nationaloper in Oslo statt. Zu den Solisten gehören Marita Sølberg (Mimi), Diego Torre (Rodolfo), Vasily Ladyuk (Marcello) und Jennifer Rowley (Musetta). Regisseur Stefan Herheim selbst sagte zu dieser Inszenierung: "Indem wir La Bohème mit dieser neuen Produktion in die heutige Zeit versetzen, hoffen wir, die unmittelbare Suggestionskraft und Bedeutung, die dieses Werk einst hatte, wiederzubeleben." Die Handlung der Oper, die auf Henry Murgers autobiografischen "Scènes de la vie de Bohème" basiert, wurde auf das Wesentliche reduziert, so dass eine eher schnelllebige Geschichte entstand, die dennoch Raum für einige der größten Arien lässt, die der berühmte italienische Komponist Puccini je schrieb.
16:12
Mahler - Das Lied von der Erde
Betrachten Sie die kurze, grenzenlose Freude des Lebens und das drohende Gespenst des Todes in Mahlers äußerst bewegendem Liederzyklus „Das Lied von der Erde“ – ein Werk, das in Größe und Umfang ebenso episch ist wie seine monumentalen Symphonien. Die Mezzosopranistin Magdalena Kožená und der Tenor Andrew Staples schließen sich Sir Simon Rattle an, um unsere erste Aufführung im Barbican seit über einem Jahr zu geben, und nehmen Sie mit auf Mahlers zutiefst persönliche Reise. Geschrieben in den letzten Jahren seines Lebens und nach dem tragischen Tod seiner Tochter ringt Mahler mit der Vergänglichkeit des Lebens; er kontrastiert Momente von Lebendigkeit und Glück mit tiefer Introspektion und Melancholie in einigen seiner schönsten symphonischen Kompositionen. Aufgenommen am 9. Mai 2021.