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Verdi - Messa da Requiem
Roberto Abbado dirigiert die Filarmonica Arturo Toscanini, den Coro del Teatro Regio di Parma und vier Gesangssolisten in einer herausragenden Aufführung von Giuseppe Verdis Messa da Requiem, aufgezeichnet im Parco Ducale di Parma in Italien während des Festival Verdi 2020. Die Solisten sind Sopranistin Eleonora Buratto, Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili, Tenor Giorgio Berrugi und Bass Roberto Tagliavini. Als 1868 sein Komponistenkollege Gioachino Rossini starb, schlug Verdi vor, eine „Messa per Rossini“ zu dessen Ehren zu komponieren, die von ihm selbst und mehreren anderen italienischen Komponisten geschrieben werden sollte. Verdi schrieb den abschließenden Satz, „Libera me“. Als die Premiere abgesagt wurde, wurde das Projekt auf Eis gelegt. Als einige Jahre später der italienische Dichter Alessandro Manzoni verstarb, nahm Verdi seinen Plan wieder auf, ein Requiem zu komponieren – diesmal zu Ehren des Dichters, den er so sehr bewunderte. Als Opernkomponist wusste Verdi besser als jeder andere, wie man das Werk dramatisch gestaltet, was in der überarbeiteten Version seines „Libera me“ deutlich wird. Besonders herausragend ist das berühmte, kraftvolle „Dies Irae“, das die Schrecken des Jüngsten Gerichts darstellt.
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Sommernachtsmusik - Liebeslieder
Künstler aus aller Welt tragen ihre Lieblings-Liebeslieder zu einem ungewöhnlichen Event bei, das Klassik, Jazz und Weltmusik vereint. Das Konzert zielt auf ein breites Publikum, mit dem Ziel, eine großartige Freiluftatmosphäre zu schaffen, an die sich Musikliebhaber erinnern werden.
04:03
Brahms - Violinkonzert
Der israelische Violinist Itzhak Perlman gibt ein Konzert mit den Berliner Philharmonikern und Daniel Barenboim. Zusammen führen sie Johannes Brahms' (1833-1897) Violinkonzert auf. Selten waren so eindrückliche Kräfte versammelt, und selten sind sie der Herausforderung dieses intellektuell und technisch komplexen Werks so gerecht geworden. Johannes Brahms stellte sein Violinkonzert 1878 fertig. Nach Beethovens Violinkonzert ist es das berühmteste deutsche Violinkonzert, das je komponiert wurde. Brahms' Violinkonzert wurde 1879 uraufgeführt, sein Freund Joseph Joachim, für den er das Stück komponierte. Auch Beethovens Violinkonzert stand auf dem Programm. Beide Werke haben viel gemeinsam, zum Beispiel die Tonart, in der sie komponiert wurden: D-Dur. Verglichen mit anderen ist Brahms' Violinkonzert ein Stück für Virtuosen. Die technischen Anforderungen für dieses Stück sind aufgrund von gebrochenen Akkorden, schnellen Tonleiter-Passagen und rhythmischer Variation sehr hoch.
04:49
Saint-Saëns - Polonaise für zwei Klaviere Op. 77
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmet sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Repertoire für Klavier und Violine in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgezeichnet wurde. Die „Grande Dame“ des Klavierspiels wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, unter anderem die Pianisten Evgeny Kissin, Theodosia Ntokou und Cristina Marton-Argerich sowie der Geiger Maxim Vengerov. Das Programm umfasst Dmitri Schostakowitschs Concertino für zwei Klaviere Op. 94; Frédéric Chopins Impromptu Nr. 3 Op. 51, Polonaise Nr. 6 Op. 53 „Heroisch“ und Walzer Nr. 6 Op. 64 Nr. 1; Camille Saint-Saëns’ Polonaise für zwei Klaviere Op. 77; César Francks Sonate für Violine und Klavier in A-Dur; und Fritz Kreislers Liebesleid und Schön Rosmarin. Diese Aufführung wurde am 12. Juni 2021 aufgenommen.
05:01
Prokofjew - Peter und der Wolf
Leonard Bernstein, David Bowie, Bill Clinton, Michail Gorbatschow – sie alle erzählten einst die Geschichte des weltberühmten sinfonischen Märchens von „Peter und der Wolf“ (1936), komponiert von Sergej Prokofjew (1891-1953). In diesem Werk wird jede Figur durch ein anderes Instrument (oder eine andere Passage) repräsentiert. Peter selbst wird beispielsweise von den Klängen der Streichinstrumente repräsentiert, sein mürrischer Großvater vom tiefen Fagott, die Katze von der spielerischen Klarinette und der Vogel von der Flöte. Wann immer die Figuren im Laufe der Geschichte miteinander agieren, verflechten sich auch die musikalischen Motive miteinander. Diese Performance von 2018 wird erzählerisch begleitet und dirigiert von Marin Alsop. Für musikalische Begleitung sorgt das Britten-Pears Orchester.
05:28
IVC 2021 - Halbfinale: Fauré, Tschaikowski u. a.
Der Tenor Zhuohan Sun (China, 1993) und die Pianistin Sara Pavlovic (Serbien, 1996) spielen das „Ehetanzlied“ aus Alexander von Zemlinskys „Sechs Liedern und Gesängen“, Op. 10; „Nell“ aus Gabriel Faurés „Trois mélodies“, Op. 18; „Net, tol'ko tot, kto znal“ (Niemand außer das einsame Herz) aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskis „Sechs Romanzen“, Op. 6; Franz Schuberts „Die Mutter Erde“, D. 788; Bart Vismans „Vermeers Gold“; „Bonne journée“ aus Francis Poulencs „Tel jour, telle nuit“, FP 86; und „Der Jäger“ aus Hugo Wolfs „Mörike-Liedern“ beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
Mozart - 19. Klavierkonzert, KV 459
Als er österreichische Kaiser Leopold II 1790 nach Frankfurt reiste, um zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt zu werden, fuhr auch Mozart in die Messe-Stadt, in der Hoffnung, dass ihm die Ehre einer kaiserlichen Audienz oder eines Auftrags für die Krönungsfeier zuteilwürde. Das Ergebnis war niederschmetternd. Antonio Salieri erhielt den Auftrag für die Krönungsoper – für Mozart eine große Enttäuschung. Doch schließlich wurde er doch gebeten, ein Klavierkonzert zu komponieren und es in der Peripherie der Krönungszeremonien aufzuführen. Obwohl es damals so gut wie ignoriert wurde, entstand ein gebührend majestätisches Werk. Bei diesem Konzert wurde auch das 19. Klavierkonzert, KV 459, gespielt. In dieser Folge dirigiert David Zinman die Deutsche Kammerphilharmonie, Solist ist Radu Lupu. Die Aufnahme entstand im Kaisersaal der Münchner Residenz.