00:00
Werke von Bach, Bartók und Brahms
Iván Fischer führt sein Budapest Festival Orchester in einem faszinierenden Konzertprogramm mit Werken von J. S. Bach, Béla Bartók und Johannes Brahms. Das Programm beginnt mit Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 in G-Dur, BWV 1048. Es folgt Bartóks Musik für Streicher, Schlagzeug und Celesta. Das Werk ist eines der bekanntesten Stücke des Komponisten. Besonders hervorzuheben ist die Instrumentierung des Werks: Bartók teilte die Streicher in zwei Gruppen, die auf gegenüberliegenden Seiten der Bühne platziert sind, was zu antiphonalen Effekten führt. Das Programm endet mit Brahms' Sinfonie Nr. 3 in F-Dur, Op. 90. Diese Aufführung wurde am 4. Dezember 2017 in der Béla Bartók National Concert Hall in Budapest, Ungarn, aufgezeichnet.
01:36
Ein Mozart-Konzert aus Berlin
Ein Mozart-Programm im Konzerthaus Berlin - das Kammerorchester Carl-Philipp Emanuel Bach wird geleitet von Hartmut Haenchen. In dieser Aufführung gelingt es Haenchen mit einem reduzierten Ensemble, die vielfältigen Charakteristiken der Musik durch die Durchlässigkeit der Stimmführung zum Leben zu erwecken. Sei es die Leichtigkeit, liedartige Lyrik, Drama oder inspirierte Polyphonie - alles atmet den Geist von Mozart. Immer wieder haben die Kritiker die stilistische Sicherheit des Orchesters, seine transparenten Strukuren und technische Präzision gelobt. Stefan Vladars außerordentlich gefühlvolle Note und seine stilistische Sicherheit machen ihn zu einem idealen Partner für Haenchen und sein Orchester.
02:50
In der Probe: Esa-Pekka Salonen
Der finnische Komponist und Dirigent Esa-Pekka Salonen war von 1992 bis 2009 Musikdirektor des Los Angeles Philharmonic. Unter seiner dynamischen Leitung wurde das Orchester als eines der herausragendsten der Welt anerkannt. Die spannende musikalische Partnerschaft, die Salonen mit seinen Musikern aufgebaut hat, wurde in der internationalen Presse weithin gelobt. Die Klarheit, Effizienz und Bescheidenheit des Dirigenten haben eine entspannte Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Orchester gefördert, die sich besonders im Probenprozess zeigt. Diese Episode „In Rehearsal“ zeigt Salonen bei der Probe von Claude Debussys impressionistischem Orchesterwerk La Mer mit dem Los Angeles Philharmonic im Dorothy Chandler Pavilion des Musikzentrums des Los Angeles County. Sie bietet einen faszinierenden Einblick in Salonens Verhältnis zu seinen Musikern und auch in Debussys Meisterwerk.
03:45
Waldbühne Berlin - Weiße Nächte in St. Petersburg
In „Waldbühne 1997“ geht es um Komponisten aus Russland. Genießen Sie wunderschöne Werke von Tschaikowski, Glinka, Mussorgsky und Rimsky-Korsakov, die von den Berliner Philharmonikern und dem Solisten Daniel Barenboim unter der Leitung von Zubin Metha gespielt wurden.
05:22
Schubert - Vier Impromptus, op. 90 - I.
Roberto Prosseda (1975) spielt Mozarts 5. Klaviersonate und vier Impromptus, Op. 90 von Franz Schubert. Prosseda bringt das Konzert mit einer Interpretation des technisch anspruchsvollen Ballade No. 4, Op. 52 von Chopin zu einem krönenden Abschluss. Er ist besonders für seine Interpretationen einiger kürzlich entdeckter Werke von Mendelssohn und seine 9-teilige CD-Serie über Klavierwerke des Komponisten bekannt. Seit 2012 gibt der Italiener zudem Lehrkonzerte mit dem klavierspielenden Roboter TeoTronico. Sein Ziel ist es dabei, den Unterschied zwischen der direkten Umsetzung des Roboters und der menschlichen Interpretationskunst zu verdeutlichen.
06:00
De Falla - Der Dreispitz
Luis Antonio García Navarro dirigiert das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart in einer Aufführung von Manuel de Fallas „El Sombrero de Tres Picos“ (Der Dreispitz). Es singt Paloma Pérez Iñigo (Mezzosopran). Manuel de Falla komponierte die Partitur des Balletts zwischen 1916 und 1917. Das Ballett wurde vom russischen Impresario Sergei Djagilew für sein „Balletts Russes“ in Auftrag gegeben und 1919 im Alhambra Theatre in London uraufgeführt. Da sich de Falla für traditionelle spanische Volksmusik interessierte, nahm er mehrere Elemente dieser Musik in sein Ballett auf. Die von der Mezzosopranistin gesungenen Rollen sind Beispiele für „Cante Jondo“, einen Gesangsstil im Flamenco. Diese Aufführung wurde 1988 aufgezeichnet.
06:47
Gala aus Berlin - Carmina burana
Sally Matthews (Sopran), Lawrence Brownlee (Tenor), Christian Gerhaher (Bariton), Rundfunkchor Berlin, Knabenchor des Staats- und Domchores Berlin, Berliner Philharmoniker; Leitung: Simon Rattle. Ludwig van Beethoven (1770-1827): Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 - Carl Orff (1895-1982): Carmina burana - Georg Friedrich Händel (1685-1759): Halleluja aus "Der Messias". Aufzeichnung des Silvesterkonzerts 2004 aus der Berliner Philharmonie.
08:19
Brahms - 4. Sinfonie, Op. 98
Franz Welser-Möst dirigiert das Cleveland Orchester in einem Konzert von Johannes Brahms‘ 4. Sinfonie. Das letzte der sinfonischen Werke des Komponisten wurde einst von Musikkritiker Malcolm Macdonald als einen der „kreativen Höhepunkte der Romantik“ bezeichnet und ist reich an unterschwelliger Melancholie, die sich nach vergangenen Zeiten verzehrt. Interessanterweise haucht das Stück in der Tat vergangenen Zeiten neues Leben ein, erinnert doch der erste Satz stark an Melodien des Barock. Ebenso an barocke Zeiten angelehnt ist außerdem die Form die Chaconne im letzten Satz, um die Brahms sich in über 30 Variationen stetig dreht. Diese Performance wurde 2014 in der Severance Hall in Cleveland aufgenommen.
09:04
CMIM Piano 2024 – Erste Runde: Itamar Prag
Der Pianist Itamar Prag (Israel, 1994) spielt Claude Debussys "Estampes", Frédéric Chopins "Ballade Nr. 4 in f-Moll, Op. 52" und Guido Agostis Transkription von Igor Strawinskys "Die Feuervogel-Suite" (Danse infernale, Berceuse und Finale) während der ersten Runde der Klavierausgabe des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM). Diese Aufführung wurde in der Bourgie Hall des Montreal Museum der Schönen Künste aufgezeichnet.
09:43
Saint-Saëns - Polonaise für zwei Klaviere Op. 77
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmet sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Repertoire für Klavier und Violine in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgezeichnet wurde. Die „Grande Dame“ des Klavierspiels wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, unter anderem die Pianisten Evgeny Kissin, Theodosia Ntokou und Cristina Marton-Argerich sowie der Geiger Maxim Vengerov. Das Programm umfasst Dmitri Schostakowitschs Concertino für zwei Klaviere Op. 94; Frédéric Chopins Impromptu Nr. 3 Op. 51, Polonaise Nr. 6 Op. 53 „Heroisch“ und Walzer Nr. 6 Op. 64 Nr. 1; Camille Saint-Saëns’ Polonaise für zwei Klaviere Op. 77; César Francks Sonate für Violine und Klavier in A-Dur; und Fritz Kreislers Liebesleid und Schön Rosmarin. Diese Aufführung wurde am 12. Juni 2021 aufgenommen.
09:54
Dvořák - From the Bohemian Woods - V. Silent Woods
Für dieses außergewöhnliche Recital, das 2019 im Théâtre des Champs-Élysées aufgenommen wurde, werden Camille (Cello) und Julie Berthollet (Violine) von dem Pianisten Guillaume Vincent und dem Ensemble Appassionato unter der Leitung von Mathieu Herzog begleitet. Die beiden musikalischen Schwestern haben ein genre- und epochenübergreifendes Repertoire ausgewählt, um die Ausdruckspalette von Violine und Cello zu erkunden, vom Barock eines Vivaldi bis zu den jazzigen Tönen eines Django Reinhardt und Stéphane Grapelli. Auf dem Programm stehen u.a. Brahms Ungarische Tänze Nr. 5 und Nr. 6, Karl Jenkins' Palladio, 'Theme from Forrest Gump' von Alan Silvestri, Schumanns Klavierquintett op. 44, The Red Violin von Corigliano, Ungarische Rhapsodie, op. 68 von Popper, Minor Swing von Reinhardt/Grappeli und Csárdás von Monti.
10:00
Maître Balbastre
Claude-Bénigne Balbastre begann seinen musikalischen Werdegang als Schüler von Claude Rameau (Bruder von Jean-Philippe) in Dijon und wurde später der Organist der Pariser Kathedrale Nôtre-Dame. Er gab schließlich das Orgelspiel auf, um sich dem Cembalospiel zu widmen - ein Richtungswechsel, der sich für ihn auszahlte, wie die 1759er Klavierkollection Pièces de Clavecin beweist. Vor 25 Jahren veröffentlichte Ursula Dütschler umwerfende Aufnahmen der Werke dieses Cembalo-Meisters, der unter Anderem Marie Antoinette selbst lehrte. In diesem Konzert interpretiert sie die wunderbaren Werke erneut.
10:50
Soulscapes
Uwe Yaron Leonhard Scholz wurde 1958 in Darmstadt geboren, er starb 2004 in Berlin. Schon als Vierjähriger bekam er ersten Tanzunterricht. Später, blutjung, gelang ihm der Sprung ins damalige Heiligtum des Tanzes: in die Ballettschule von Stuttgart. Es war die große Zeit von John Cranko, und dort konnte man nicht nur Schritte lernen, sondern Einsichten in die Gestaltung von Balletten bekommen. Scholz erwies sich als überaus aufmerksam und – aus eigenem Ingenium heraus – bereits als höchst erfinderisch. Das fiel der sowieso höchst entdeckungsfreudigen Marcia Haydée, der Primaballerina assoluta der Kompanie und späteren Direktorin der weltberühmten Truppe, ziemlich umgehend auf. Uwe Scholz erhielt seine mörderische Chance – und starb an ihr. Das war seine Tragik.
12:22
Heyward dirigiert Dvořáks Sinfonie Nr. 9
Der amerikanische Dirigent Jonathon Heyward gibt sein Debüt mit dem London Symphony Orchestra mit dieser Aufführung von Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 in E-Moll, der beliebten „Aus der Neuen Welt“. Während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten komponiert, verbindet das Werk böhmische Wärme mit den Rhythmen und dem Geist amerikanischer Musiktraditionen. Als zutiefst ausdrucksstarkes und melodisches Meisterwerk bleibt es eine der beliebtesten Sinfonien aller Zeiten. Diese Aufführung wurde am 30. September 2020 in St. Luke’s in London, Großbritannien, aufgenommen.
13:12
Schumann - Carnaval, Op. 9
Nachdem er alle 32 Ludwig van Beethoven Klaviersonaten aufgenommen hat, um den 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern, entschied sich der gefeierte italienische Pianist Riccardo Schwartz dazu, Soloklavierwerke von Robert Schumann aufzunehmen. Carnaval, Op. 9 wurde in den Jahren 1834–1835 geschrieben. Es besteht aus 21 kurzen Stücken, die maskierte Teilnehmer des Karnevals darstellen, ein Fest vor der Fastenzeit. Schumann drückt sich selbst, seine Freunde und Kollegen sowie Figuren aus der improvisierten italienischen Komödie (Commedia dell'arte) musikalisch aus. Riccardo Schwartz (1986) hatte das Privileg, als Solist mit vielen weltbekannten Dirigenten aufzutreten, darunter Gustav Kuhn und Yuri Temirkanov. Seine gefeierten Auftritte beinhalten Rezitals und Klavierkonzerte in vielen renommierten Konzerthallen.
14:00
Wagner - Das Rheingold
Das Rheingold, Auftakt zu Richard Wagners weltgeistumfassendem Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen, sagt schon im Titel, worum es an diesem »Vorabend« und letztlich in der gesamten Tetralogie gehen wird. Denn wer nach Gold strebt, der (ge-)braucht Gewalt; aus dieser Gewalt – als göttlichem wie menschlichem Grundgesetz – entwickelt sich im Wesentlichen die Konstellation des Zyklus. Und nachgerade prophetisch hallen Loges auf die Götter gemünzten Worte nach: »Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen.« Wo ein Ende, da ein Anfang. Man schreibt das Jahr 1848. ImApril hat Richard Wagner die Partitur zu seinem Lohengrin abgeschlossen. Sogleich geht er daran, den »lange mit Scheu gehegten Plan« zu seinem Hauptwerk zu verwirklichen. Noch ahnt Wagner selbst nicht, welche Ausmaße dieses Nibelungen-Opus annehmen wird; geplant ist zunächst eine dreiaktige Helden-Oper mit dem Titel »Siegfrieds Tod«. Wagner ringt mit sich, dem
Stoff; euphorische Phasen wechseln mit solchen ab, in denen er keine Note zu Papier bringt. An der Jahreswende 1853/54 schließlich – der Musikschriftsteller hat inzwischen sein theoretisches Hauptwerk Oper und Drama vollendet – lichtet sich der Nibelungen- Nebel. Das Textbuch zum Rheingold liegt vor, in fiebriger Eile entwirft Wagner die Musik. An den Dresdner Freund Ferdinand Heine schreibt er im Januar 1854: »Seit [...] Anfang November [...] habe ich das Rheingold in Musik gesetzt; ich war so enthusiastisch dabei, daß ich nichts hörte noch sah vor Begeisterung.« Verständlich ist dies allemal. Denn weniger das Wort – sein Prosatext Der Nibelungen- Mythus – stellte für Wagner das schöpferische Hauptproblem dar als vielmehr die musikalische Konzeption. Mit der Partitur des Rheingolds hat er dieses Problem im Kern bereits überwunden. Das motivische Netz, in dem sich die Figuren des Rings im weiteren Verlauf in vielerlei Variationen verstricken, ist gespannt.
16:44
Strauss' Metamorphosen & Mozart's Requiem
Franz Welser-Möst dirigiert das Cleveland Orchestra und den Chor in einem Konzert mit Werken von Richard Strauss, "Metamorphosen (Eine Studie für 23 Solostreicher)", und Mozarts "Requiem, K. 626". Die Solisten sind Siobhan Stagg (Sopran), Avery Amereau (Alt), Ben Bliss (Tenor) und Anthony Robin Schneider (Bass). Aufgenommen in der Severance Hall, Cleveland im März 2023.
18:23
Europakonzert 2007 - Berlin
Das Europakonzert fand 2007 anlässlich des 125. Jubiliäums in der Heimat der Berliner Philharmoniker, der Hauptstadt Deutschlands statt. Unter dem Motto "Das Jahr 1882" interpretiert das gefeierte Orchester unter der Leitung von Dirigent Sir Simon Rattle Brahms' "Konzert für Violine, Cello und Orchester", sowie dessen 4. Sinfonie und Wagners "Prelüde des Ersten Aktes" aus Parsifal. Letzteres war 1913 unter der Leitung von Dirigent Alfred Hertz Teil der ersten professionellen Tonaufnahme des Orchesters. Die Solisten der Performance, Lisa Batiashvili (Violine) und Truls Mørk (Cello) sind gleichermaßen junge und gefeierte Virtuosen, die heute regelmäßig in Begleitung der besten Orchester Weltweit auftreten. Das “Kraftwerk und Kabelwerk Oberspree" diente für dieses Konzert als ungewöhnlicher Konzertsaal des Orchesters. Es gilt als eines der beeindruckendsten historischen Gebäude des 19. Jahrhunderts in Berlin und seine beeindruckende Atmosphäre erschafft in Kombination mit den Klängen von Brahms und Wagner eine Gefühl der totalen musikalischen Hingabe.
20:11
Lang Lang – The Third Dimension
In diesem Programm spielt der chinesische Pianist Lang Lang einige der schönsten Stücke seines Repertoires: Der erste Satz von Beethovens Klaviersonate 'Appassionata', op. 57, das 'Precipato' von Prokofiews Siebter Sonate und die 'Evocation' von Albeniz’ Meisterwerk 'Iberia' (Heft 1). Den Abschluss bildet eine kraftvolle Interpretation von Chopins Polonaise, op. 53: die 'Heroische'.
20:42
Modena - Stadt von Belcanto
This documentary by Mark Perna shows the training and professional growth actions for opera singers, the promotion and enhancement of the cultural offer of the city and province of Modena and the maintenance and development of the Modenese musical tradition in the field of opera.
21:07
Bruckner - 7. Sinfonie
In einem Konzert von 2019 im Muziekgebouw in Eindhoven leitet Dirigent Hartmut Haenchen das Orchester der philharmonie zuidnederland. Das Konzert dreht sich ganz um Anton Bruckners 7. Sinfonie. Mit einer majestetischen ersten Bewegung, die über zwanzig Minuten andauert, leitet Bruckner ein monumentarisches Gesamtwerk ein, das gleichermaßen komplex wie eindrucksvoll ist.