00:00
Thomas - Hamlet
Hamlet ist eine Grand opera in fünf Akten vom französischen Komponisten Ambroise Thomas (1811-1896), das Libretto stammt von Michel Carré und Jules Barbier. Es basiert auf der französischen Adaptation von Alexandre Dumas und Paul Meurice von Shakespeares Hamlet. Thomas‘ Opern Mignon (1866) und Hamlet (1866) waren im zwanzigsten Jahrhundert größtenteils in Vergessenheit geraten, in den letzten Jahrzehnten wurden sie aber wieder sehr bekannt. In dieser Aufführung mit Regisseur Serge van Veggel, wird das New European Ensemble von Hernán Schvartzman dirigiert. Hauptsolisten sind Quirijn de Lang (Hamlet), Lucie Chartin (Ophélie), Martijn Sanders (Claudius), Martina Prins (Gertrude), Jan-Willem Schaafsma (Laërte) und Patrick Pranger (Horatio). Aufgenommen in der Koninklijke Schouwburg in Den Haag, April 2018.
02:23
Live-Konzert aus Genf
Um die politische und ideologische Spaltung ihrer Heimatländer zu überwinden, gründeten Daniel Barenboim, ein argentinischer Jude und Israels bekanntester Pianist und Dirigent, und Edward Said, ein palästinensischer Philosoph und Christ, das West-Eastern Divan Orchestra, ein Ensemble junger Musiker zwischen 13 und 26, darunter genau so viele Israelis wie Araber. Trotz des großen Symbolismus sind die Ziele und Ambitionen des West-Eastern Divan Orchestra zuallererst musikalischer Art: Die politischen Spaltungen des Nahen Ostens werden für die Zeit des Zusammenspiels dieser jungen musikalischen Talente beiseitegelassen. Dies spricht Bände über die Kraft kultureller Interaktion. Diese Darbietung in der Victoria Hall in Genf beinhaltet zwei berühmte Meisterwerke: Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 und Tschaikowskys 5. Sinfonie. Das Konzert endet mit Sibelius‘ Valse triste und dem Auftakt von Verdis La Forza del Destino.
04:08
Beethoven - Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, op. 55
Der Schweizer Dirigent Philippe Jordan und das Orchestre de l'Opéra national de Paris nahmen den kompletten Zyklus der Sinfonien von Ludwig van Beethoven in den Jahren 2014-2015 auf. In dieser Aufführung dirigiert Jordan Beethovens Sinfonie Nr. 3 in Es-Dur, Op. 55, 'Eroica'. Komponiert in den Jahren 1803-04 in einem Stil, der mit der Tradition bricht, gilt die Sinfonie als Wendepunkt in Beethovens Werk sowie in der westlichen Musikgeschichte. Die Sinfonie Nr. 3 ist länger als jede vorherige Sinfonie. Das Werk beginnt mit zwei kraftvollen Akkorden, die die übliche lange Einleitung ersetzen. Die tieferen Streicher führen dann das Hauptthema ein. Der langsame zweite Satz ist ein Trauermarsch, gefolgt von einem schnellen Scherzo. Der vierte und letzte Satz wird von einem Thema aus Beethovens Ballettmusik für 'Die Geschöpfe des Prometheus' dominiert. Diese Aufführung wurde 2014 in der Opéra Bastille in Paris, Frankreich, aufgenommen.
05:00
Schubert - Rondo D. 951
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmete sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Kammermusikrepertoire in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgenommen wurde. Die „Grande Dame des Klaviers“ wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet. Im Rahmen dieses Konzerts spielen Argerich und der Pianist Iddo Bar-Shaï Franz Schuberts Rondo in A-Dur, D. 951.
05:13
Bach - 5. Brandenburgisches Konzert
J. S. Bachs Sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist schrieb diese zwischen 1711 und 1720 und widmete sie 1721 Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum nahmen der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten auf. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Bei dieser Aufführung im Spiegelsaal des Köthener Schlosses präsentieren Luks und sein Collegium 1704 Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 in D-Dur, BWV 1050. Bemerkenswert ist, dass das Cembalo zusammen mit Flöte und Geige in diesem Konzert als Solist auftritt und nicht als Begleitinstrument. Das Stück gilt daher als eines von Bachs allerersten Klavierkonzerten.
05:34
IVC 2021 - Halbfinale: Brahms, Britten u. a.
Sopranistin Vassia Alati (Niederlande/Griechenland, 1992) und Pianist Yuto Kiguchi (Japan, 1989) präsentieren „C'est l'extase langoureuse“ aus Claude Debussys ‚Arriettes oubliées‘, L. 63, und „Fantoches“ aus Debussys ‚Fêtes galantes‘, L. 86; Bart Vismans ‚Het goud van Vermeer‘; „Lerchengesang“ aus Johannes Brahms ‚Vier Gesänge‘, Op. 70; Franz Schuberts ‚Gruppe aus dem Tartarus‘, Op. 24, Nr. 1, D. 583; „Jetzt fallen die Blätter schnell“ aus Benjamin Brittens ‚Auf dieser Insel‘, Op. 11; und „I gria zoi“ (Altes Mutterleben) aus Manolis Kalomiris Mayovotana (Zauberkräuter), zum Halbfinale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2021 – Lied-Duett. Diese Aufführung wurde im Het Noordbrabants Museum im niederländischen ’s-Hertogenbosch aufgenommen.
06:00
Mozart - 39. Sinfonie, K. 543
David Zinman dirigiert die Deutsche Kammerphilharmonie in einer Performance von Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) 39. Sinfonie, K. 543. Die Aufnahme entstand 1991 unter der Regie von János Darvas bei einem Konzert im Sophiensaal in München. Das Stück ist das erste in einer Reihe von drei Sinfonien, die die letzten des Komponisten wurden. Sie entstanden rasch aufeinanderfolgend in den Sommermonaten des Jahres 1788. Der erste Satz der Sinfonie beginnt mit einer Einleitung, die von Fanfaren geprägt ist. Sie hat ein interessantes Menuett und Trio, in die ein österreichischer Volkstanz und ein Klarinettensolo integriert sind.
06:32
Beethoven - Klavierkonzert Nr. 1 & Sinfonie Nr. 2
Im Alter von sieben Jahren debütierte Martha Argerich mit Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 1, ein Stück, das sie während ihrer gesamten Karriere begleiten sollte. In diesem Konzert beim Lucerne Festival spielt die gefeierte Pianistin das berühmte Werk mit dem Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung des schwedischen Dirigenten Herbert Blomstedt, der hier sein Debüt mit dem Orchester gibt. Neben Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur, op. 15, steht auch die Sinfonie Nr. 2 in D-Dur, op. 36, auf dem Programm. Diese Aufführung wurde im August 2020 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) in der Schweiz aufgenommen.
07:56
Brahms - 1. Sinfonie, Op. 68
Franz Welser-Möst leitet das Cleveland Orchestra in einem Konzert von Brahms 1. Sinfonie im Rahmen der BBC Proms 2014. Nur wenige klassische Kompositionen haben einen derartig langatmigen Entstehungsprozess vorzuweisen wie Brahms erste Sinfonie. Der Komponist hatte bereits 1855, im Alter von nur 22 Jahren erste Ideen zum Werk, doch bis zu seiner Veröffentlichung von 1876 durchlief es zahlreiche Revisionen. Obgleich Brahms von seiner Angst, in Gegenwart von Beethoven in Vergessenheit zu raten gehemmt wurde, ließ er sich von seinem Umfeld schließlich zur Veröffentlichung bewegen. Unter seinen bekannten Unterstützern waren beispielsweise Komponistin Clara Schumann und Musikologe Philipp Spitta. Teil dieser Performance ist auch die britische Premiere von Jörg Widmanns 'Flûte en suite', interpretiert von Solist Joshua Smith. Aufgenommen in der Royal Albert Hall in London.
08:43
CMIM Piano 2024 - Finale: Derek Wang
Pianist Derek Wang (USA, 1998) führt das Klavierkonzert Nr. 1 in b-Moll, Op. 23 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski im Finale der Klavierausgabe des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM) auf. Begleitet wird er vom Orchestre symphonique de Montréal unter dem Dirigat von Xian Zhang. Diese Aufführung wurde in der Maison symphonique de Montréal aufgezeichnet.
09:19
PIAM - Halbfinale I: Debussy, Chopin und Liszt
Von 2019 bis 2021 fand zum ersten Mal der Internationale Antonio-Mormone-Wettbewerb (Premio Internazionale Antonio Mormone) im norditalienischen Mailand statt. Dieser internationale Wettbewerb wurde von Enrica Ciccarelli, der Präsidentin der Stiftung La Società dei Concerti, in Erinnerung an den bekannten Talentsucher Antonio Mormone (1930–2017) ins Leben gerufen. Die erste Edition war dem Klavier gewidmet. Im Rahmen dieses Wettbewerbs spielt Ying Li (China, 1997) Claude Debussys Images, Buch I, Frédéric Chopins Nocturne in cis-Moll, op. 27 Nr. 1, und Franz Liszts Paraphrase aus Verdis „Rigoletto“. Diese Aufführung wurde im Februar 2020 im Teatro Edi – Barrio's in Mailand aufgenommen.
10:03
Die Geige in Neapel
"Kein sterblicher spielte jemals besser Geige als Signor Nichola." Als Violinist Nicola Metteis im späten 17. Jahrhundert vor britischem Publikum sein Können zum Besten gab, rieb man sich ungläubig die Augen. Josef Žák, das tschechische Geigengenie seiner Generation, nimmt sich für dieses Konzert dreier Suiten von Matteis’ Ayres für Violine und Basso Continuo an. Diese interpretiert er gemeinsa mit Werken von Giovanni Antonio Guido, der wie Metteis in Neapel studierte und seinem musikalischen Traum in Frankreich nachging.
10:56
Villa-Lobos: von Bach bis Brasilien
Der Komponist Heitor Villa-Lobos (1887-1959) ist für Brasilien, was Giuseppe Verdi und Jean Sibelius für Italien und Finnland sind: Seine Kompositionen verkörpern die Seele seines Heimatlandes. In Villa-Lobos: from Bach to Brazil führt uns der Erzähler Carlos de Andrade durch den Lebensweg des jungen Tuhu, von seinen bescheidenen Anfängen als Cello spielender Sohn eines anspruchsvollen Bibliothekars, der in den vielen Cafés von Rio de Janeiro ein Ständchen spielte, bis hin zu dem überlebensgroßen Maestro Heitor Villa-Lobos, dessen ganz und gar brasilianische Musik auf der ganzen Welt anerkannt und respektiert wird. Durchsetzt mit zahlreichen Aufführungen zeitgenössischer Musik und seltenen Aufnahmen des Komponisten bei der Arbeit und zu Hause, wirft der Dokumentarfilm auch ein unschätzbares Licht auf Villa-Lobos' schätzenswerte Rolle in der Entwicklung von Brasiliens neu gefundener nationaler Identität.
11:48
Johan de Meij - Echoes of San Marco & Fellini
Dieses Konzert ist die Frucht der Kooperation der Konservatorien „Giuseppe Nicolini“ in Piacenza und „Giuseppe Verdi“ in Mailand im Rahmen des Projektes „MIlanoPIACEnza ... suonare insieme“. Auf dem Programm stehen Werke des niederländischen Dirigenten und Komponisten Johan de Meij. „Echoes of San Marco“ ist eine Hommage an den venezianischen Renaissance-Komponisten Giovanni Gabrieli (1555-1612). „Echoes of San Marco“ beginnt mit einem Zitat aus Gabrielis „Canzon Septimi Toni“ aus der „Sacre Sinfoniae“ und wurde genau wie das Originalwerk für zwei Chöre aus Blechblasinstrumenten komponiert. „Fellini“ wurde für Solosaxophon und Orchester komponiert und stellt eine Hommage an den italienischen Filmregisseur Federico Fellini (1920-1993) dar. De Meij komponierte das Stück für den Saxofonisten Hans de Jong, der bei diesem Konzert als melancholischer Clown verkleidet ist, um die träumerischen und fiktiven Welten aus Fellinis Filmen zu unterstreichen. Dieses Konzert wurde 2018 in der Sala dei Teatini of the Teatri di Piacenza aufgezeichnet. Regie von Pietro Tagliaferri.
12:37
Bach - Präludien und Fugen & Alla variata BWV 989
Im Alter von elf Jahren debütierte der italienische Pianist Andrea Bacchetti (*1977) mit dem italienischen Kammerorchester I Solisti Veneti unter der Leitung des Dirigenten Claudio Scimone. Er trat auf internationalen Festivals und in renommierten Konzertsälen weltweit auf. Außerdem spielte er mit mehreren bekannten Orchestern wie den Lucerne Festival Strings, der Camerata Salzburg und dem Prager Kammerorchester. In diesem Recital interpretiert Bacchetti Werke von J. S. Bach. Auf dem Programm steht eine Auswahl von Präludien und Fugen aus Bachs Das Wohltemperierte Klavier, Band II: Nr. 9 in E-Dur, Nr. 14 in Fis-Moll, Nr. 15 in G-Dur, Nr. 20 in A-Moll, Nr. 2 in C-Moll, Nr. 1 in C-Dur, Nr. 4 in Cis-Moll, Nr. 6 in D-Moll, Nr. 7 in Es-Dur, Nr. 8 in Dis-Moll und Nr. 13 in Fis-Dur. Bacchetti beschließt das Recital mit Bachs Aria variata alla maniera italiana in A-Moll, BWV 989. Diese Aufführung wurde am 9. Dezember 2022 im Teatro Sociale di Camogli, Italien, aufgenommen.