00:00
Donizetti - L’elisir d’amore
Riccardo Frizza dirigiert das Orchester Gli Originali und den Coro Donizetti Opera in einer Aufführung von Gaetano Donizettis komischen Oper L’elisir d’amore (‘Der Liebestrank’, 1832). L’elisir d’amore ist vielleicht das bekannteste Werk in Donizettis umfangreichen Repertoire. Es erzählt die Geschichte des armen Bauern Nemorino, der in die schöne Gutsbesitzerin Adina verliebt ist. Nachdem er von der Legende von Tristan und Isolde gehört hat, kommt dem verzweifelten Nemorino der Gedanke, ob ein Liebestrank ihm helfen könnte, Adinas Liebe zu gewinnen. Er sucht Hilfe bei dem reisenden Quacksalber Dr. Dulcamara, bei dem er eine Flasche des magischen Elixiers kauft. Diese Inszenierung von Frederic Wake-Walker aus dem Jahr 2021 ist einzigartig, da sie die vollständige, originale Partitur enthält, die von Alberto Zedda basierend auf Donizettis Autographen rekonstruiert wurde. Darüber hinaus spielt das Orchester auf historischen Instrumenten, um den Klang von Donizettis Orchester zu rekonstruieren. Zu den Solisten gehören Caterina Sala (Adina), Javier Camarena (Nemorino), Florian Sempey (Belcore), Roberto Frontali (Dulcamara), Anaïs Mejías (Giannetta) und Manuel Ferreira (Zeremonienmeister). Diese Aufführung war Teil des Donizetti Opera Festivals und wurde 2021 im Teatro Donizetti in Bergamo, Italien, aufgezeichnet.
02:27
Waldbühne 1993: Russian Night
Jedes Jahr geben die Berliner Philharmoniker ein besonderes Konzert in der Waldbühne. Das Berliner Amphitheater fasst 22.000 Zuschauer und wird für große Events wie Filmpremieren, Boxkämpfe und Konzerte genutzt. 1993 spielten die Berliner Philharmoniker unter der Leitung des japanischen Dirigenten Seiji Ozawa ein russisches Programm. Den Auftakt bildet die Ouvertüre op. 36, 'Russische Ostern' von Nikolai Rimsky-Korsakow, gefolgt von der berühmten 'Nussknacker-Suite'. Tschaikowsky ist als russischer Komponist sehr präsent in diesem Programm − auf den 'Nussknacker' folgen die 'Ouvertüre 1812' und die 'Élégie' seiner Streicherserenade. Darauf folgt Borodins 'Polowetzer Tanz Nr. 17'. Der russische Komponist ist bekannt für seine wunderbaren Ballett-Kompositionen. Außerdem spielt das Orchester Strawinskys 'Feuervogel' und Aram Khachaturians 'Säbeltanz'. Das Programm endet mit dem 'Radetzky-Marsch' von Johann Strauss (Vater).
04:06
Brahms - Violinkonzert & Akademische Festouvertüre
Einer der erfolgreichsten Dirigenten unserer Zeit, der Österreicher Franz Welser-Möst leitet das Cleveland Orchestra in einem Konzert der Werke von Johannes Brahms. Das Programm beginnt mit der Akademischen Festouvertüre, komponiert als Tribut an die Universität Breslau, welches Brahms einen Ehrendoktor der Philosophie einbrachte. Auf dieses bedeutende Stück folgt sogleich Brahms 1. Violinkonzert in D-Major, das von Violinist Joseph Joachim, für den es ursprünglich komponiert wurde, als eines der vier größten deutschen Violinkonzerte bezeichnet wurde. In dieser Performance übernimmt Julia Fischer die Rolle der Solistin. Aufgenommen 2014 in der Severance Hall in Cleveland, USA.
05:02
CMIM Piano 2024 - Halbfinale I: Arisa Onoda
Pianistin Arisa Onoda (Japan, 1996) schließt sich dem CMIM-Ensemble an, das aus drei Hauptstreichern des Montreal Symphony Orchestra besteht. Gemeinsam führen sie den ersten Satz, Allegro molto moderato, aus Gabriel Faurés Klavierquartett Nr. 1 in c-Moll, Op. 15, auf. Diese Aufführung fand während der Kammermusikrunde des zweigeteilten Halbfinales der Piano Edition des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM) statt. Die Aufführung wurde in der Bourgie Hall des Montreal Museum of Fine Arts aufgenommen.
05:13
Wagner - Prelüde des Ersten Aktes aus "Parsifal"
Das Europakonzert fand 2007 anlässlich des 125. Jubiliäums in der Heimat der Berliner Philharmoniker, der Hauptstadt Deutschlands statt. Unter dem Motto "Das Jahr 1882" interpretiert das gefeierte Orchester unter der Leitung von Dirigent Sir Simon Rattle Brahms' "Konzert für Violine, Cello und Orchester", sowie dessen 4. Sinfonie und Wagners "Prelüde des Ersten Aktes" aus Parsifal. Letzteres war 1913 unter der Leitung von Dirigent Alfred Hertz Teil der ersten professionellen Tonaufnahme des Orchesters. Die Solisten der Performance, Lisa Batiashvili (Violine) und Truls Mørk (Cello) sind gleichermaßen junge und gefeierte Virtuosen, die heute regelmäßig in Begleitung der besten Orchester Weltweit auftreten. Das “Kraftwerk und Kabelwerk Oberspree" diente für dieses Konzert als ungewöhnlicher Konzertsaal des Orchesters. Es gilt als eines der beeindruckendsten historischen Gebäude des 19. Jahrhunderts in Berlin und seine beeindruckende Atmosphäre erschafft in Kombination mit den Klängen von Brahms und Wagner eine Gefühl der totalen musikalischen Hingabe.
06:00
Mozart - 31. Sinfonie, KV 297
Jeffrey Tate dirigiert das Orchester des Salzburger Mozarteums bei einer Aufführung von Mozarts 31. „Pariser“ Sinfonie (KV 297). Mozart komponierte das Werk 1788 während er in Paris erfolglos auf Arbeitssuche war. Der Anfang der „Pariser“ Sinfonie ist einer der großartigsten und mitreißendsten Klänge, die Mozart je für ein Orchester geschrieben hat. Der Komponist nutzte zum ersten Mal Klarinetten in einer Sinfonie, nachdem er das neue Instrument in Mannheim gehört hatte. Mit Hörnern, Trompeten, Pauken und einer kompletten Holzbläsersektion mit Flöten, Oboen, Klarinetten und Fagotten ist es bis dahin das größte Orchester für den Komponisten. Regie: János Darvos.
06:22
Bach - Motetten
Stephanie Petitlaurent (Sopran), Waltraud Heinrich und Susanne Langner (Alt), Volker Arndt und Christian Mücke (Tenor), Ingolf Horenburg (Bass), RIAS Kammerchor, Akademie für Alte Musik Berlin; Leitung: Hans-Christoph Rademann. Johann Sebastian Bach (1685-1750): Der Geist hilft unser Schwachheit auf BWV 226 - Sinfonia aus der Kantate BWV 146 - Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn BWV Anh. 159 - Concerto aus der Kantate BWV 35 - Jesu, meine Freude BWV 227 - Sinfonia aus der Kantate BWV 188 - Fürchte dich nicht, ich bin bei dir BWV 228 - Sinfonia aus der Kantate BWV 169 - Singet dem Herrn ein neues Lied BWV 225. Aufgenommen in der Gethsemanekirche in Berlin beim Festkonzert zum 60jährigen Bestehen des RIAS Kammerchors. Der Chor genießt weltweite Anerkennung als eines der besten Vokalensembles seiner Art.
07:58
Mozart - 38. Sinfonie, KV, 504
In diesem Konzert aus dem Jahr 2020, das im Gewandhaus in Leipzig aufgezeichnet wurde, nimmt uns Herbert Blomstedt als Dirigent des Gewandhausorchesters mit auf eine musikalische Reise in die Tschechische Republik. Das Programm beginnt mit der Sinfonie in D-Dur, op. 23, des böhmischen Komponisten Jan Václav Hugo Voríšek (1791–1825). Das 1821 komponierte Werk ist die einzige Sinfonie des Komponisten. Obgleich die Komposition zu seinen Lebzeiten nie aufgeführt wurde, ist sie heute eines seiner meistgespielten Werke. Weiter geht es mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 38 in D-Dur, KV 504. Das Werk wurde 1787 in der tschechischen Hauptstadt uraufgeführt, als der Komponist die Stadt besuchte, und wird daher oft als „Prager Sinfonie“ bezeichnet.
08:41
CMIM Piano 2024 – Erste Runde: Gabriele Strata
Der Pianist Gabriele Strata (Italien, 1999) präsentiert Béla Bartóks „Szabadban“ (Out of Doors) und Muzio Clementis Sonate in h-Moll, Op. 40 Nr. 2, während der ersten Runde des Klavierwettbewerbs des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM). Dieser Auftritt wurde in der Bourgie Hall des Montrealer Kunstmuseums aufgezeichnet.
09:17
Grieg - Klavierkonzert in a-Moll, Op. 16
Dirigent Jan Latham-Koenig leitet das Flanders Symphony Orchestra mit einer Aufführung von Edvard Griegs Klavierkonzert in A-Moll, Op. 16. Der französische Pianist Pascal Amoyel tritt als Solist auf. Grieg komponierte das Werk 1868 und ließ sich dabei von der norwegischen Volksmusik inspirieren. Es ist das einzige Konzert des Komponisten. Die Uraufführung fand am 3. April 1869 in Kopenhagen, Dänemark, mit Edmund Neupert als Solist statt und wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die norwegische Premiere folgte wenige Monate später. Diese Aufführung wurde am 21. April 2016 im Concertgebouw Brugge, Belgien, aufgezeichnet.
10:08
Rachmaninow - 2. Sinfonie in e-Moll, op. 27
Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker in einer Aufführung von Sergej Rachmaninows Symphonie Nr. 2 in e-Moll, Op. 27. Nach der katastrophalen Uraufführung der Symphonie Nr. 1 des Komponisten im Jahr 1897 war Rachmaninow nicht mehr von seinen Fähigkeiten als Symphoniker überzeugt. Fast ein Jahrzehnt später, im Oktober 1906, begann er mit der Komposition seiner Symphonie Nr. 2. Der Komponist war mit dem ersten Entwurf nicht zufrieden und musste ihn monatelang überarbeiten. Im Sommer 1907 beendete er sein großes Orchesterwerk schließlich, das 1908 äußerst erfolgreich in St. Petersburg uraufgeführt wurde. Diese Aufführung ist Teil des Europakonzerts 2011 in Madrid, aufgezeichnet im prächtigen Teatro Real.
11:15
Liszt - Elegien Nr. 1 und 2 (S. 130 & 131)
Die italienische Cellistin Silvia Chiesa und der italienische Pianist Maurizio Baglini spielen Franz Liszts "Zwei Elegien" für Cello und Klavier. Diese Aufführung wurde am 4. November 2024 im Sala Verdi des Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand, Italien, aufgenommen.
11:33
Mahler dirigieren
Dieser wunderschön festgehaltene Film aus der Feder von Frank Scheffer zeigt Aufnahmen der Proben und Konzerte des Amsterdam Concertgebouw, der Berliner Philharmoniker und Wiener Philharmoniker im Rahmen des Mahler Festivals 1995. Besonderer Fokus liegt auf der ausgezeichneten Arbeit der Weltklasse-Dirigenten Bernhard Haitink, Ricardo Chailly, Riccardo Muti, Claudio Abbado und Sir Simon Rattle. Mithilfe von Interviews und Konzertaufnahmen bietet der Film eine einzigartige Perspektive auf die Herangehensweise der musikalischen Maestros an Mahlers Werk,
12:45
Debussy - La Mer
Claude Debussys sinfonische Skizzen für Orchester, allgemein bekannt unter dem Namen 'La Mer', beschwören das Meer in seiner vielfältigen Gestalt herauf. Komponiert hat Debussy 'La Mer' zwischen 1903 und 1905. Der erste Teil ('De l’aube á midi sur la mer') beschreibt einen Morgen und einen Nachmittag am Meer, der zweite Teil ('Jeux de vagues') imitiert das Spiel der Wellen und der dritte und letzte Teil ('Dialogue du vent et de la mer') ahmt das Duett von Wind und Wellen nach. Debussy kannte sein Mittelmeer gut, von seinen Besuchen als Kind in Cannes und später von seinen Reisen nach Italien.
13:13
Schumann - Fantasie in C-Dur, Op. 17
Nachdem er alle 32 Ludwig van Beethoven Klaviersonaten aufgenommen hat, um den 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern, entschied sich der gefeierte italienische Pianist Riccardo Schwartz dazu, Soloklavierwerke von Robert Schumann aufzunehmen. Schumanns Fantasie in C, Op. 17, entstand 1836 und wurde vor der Veröffentlichung 1839 überarbeitet. Sie ist Franz Liszt gewidmet und zählt zu den bedeutendsten Klavierwerken Schumanns und der frühen Romantik. Die Komposition folgt einer freien Sonatenform: Der erste Satz ist rhapsodisch und leidenschaftlich, der mittlere ein großartiges Rondo und das Finale langsam und meditativ. Riccardo Schwartz (1986) hatte das Privileg, als Solist mit vielen weltbekannten Dirigenten, darunter Gustav Kuhn und Yuri Temirkanov, aufzutreten. Er gab gefeierte Klavierrezitals und -konzerte in vielen renommierten Konzerthallen.
13:50
Chopin - Introduction & Polonaise, Op. 3
In Genf, der Stadt, in der sie den größten Teil ihres Lebens verbrachte, lädt die argentinische Pianistin Martha Argerich ihren langjährigen Musikpartner, den Cellisten Mischa Maisky, zu einem privaten Kammermusikkonzert ein. Zwischen den einzelnen Stücken gibt Martha in einem intimen Interview mit ihrer Tochter Annie Dutoit Einblicke, was sowohl ihre Nähe als auch die Musik widerspiegelt. Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens 7 Variationen über "Die Zauberflöte"; Robert Schumanns Fantasiestücke, Op. 73; Frédéric Chopins Introduction & Polonaise, Op. 3; ‘Lerchengesang’ (Nr. 2) aus Johannes Brahms’ 4 Gesänge, Op. 70; und ‘Largo’ aus Chopins Cellosonate in g-Moll, Op. 65. Diese Aufzeichnung wurde am 12. und 13. November 2020 in Genf, Schweiz, gemacht.