00:00
Meyerbeer - Die Hugenotten
Der Hintergrund dieser historischen Oper von Giacomo Meyerbeer ist die dramatische „Bartolomäusnacht“, während in Frankreich rund 3000 protestantische Hugenotten von Katholiken ermordet wurden. Raoul liebt Valentine – doch er ist Protestant und sie Katholikin. Aber die Liebenden trennt nicht nur ihre Religion: Valentine wurde Raouls Feind versprochen, dem katholischen Graf von Nevers... Meyerbeers „Die Hugenotten“ war anfänglich ein außergewöhnlicher Erfolg beschieden, später geriet sie jedoch in Vergessenheit. Mit dieser Produktion der Deutschen Oper Berlin von 1991 feierte die zeitlose Oper ein großes Comeback – im zeitgenössischen Gewand. Solisten: Angela Denning (Margarethe von Valois), Lucy Peacock (Valentine), Richard Leech (Raoul von Nangis), Hartmut Welker (Graf von Saint-Bris), Camille Capasso (Urban), Martin Blasius (Marcel). Dirigent: Stefan Soltesz. Regie: John Dew.
02:43
Sir Neville Marriner - Ein Mozart-Konzert
Wäre Sir Neville Marriner nicht älter als Mozart geworden, wäre er der Nachwelt als exzellenter Orchester- und Kammermusikgeiger in Erinnerung geblieben. Mit 34 Jahren jedoch wagte er einen brillanten Karriereschritt, der ihn zum weltberühmten Dirigenten werden ließ. Geboren 1924 in Lincoln, lernte er Geige und Klavier bei seinem Vater, bis er sich schließlich für die Geige entschied. Sein Studium am Royal College of Music in London musste er für den Kriegsdienst unterbrechen; nach seinem Abschluss verbrachte er ein Jahr am Conservatoire in Paris. Er spielte in einem Quartett, in Thurston Darts Jacobean Ensemble und wurde einer der Pioniere der Alte-Musik-Bewegung. Von 1956 bis 1968 war er Stimmführer der Zweiten Geigen des London Symphony Orchestra. Als Marriner 1958 die Academy of St Martin in the Fields gründete, leitete er das Ensemble vom Ersten Pult, aber die Academy entwickelte sich so prächtig, dass er, ermutigt vom Dirigenten des LSO Pierre Monteux, schließlich den Bogen gegen den Taktstock eintauschte. 1969 übernahm Marriner das Los Angeles Chamber Orchestra und arbeitete mit vielen anderen Kammerorchestern weltweit, bevor er sich dem symphonischen. Repertoire zuwandte. Heute ist er eine Autorität auf seinem Gebiet, ein gern gesehener
Gast bei Orchestern in aller Welt und unterstützt junge Musiker auf ihrem Weg, wie einst Dart und Monteux ihn unterstützt haben.
03:53
Rachmaninow - 3. Klavierkonzert op. 30
Der legendäre Pianist Wladimir Horowitz (1903-1989) wurde nach seiner außerordentlichen Interpretation von Rachmaninoffs 3. Klavierkonzert erstmals vom Komponisten selbst in den höchsten Tönen gelobt. Rachmaninoff hörte den jungen, in Kiev geborenen Pianisten zum ersten Mal kurz nachdem er seiner Ankunft 1928 in New York City und bemerkte voller Begeisterung: "Er hat es ganz verschlungen." Fünfzig Jahre später, am 24. September 1978, begeistert der Pianist erneut ein Publikum mit diesem monumentalen Werk. Seite an Seite mit den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Dirigent Zubin Metha spielt er das 3. Klavierkonzert als Tribut an sein amerikanisches Debütkonzert vor einem halben Jahrhundert. Diese Performance wurde sowohl live ausgestrahlt, als auch auf Video für die Zuschauer der Zukunft festgehalten. Sie zeigt Horowitz' letzte Interpretation von "Rach 3" zu Lebzeiten.
04:47
Bach - Sonate Nr. 4 BWV 1017
This Sonata for Violin and Harpsichord No. 1 BWV 1014 is the fourth out of the set of sonatas Johann Sebastian Bach composed before 1725, probably during his time as chapel master in Köthen. Presumably, he wrote these sonatas for Prince Leopold and later adapted them for further use in Leipzig. Maybe this is why these pieces are well playable for amateurs, while every sonata still has the finesse that can offer a challenge to professional musicians. The different pieces are meant to be a set, just like the Brandenburg concertos.
05:04
Bach - 5. Brandenburgisches Konzert
J. S. Bachs Sechs Brandenburgischen Konzerte gehört zu seinen bekanntesten Werken. Der Komponist schrieb diese zwischen 1711 und 1720 und widmete sie 1721 Christian Ludwig, Markgraf von Brandenburg. Zu ihrem 300-jährigen Jubiläum nahmen der tschechische Cembalist und Dirigent Václav Luks und das renommierte Barockensemble Collegium 1704 sechs Brandenburgischen Konzerte auf historischen Instrumenten auf. Die Konzerte basieren auf der italienischen Form des Concerto grosso, bei der eine Gruppe von Soloinstrumenten einem großen Ensemble gegenübersteht. Bachs Brandenburgische Konzerte zeichnen sich durch bemerkenswerte Kombinationen von Soloinstrumenten und virtuosen Soli aus. Bei dieser Aufführung im Spiegelsaal des Köthener Schlosses präsentieren Luks und sein Collegium 1704 Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 5 in D-Dur, BWV 1050. Bemerkenswert ist, dass das Cembalo zusammen mit Flöte und Geige in diesem Konzert als Solist auftritt und nicht als Begleitinstrument. Das Stück gilt daher als eines von Bachs allerersten Klavierkonzerten.
05:44
CMIM Piano 2024 - Halbfinale I: Antonio Chen Guang
Pianist Antonio Chen Guang (China, 1994) schließt sich dem CMIM-Ensemble an, das aus drei Hauptstreichern des Montreal Symphony Orchestra besteht. Gemeinsam präsentieren sie den ersten Satz, Sostenuto assai – Allegro ma non troppo, aus Robert Schumanns Klavierquartett in Es-Dur, Op. 47. Diese Aufführung fand während der Kammermusikrunde des zweigeteilten Halbfinales der Piano Edition des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM) statt. Diese Aufführung wurde in der Bourgie Hall des Montreal Museum of Fine Arts aufgenommen.
06:00
Mozart - 6. Klavierkonzert, KV 238
Solist Christian Zacharias spielt Mozarts 6. Klavierkonzert, KV 238, begleitet vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter der Leitung von Gianluigi Gelmetti. Das Konzert fand im Schloss Schwetzingen statt, das zu Mozarts Zeiten die Sommerresidenz des Kurfürsten war.
06:25
An evening with Gabriela Montero
Venezuelan-born superstar pianist Gabriela Montero has been called the "queen of improvisation." Her visionary interpretations and unique improvisational gifts have won her a rapidly expanding and devoted following around the world. Ms. Montero, who often invites her audience to participate by asking for a melody for improvisations, will present a recital of classical masterpieces as well as present her artistry through her trademark improvisations.