00:00
Meyerbeer - Die Hugenotten
Der Hintergrund dieser historischen Oper von Giacomo Meyerbeer ist die dramatische „Bartolomäusnacht“, während in Frankreich rund 3000 protestantische Hugenotten von Katholiken ermordet wurden. Raoul liebt Valentine – doch er ist Protestant und sie Katholikin. Aber die Liebenden trennt nicht nur ihre Religion: Valentine wurde Raouls Feind versprochen, dem katholischen Graf von Nevers... Meyerbeers „Die Hugenotten“ war anfänglich ein außergewöhnlicher Erfolg beschieden, später geriet sie jedoch in Vergessenheit. Mit dieser Produktion der Deutschen Oper Berlin von 1991 feierte die zeitlose Oper ein großes Comeback – im zeitgenössischen Gewand. Solisten: Angela Denning (Margarethe von Valois), Lucy Peacock (Valentine), Richard Leech (Raoul von Nangis), Hartmut Welker (Graf von Saint-Bris), Camille Capasso (Urban), Martin Blasius (Marcel). Dirigent: Stefan Soltesz. Regie: John Dew.
02:43
Mahler - Sinfonie Nr. 2
Bernhard Haitink dirigiert die Berliner Philharmoniker und den Ernst Senff Chor in einem Konzert von Gustav Mahlers 2. Sinfonie. Dieses Konzert fand 1992 in der Berliner Philharmonie statt. Der finale Chor dieser wunderschönen und eindrucksvollen Sinfonie verfehlt nie seine bewegende Wirkung auf das Publikum. Nicht nur die beeindruckende Orchestergröße und das Orgelsolo, sondern auch die Thematisierung von Leben und Tod, verleihen diesem Werk seinen epischen Charakter. Der aufmerksame Hörer erkennt vielleicht einige frühere Kompositionen aus Mahlers Liedsammlung 'Des Knaben Wunderhorn' wieder. Solisten sind Sylvia McNair (Sopran) und Jard van Nes (Alt).
04:13
Beethoven - Sinfonie Nr. 6 in F-Dur, op. 68
Der Schweizer Dirigent Philippe Jordan und das Orchestre de l’Opéra national de Paris nahmen den kompletten Zyklus der Sinfonien von Ludwig van Beethoven in den Jahren 2014-2015 auf. In dieser Aufführung dirigiert Jordan Beethovens Sinfonie Nr. 6 in F-Dur, Op. 68, auch bekannt als die Pastorale Sinfonie. Der Komponist schrieb das Werk unmittelbar nach der Vollendung seiner Sinfonie Nr. 5. Beide Werke wurden im Dezember 1808 im selben Konzert uraufgeführt. Die Sinfonie Nr. 6 besteht aus fünf Sätzen, wobei die letzten drei Sätze ohne Pause gespielt werden. Jeder Satz trägt einen Titel, der eine Szene aus dem Landleben suggeriert. Die fröhliche Atmosphäre der ersten drei Sätze wird durch einen gewaltigen vierten Satz unterbrochen: Sturm, besonders dargestellt durch die Piccoloflöten, Blechbläser und Pauken. Der Sturm lässt am Ende des Satzes nach, woraufhin die Ruhe im letzten Satz zurückkehrt. Diese Aufführung wurde 2015 in der Opéra Bastille in Paris, Frankreich, aufgezeichnet.
05:00
Ravel - Sonate für Violine und Klavier in G-Dur
Der japanische Geiger Naoya Nishimura und der italienische Pianist Andrea Bacchetti interpretieren Maurice Ravels Sonate für Violine und Klavier (Nr. 2) in G-Dur, M. 77. Dieses Werk wird häufig als Nr. 2 bezeichnet, da der Komponist eine frühere Sonate schrieb, die erst 38 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wurde. Die Sonate besteht aus drei Sätzen. Diese Aufführung wurde in der Munetsugu Hall in Nagoya, Japan, aufgezeichnet.
05:19
De Falla - El sombrero de tres picos - Suite Nr. 2
Anlässlich der Neujahrs-Gala von 2010 spielen die Berliner Philharmoniker unter der Leitung des venezuelanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, dessen ansteckende Energie und außergewöhnliche Kunstfertigkeit ihn zu einem der begehrtesten Orchester- und Operndirigenten der Welt gemacht haben. Die Solistin des Konzertes ist die Mezzosopranistin Elīna Garanča, die binnen kürzester Zeit zu einer der berühmtesten klassischen Sängerinnen weltweit wurde. Teil des Programms sind diverse Werke von französischen Komponisten, wie Berlioz' Le Carnival Romain, Ouvertüre, Op. 9 und d'Amour l'Ardente flamme aus La Damnation de Faust (Op. 24), Saint-Saëns' 'Mon cœur s'ouvre à ta voix' und 'Danse Bacchanale' aus seiner Oper Samson et Dalila und der 'Habanera' ',' Seguidilla' und 'Chanson Bohème' aus Bizets Carmen. Das Konzert endet mit de Fallas Suite Nr. 2 aus dem Ballett "El sombrero de tres picos".
05:32
IVC 2021 - Halbfinale: Schubert, Ullmann u. a.
Die Sopranistin Ana Carolina Coutinho (Brasilien, 1993) und die Pianistin Megumi Kuroda (Japan, 1989) spielen Franz Schuberts „Die Blumensprache“, D. 519; „Sonnenuntergang“ aus Viktor Ullmanns „Drei Hölderlin-Liedern“; „Verschwiegene Liebe“ aus Hugo Wolfs „Eichendorff-Liedern“; „Il vole“ und „Fleurs“ aus Francis Poulencs „Fiançailles pour rire“, FP 101; „Wasserrose“ aus Richard Strauss‘ Mädchenblumen, Op. 22; Kōsaku Yamadas 風に乗せてうたへる春の歌八章; たたえよ、しらべよ、歌いつれよ;und Bart Vismans „Vermeers Gold“ beim Halbfinale der International Vocal Competition 2021 – Lied Duo. Diese Aufführung wurde im Het-Noordbrabants-Museum in ’s-Hertogenbosch, Niederlande, aufgezeichnet.
06:00
Hunting Brass
Das German Brass Ensemble ist eine der originellsten und charakteristischsten Brassbands der Welt. Die ausgezeichneten Musiker spielen klassische Arrangements, tanzbare Versionen von Standards und populäre Hits, denen sie ihren ganz besonderen musikalischen Geist einhauchen. Der Film 'Hunting Brass: Ein Musikalischer Spaß mit German Brass' wurde von den energiegeladenen Konzerten des Ensembles inspiriert: Während einer Probe werden die Musiker plötzlich von ihren Doppelgängern überrascht, die ihnen die Instrumente abnehmen und ein wildes Orchester formieren.
06:44
Gershwin - Greatest Hits
Der belgische Dirigent Jos van Immerseel führt Anima Eterna Brugge in einem Konzertprogramm, das dem amerikanischen Komponisten George Gershwin gewidmet ist. Das Programm beginnt mit Gershwins symphonischer Suite Catfish Row (arr. Steven D. Bowen), die auf Musik aus seiner berühmten Oper Porgy und Bess (1935) basiert. Danach folgt das bekannte Tongedicht Ein Amerikaner in Paris (1928). Anschließend tritt die Sopranistin Claron McFadden mit dem Orchester auf und präsentiert einige großartige Jazz-Songs, darunter 'The man I love' (1924-27), 'I got rhythm' (1930) und 'By Strauss' (1936). Sie präsentiert auch 'My man’s gone now' und 'Summertime' aus Porgy und Bess. Das Konzert endet mit Gershwins gefeierter Rhapsody in Blue, mit Bart Van Caenegem als Solopianist. Diese Aufführung wurde am 3. März 2017 in der Concertzaal des Concertgebouw in Brugge, Belgien, aufgezeichnet.
08:22
Mussorgski - Bilder einer Ausstellung
Der Dirigent Mariss Jansons, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ scheinen wie füreinander geschaffen. Die opulenten Klangfarben von Ravels Orchestrierung des russischen Werks, der atemberaubende Erfindungsreichtum der abwechslungsreichen Bewegungen, die alle durch wiederkehrende Übergänge miteinander verbunden sind - nur wenige Dirigenten sind so geschickt wie Jansons in ihrer Interpretation des anspruchsvollen Werkes. Heute wird es in seiner schillernden Orchestertranskription von Maurice Ravel allgemein gefeiert. Es war der große Dirigent Serge Koussevitzky, der 1922 die Orchestrierung von Ravel in Auftrag gab. Aufgenommen 2014 in Herkulessaal, München.
09:03
CMIM Piano 2024 – Erste Runde: Saeyoon Chon
Saeyoon Chon (Südkorea, 1995) spielt Ludwig van Beethovens Klaviersonate Nr. 6 in F-Dur, Op. 10 Nr. 2; Choral et variations aus Henri Dutilleux' Klaviersonate; und Franz Liszts Rhapsodie espagnole, S. 254, während der ersten Runde der Klavierausgabe des Concours musical international de Montréal 2024 (CMIM). Diese Aufführung wurde in der Bourgie Hall des Montreal Museum of Fine Arts aufgenommen.
09:40
Beethoven - 30. Klaviersonate, op. 109
Kann es uns gelingen, uns in Beethovens kreativen Geist hineinzuversetzen, besonders in der letzten Phase seines Lebens, als er mit schwerem Hörverlust zu kämpfen hatte? Tom Beghins neue Aufnahme von Beethovens Klaviersonaten Opus 109, 110 und 111 ist eine künstlerische Untersuchung dessen, inwiefern Beethovens Musik durch sein direktes Umfeld geprägt wurde, das er sich gemeinsam mit der Hilfe von Kollegen und Freunden schuf. Der Pianist Tom Beghin interpretiert hier nicht nur Beethovens Trilogie pianistischer Meisterwerke auf einem großartigen neuen Replikat Beethovens Broadwood-Klavieres, sondern verwendet dabei auch eine Rekonstruktion der Gehörmaschine, die auf dem Klavier des Komponisten montiert war, damit er weiterhin Musik komponieren und spielen konnte, trotz des schwindenden Gehörsinns. "Sie hören besser, wenn Sie Ihren Kopf unter diese Maschine halten, nicht wahr?", fragte André Stein einst Beethoven. Zwei Jahrhunderte später können auch wir unsere Köpfe unter die Maschine halten und uns fragen: Hören wir Beethoven anders? Beghin zieht uns in das Hörgerät hinein, wo wir die Essenz von Beethovens wilden und unwiderstehlich poetischen musikalischen Eingebungen fühlen und hören. „Inside the Hearing Machine“ lädt uns auf den multisensorischen Spielplatz eines gehörlosen Komponisten ein, für den die Maschine mehr als ein Hörgerät war und der über viel mehr als nur Klang mit seinem Instrument interagierte.